Diese Flasche verwandelt Luft in Trinkwasser

(Bild: Kristof Retezár)

Wer häufig mit dem Rad längere Touren fährt, kennt vermutlich das Problem: Man befindet sich weit weg von jeglicher Zivilisation und der Wasservorrat geht zu Neige. Kein Wunder, denn die meisten Trinkflaschen für Fahrrädern sind recht klein. Der österreichische Industriedesigner Kristof Retezar will nun eine Lösung gefunden haben, wie die Trinkwasserversorung in solchen Situtationen auch ohne einen Laden, in dem man sich einfach neues Wasser kauft, gesichert ist.

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Retezar hat eine Trinkflasche fürs Fahrrad entwickelt, die Wasser durch Kondensation der Feuchtigkeit aus der Luft gewinnt. Die Luft strömt dabei dank des Fahrtwindes durch das Gerät und eine Reihe von hydrophoben „Zähne“, die den Wasserdampf in tatsächliche Wassertröpfchen umwandeln. Diese werden schließlich in der Flasche aufgefangen und gesammelt.

Die Flasche bezeichnet der Österreicher „Fontus“. Sie soll in der Lage sein bis zu 0,5 Liter Wasser pro Stunde zu erzeugen. Der Nachteil ist, dass es relativ langsam geht und natürlich eine gewisse Luftfeuchtigkeit voraussetzt. In der brühtenden Hitze bei 30 bis 40 Grad sollte eine Luftfeuchtigkeit von 80 oder 90 Prozent herrschen, damit die Flasche optimal funktioniert.

Bislang befindet sich die Trinkflasche auch noch in der Entwicklung. Der Prototyp kann zwar schon Staub und Ungeziefer, aber noch keine Schadstoffe herausfiltern. Retezar hofft, dies in Zukunft mit einem Aktivkohlefilter zu ermöglichen, um auch in Gebieten wie Städten, wo die Luft verschmutzt ist, sauberes Wasser erzeugen zu können. In der Natur, für die die Flasche ursprünglich konzipiert wurde, soll sie schon jetzt sehr sauberes Wasser liefern können.

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Der Designer plant außerdem eine Version, die nicht auf den Luftstrom angewiesen ist, der beim Fahrradfahren erzeugt wird. Bei dem Standalone-Modell sollen umgekehrte Ventilatoren die Luft ansaugen. Die Fontus soll im März durch eine Crowdfunding-Kampagne finanziert werden. Den Preis will Kristof Retezar unter 100 Dollar halten.

Tags :Quellen:Bild: Kristof RetezárVia:Via Livescience.com

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