Sony macht durch die Playstation Gewinne

(Bild: Sony)

Sony konnte in seinem dritten Geschäftsquartal Gewinne ausweisen. Der Nettogewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 33 Prozent. Der Umsatz erhöhte sich hingegen nur um 0,5 Prozent. Besonders die Playstation aber auch Kamerasensoren sorgten für ein gehöriges Plus.

Die Umsätze stiegen nicht mehr so stark, weil die Smartphones sich nicht besonders gut verkaufen und deshalb die Kamerasensoren, die Sony auch Konkurrenten verkauft, sich nicht mehr so gut absetzen lassen. Die eigenen Smartphones verkaufen sich nicht besonders gut.

Dennoch erzielte die Mobilsparte mit 24,1 Milliarden Yen (184 Millionen Euro) einen deutlich höheren Gewinn durch eine stärkere Ausrichtung auf höherpreisige Geräte, begleitet von Einsparungen bei Marketing sowie Forschung und Entwicklung.

Den Gewinn beflügelten aber insbesondere der schwache Yen sowie die erfolgreiche Spielesparte, die mit Hardware und Software 587,1 Milliarden Yen (4,5 Milliarden Euro) und damit 10,5 Prozent mehr Einnahmen als im Vergleichsquartal des Vorjahrs erzielte. Sony konnte kürzlich über 35 Millionen verkaufte Playstation 4 melden.

Für weiteren Aufschwung könnte in diesem Jahr die Markteinführung des Virtual-Reality-Headsets Playstation VR sorgen, die Sony für den 30. Juni angekündigt hat. Die weltweite Installationsbasis von fast 36 Millionen Playstation 4 bedeuten für seine VR-Lösung einen großen Vorteil gegenüber Konkurrenzprodukten wie Facebooks Oculus Rift, die einen kostspieligen High-End-PC voraussetzen. Die Marktforscher von IHS erwarten 7 Millionen verkaufte VR-Headsets bis Ende 2016 – und bis 2020 sogar einen 2,6 Milliarden Dollar schweren Markt mit 37 Millionen verkauften Headsets.

Auch Sony Pictures überzeugte mit einem um 26,9 Prozent auf 262,1 Milliarden Yen (2 Milliarden Euro) gesteigerten Quartalsumsatz. Dazu trugen an der Kinokasse erfolgreiche Filme wie Spectre und Hotel Transylvania 2 bei. „Spiele, Musik und Filme können jetzt aushelfen, wenn das Elektronikgeschäft nicht so gut läuft“, zitiert Bloomberg den Fondsmanager Yoshihiro Nakatani von Asahi Life Asset Management.

Das ertragreiche Playstation-Geschäft will Sony mit dem Netzwerkgeschäft zum 1. April 2016 unter einem Dach zusammenfassen. Die Geschäftsbereiche Sony Computer Entertainment (SCE) und Sony Network Entertainment International (SNEI) sollen zur neuen Geschäftseinheit Sony Interactive Entertainment fusionieren. Laut Sony bezweckt das eine verbesserte Servicequalität für die Nutzer. Die Neugründung wird ihren Hauptsitz im kalifornischen San Mateo haben, mit weiteren Niederlassungen in Tokio und London. Sony Interactive Entertainment (SIE) umfasst dann die Bereiche Hardware, Software, Inhalte und Netzwerkdienste für die Playstation. Präsident und weltweiter CEO des neuen Unternehmens wird Andrew House, der bisher Sonys Videospielegeschäft geleitet hat.

Tags :Quellen:Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de

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