Heute ist „Ändere-dein-Passwort“-Tag

Passwort (Bild: Shutterstock)

Was jetzt ein bisschen lustig klingt, ist in Wahrheit ein sehr ernstes Thema. Wir berichten häufig über Sicherheitslücken, Datenklau und weitere Gefahren im Internet, doch auch das eigens ausgewählte Passwort kann eine Sicherheitslücke darstellen. Hier folgen Tipps und Tricks für ein starkes Passwort.

Heute am 1. Februar ist der „Ändere-dein-Passwort“-Tag. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) hat Tipps und Tricks zusammengestellt für ein sicheres und starkes Passwort. Rund 30 Prozent der Internetnutzer suchten sich für den Schutz ihres Zugangs nur eine Folge von sechs oder weniger Zeichen aus, sagte Christoph Meinel, Direktor des Potsdamer Instituts.

Einfallslose Passwörter, leicht zu merken aber auch leicht zu hacken. Also weg mit dem Passwörtern wie 12345 oder password. Denn aktuelle Passwort-Crackprogramme könnten in einer Sekunde online etwa 1.500 verschieden Kombinationen durchprobieren. Aber wie wird das Passwort wirklich stark und sicher? Das HPI gibt Internetnutzern fünf wichtige Ratschläge mit auf den Weg.

Ratschlag 1:

Niemals den Nutzernamen, den tatsächlichen Namen, das Geburtsdatum oder andere Informationen, die mit der eigenen Person oder dem genutzten Konto zusammenhängen, als Passwort verwenden.

Ratschlag 2:

Nutzer sollten Begriffe vermeiden, die aus einem Wörterbuch stammen oder stammen könnten.

Ratschlag 3:

Nutzer sollten mindestens vier Arten von Schreibweisen verwenden. Damit sind Groß- und Kleinschreibung, Buchstaben, Nummern und Sonderzeichen wie !@#%$*~;. gemeint.

Ratschlag 4:

Dem Passwort eine Länge von mindestens acht Zeichen geben.

Ratschlag 5:

Niemals dasselbe Passwort für alle Konten verwenden.

Wer sich jetzt fragt, wie er sich ein so kompliziertes Passwort beziehungsweise sogar mehrere dauerhaft merken soll – Am besten eine Eselsbrücke bilden. „Meistens gehe ich abends um 22:30 Uhr zu Bett!“ das Passwort „Mgiau22:30UzB!“. Dabei werden die Anfangsbuchstaben in der richtigen Groß- und Kleinschreibung verwendet, so wie Zahlen und ein Sonderzeichen. Der Merksatz kann auch schriftlich nochmal notiert werden.

Manche denken jetzt sicher – Dass ist doch nichts neues. Nein neu ist das nicht, allerdings beklagt Meinel, dass sich die Passwort-Praxis in den vergangenen beiden Jahrzehnten kaum verbessert habe: „Nach wie vor wählt rund die Hälfte der Internetnutzer dasselbe oder ein ähnliches Passwort für sämtliche Seiten, die ein Log-in erfordern“.

Das Hasso-Plattner-Institut hat auch einen Übersicht zu häufig verwendeten schlechten Passwörter zusammengestellt. „Weltweit finden sich unter den Top 100 in den verschiedenen Sprachen die gleichen Tastatursequenzen, Liebesbekundungen, Kosenamen und Vornamen sowie Begrüßungsformeln und die jeweilige Schreibweise des Begriffs Passwort“, sagte Meinel.

Geläufige Tastatursequenzen:

qwerty (englisch),

qwertz (deutsch),

azerty (französisch),

qwertyuiop

1q2w3e4r,

asdf

Liebesbekundungen oder Kosenamen:

iloveyou, love, mylove, sunshine (englisch),

jetaime, mamour (französisch),

liebling

„Passwort“ als Passwort:

password, letmein (englisch),

Passwort (deutsch),

motdepasse (französisch),

parole (russisch)

Begrüßungsfloskeln:

hallo (deutsch),

hello (englisch),

bonjour (französisch)

Häufige Vornamen:

daniel, michael, charlie, jessica, susanne, peter, jennifer

oder die eigene E-Mail-Adresse beziehungsweise der eigene Nutzername.

Also nutzt den „Ändere-dein-Passwort“-Tag sinnvoll und ändert euer Passwort.

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