Cortana soll dank Deep-Learning Termine und E-Mails des Nutzers besser verstehen

Cortana-1078x599

Microsoft will seinen Sprachassistenten Cortana schlauer machen und das System dazu bringen, E-Mails nach Terminen zu durchforsten und daraus Erinnerungen und Aufgaben zu erstellen. Sogar so komplexe Hinweise wie "das erledige ich heute noch" in einer E-Mail soll eine Erinnerung erzeugen. Wenn das mal gut geht.

Menschen drücken sich nicht immer maschinengerecht aus. So kann ein Sprachassistent wie Cortana nicht erkennen, was er tun soll. So bringt ein Hinweis in einer E-Mail a la „das kriege ich heute noch hin“ nichts – der Assistent kapiert einfach nicht, dass sich daraus eine Erinnerung machen ließe. Das soll sich durch Deep-Learning (mit einem P und zwei E ;) künftig ändern, schreibt Microsoft in seinem Blog.

Cortana soll außerdem Nutzer künftig über Kalendereinträge informieren, die aus dem „normalen“ Rahmen fallen, wie geschäftliche Besprechungen außerhalb der Arbeitszeiten. Einem Sprecher des Softwarekonzerns zufolge können Nutzer die neuen Erinnerungsfunktionen von Cortana, die dazu führen, dass der Sprachassistent alle E-Mails scannt, auch deaktivieren. „Wie bei jeder Cortana-Funktion haben Sie die Wahl, wie Sie sie nutzen wollen.“

Derzeit ist das Update allerdings auf Teilnehmer des Windows Insider Program in Großbritannien und den USA beschränkt. Nach Abschluss der öffentlichen Tests sollen die neuen Funktionen an alle Windows-10-Nutzer ausgerollt werden. Eine Zusage oder einen Terminplan, die Neuerungen auch auf andere Plattformen zu bringen, auf denen Cortana vertreten ist, gibt es bisher nicht.

Ob die neue Funktion nur die eigenen E-Mail-Programme Outlook und Mail oder auch Anwendungen von Dritten unterstützt, hat Microsoft indes nicht mitgeteilt. Ein ähnliches Feature, das Termine in E-Mails proaktiv erkennt, hatte Microsoft im Dezember für Outlook unter Windows, OS X, iOS, Android und Windows Phone in Verbindung mit Office-365- und Outlook.com-Konten angekündigt. Das Feature erkennt allerdings nur Flugdaten und kann sie in den Kalender eintragen.

Die automatischen Flugeinträge sollten Kunden mit Office 365 First Release oder der Preview des neuen Outlook.com ab Anfang Januar zu sehen bekommen. Eine breitere Verfügbarkeit sollte im März folgen. Laut ZDNet-Bloggerin Mary Jo Foley wurden viele Tester bisher aber noch nicht auf die Preview von Outlook.com umgestellt.

Tags :Quellen:ZDNet.comVia:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising