Sen.se Habits erzieht uns „gute Gewohnheiten“ an

(Bild: Sen.se)

Mit den Sensoren des Mother-Systems lassen sich nach Senioren nun auch eigene Haushaltsaufgaben überwachen. Per App soll dadurch vermieden werden, regelmäßige Arbeiten wie das Gießen von Blumen oder Ähnliches zu vergessen.

Zum Mother-System zählen kleine Sensoren, die an Haushaltsgegenstände wie Gießkannen oder andere Behälter angebracht werden können. Sie kommunizieren mit einer Basisstation, die sich im WLAN des Haushalts befinden muss, um die Daten an die App auf den Mobilgeräten zu schicken.

Das System ist relativ einfach zu installieren und kann individuell angepasst werden, etwa durch das Hinzufügen von Sensoren an unterschiedlichste Objekte wie Musikinstrumente oder die Anpassung der Aufgabe eines Sensors. So kann in der App eingestellt werden, ob ein Sensor beispielsweise darauf achten soll, dass die Gießkanne alle zehn oder vier Tage einmal ordnungsgemäß verwendet wird, um die Pflanzen zu gießen.

Wird das Gießen über die  entsprechende Anzahl an Tagen hinweg vergessen, so erhält man eine Mitteilung aufs Mobilgerät – per SMS, E-Mail, Telefonanruf – oder auch als akustischen Alarm der Basisstation im Haus. Die Sensoren können in ihrer Analyse übrigens ziemlich fein eingestellt werden. So kann ein einfaches Anheben der Gießkanne, etwa um sie zur Seite zu stellen, nicht schon als Gießen der Pflanzen gewertet werden. Wer zum Beispiel fünf Blumentöpfe besitzt, kann die geschätzte Mindestdauer fürs Gießen einspeichern und sicherstellen, dass es zu möglichst keinen Fehlanalysen kommt.

Da die eigene Bilanz in der App „Pocket Mother“ visualisiert wird und Fehler trotz allem nicht ausgeschlossen sind, kann auch eine manuelle Korrektur der Aufzeichnung durchgeführt werden. Ebenso können alle bevorstehenden Aufgaben eingesehen werden und sich auf Wunsch schon kurz vor dem nächsten Termin eine darauf hinweisende Nachricht zugesandt werden.

(Bild: Sen.se)

Die Sensoren (Motion Cookies) und die Mother-Basisstation in der Form einer Matroschka. (Bild: Sen.se)

Eigentlich sollten wir unser Pflichtbewusstsein und Erinnerungsvermögen nicht an technologische Systeme auslagern, wir könnten es ja schließlich noch einmal benötigen. Irgendwann. Vielleicht. Die offizielle Intention von Sen.se Habits deutet zumindest auf den Versuch hin, dieses Vermögen zu fördern, so heißt es seitens des Herstellers „Legen Sie sich gute Gewohnheiten zu!“.

Durch die regelmäßigen Erinnerungen beim Vergessen einer Aufgabe soll man also implizit dazu erzogen werden, eigenständig an seine Pflichten, etwa das Füttern von Haustieren oder Fischen, zu denken. Irgendwie schade, dass uns dabei noch/wieder geholfen werden muss.

Über Mother: Sensoren analysieren auch Senioren

Manchmal geht es aber leider nicht anders, zum Beispiel bei Personen mit Demenz. Viele bisherigen Angebote von Sen.se richten sich deshalb ebenfalls zu einem großen Teil an Senioren mit geschwächtem Erinnerungsvermögen. Die neue Habits-Reihe könnte auch, aber nicht nur, in diesem Segment Kunden finden. Schließlich können Familienangehörige damit aus der Ferne überwachen, ob Senioren – um beim alten Beispiel zu bleiben – ihre Blumen gegossen haben.

Einen Einblick in mehr mögliche Anwendungen gibt das unten sichtbare Video. Das Basisset mit einer Mother-Station und vier Sensoren kostet 290€, ein Set mit vier 4 zusätzlichen Sensoren 155€.

A day in the life of Sensemother from Sen.se on Vimeo.

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