HaiWay H3000 im Test: Das leistet der Mini-Beamer mit Android

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Beamer sind wieder groß im Kommen. Dank LED wird der Fernseher-Ersatz fortlaufend günstiger und effizienter. In China setzt man noch einen drauf und baut Android in die kleinen Projektoren.

HaiWay H3000 im Test

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Vorab noch einen Dank an das Team von gearbest.com, die uns den HaiWay H3000 zum Test gestellt haben. Den Beamer könnt ihr natürlich auch bei gearbest direkt bestellen – Preispunkt aktuell etwa 160 Euro.

Design und Verarbeitung

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Man muss es einfach direkt sagen: Der HaiWay H3000 sieht aus wie ein AppleTV. Nicht nur erinnert die Form stark an das Original aus Cupertino, auch Funktionsweise und Fernbedienung passen in den Apple-Look. Doch was solls, der HaiWay H3000 wurde sehr gut verarbeitet und hat eine edle Ausstrahlung.

Diese Ausstrahlung bekommt der Mini-Beamer vor allem durch den Rahmen aus gebürstetem Aluminium verliehen – klar, Gold und Schwarz macht sich als Farb-Kombination sehr gut. Ober- und Unterseiten des Beamers bestehen hingegen aus Plastik, die Oberseite hat noch ein Hochglanz-Finish erhalten. Das sieht zwar edel aus, ist aber natürlich auch für Kratzer sehr anfällig.

In punkto Fernbedienung lässt sich nur wenig Positives sagen. Im Gegensatz zum Beamer ist diese äußerst billig verarbeitet, lediglich die Anordnung der Tasten könnte als nutzerfreundlich bezeichnet werden. Druckpunkte und Handgefühl entsprechen aber bei weitem keinem hochklassigen Produkt. Zudem lässt sich mit der mitgelieferten Fernbedienung das Android kaum steuern.

Im Browser kann man nicht Navigieren, Sonderzeichen sind nur schwer zum Eintippen – die Liste solcher Beispiele ließe sich problemlos fortsetzen. Greift also lieber auf eine klassische Bluetooth-Tastatur zurück.

Eine weitere Alternative: Wer etwas des Chinesischem mächtig ist oder im Google Play Store suchen mag, der wird viele Alternativen zur Fernsteuerung per Smartphone finden. Der H3000 hat sogar eine App vorinstalliert, die es erlaubt die Anzeige des Displays aufs Smartphone zu spiegeln. So navigiert ihr am Handy die gewünschten Einstellungen des Beamers.

Hardware

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Beim HaiWay H3000 lässt sich eigentlich weniger von einem reinen Beamer reden. Denn der kleine Projektor birgt in seinem Inneren ein vollwertiges Android 4.4, dient als Akkupack und kann ohne Netzteil durchschnittlich drei Stunden Filme abspielen.

Seitens der Hardware kommt ein Quad-Core Prozessor ohne Name (wahrscheinlich Mediatek) und ein Gigabyte Arbeitsspeicher zum Einsatz. Der interne Speicher mit acht Gigabyte lässt sich zudem per microSD um bis zu 32 Gigabyte erweitern – hier ist also genug Platz für eine kleine Mediathek.

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Der Akku des Beamers liegt bei circa 3.500 mAh. Wenn der Ladestand bei 100 Prozent liegt, könnt ihr rund drei Stunden Filme genießen, ohne laden zu müssen. Campingurlaub und Kino im Bett ist also ohne weiteres möglich. Lediglich das Aufladen kostet Zeit. Mitunter bis zu 3 Stunden muss man warten, bis der HaiWay H3000 wieder voll ist. Mein „Tipp“: Einfach immer am Kabel lassen, wenn es möglich ist. Ganz nebenbei könnt ihr über einen USB-Port nämlich auch gleich noch euer Smartphone aufladen.

Etwas schade ist allerdings die Tatsache, dass der H3000 über keinen HDMI-Anschluss verfügt. Neben USB, Mikro-USB und microSD-Slot gibt es lediglich noch einen AUX-Eingang. Wer also gerne seine Konsole oder seinen DVD-Player an einen Beamer stöpseln möchte, sollte sich anderweitig umsehen.

Bild und Ton

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Kommen wir aber zum Kern des Mini-Beamers, die Projektion. Der H3000 leuchtet mit LED relativ hell, obgleich die 150 Lumen bei Sonnenlicht kaum sichtbare Ergebnisse anzeigen. Wer seinen Raum etwas abdunkelt, bekommt aber durchaus stattliche Ergebnisse und satte Farben.

Einen großen Pluspunkt gibt es für die Auflösung. Hier mögen 854 mal 480 Pixel zwar nicht nach High-End klingen, für scharfe Bilder auf bis zu 100 Zoll reicht das aber allemal. Und ich bin ehrlich: Das man aus so einem kleinen Beamer solch ein großes (und scharfes) Bild herausbekommt, ist einfach fantastisch.

Weniger fantastisch sind freilich hingegen die eingebauten Lautsprecher. Für mehr als Mini-Games reichen diese nicht. Über AUX-Eingang oder Bluetooth könnt ihr dafür aber die Speaker eurer Wahl koppeln.

Fazit

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Der H3000 ist mit 160 Euro nicht der günstigste China-Beamer. Wer aber auf ein schickes und kompaktes Design wert legt, Android im Beamer cool findet und schon immer mal direkt Netflix, Amazon Instant Video und Co. auf die Leinwand streamen wollte, der sollte beim HaiWay H300 zugreifen.

Wer allerdings wie ich lieber seine Konsole an einen Beamer anstecken würde, der sollte die Finger von diesem Modell weglassen. Hier bietet gearbest ähnliche Beamer mit HDMI in der gleichen Preisklasse.

Von mir gibt es für den H3000 aber dennoch vier von fünf Sternen. Design und Verarbeitung überzeugen. Die Bildqualität ist für so einen kleinen Beamer hervorragend. Und ein vollwertiges Android in einem Beamer ist einfach ein netter, und noch neuartiger, Hingucker.

Den Abzug von einem Stern gibt es für die etwas schwache Akkulaufzeit und die teilweise grauenvolle Bedienung per Fernbedienung. Für den fehlenden HDMI-Port gibt es keinen Abzug. Wer lesen kann, weiß, dass in den Produktdetails auch kein passender Anschluss versprochen wird.

Pro und Con

(Bild: Übergizmo)Sehr gute Verarbeitung, edles Design

(Bild: Übergizmo)Vollwertiges Android, gute Performance

(Bild: Übergizmo)Überraschend großes und scharfes Bild

(Bild: Übergizmo)Bedienung etwas umständlich

(Bild: Übergizmo)Etwas schwache Akkulaufzeit

(Bild: Übergizmo)Kein HDMI-Port

Tags :
  1. Wie sieht es den mit der Lautstärke des Lüfters aus? Bei so kleinen Gehäusen in Kombination mit leistungsstarken LEDs wird es ja oft laut.

  2. Hallo,

    ich habe mir den Beamer gebraucht gekauft. Gibt es einen Link, wo man die App herunterladen kann? Google hilft leider nicht weiter.

    Grüße Mario

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