Project Ara im Benchmark-Test gesichtet

(Bild: NetMediaEurope)

Von Googles modularem Smartphone Project Ara hat man lange nichts mehr gehört. Jetzt ist ein erstes Ara-Gerät in einem Benchmark-Test aufgetaucht. Überraschenderweise wird beim Display aber keine für Smartphones übliche Diagonale, sondern 13,8 Zoll angeführt. Arbeitet Google etwa an einem modularen Tablet?

Google Project Ara

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Google Ara Yess-1

Vermutlich nicht, wie die Webseite Tabletmonkeys anmerkt. Wahrscheinlich handle es sich hierbei nur um die Displaygröße eines Gerätes, das zum Benchmarken des Project Ara verwendet wurde. Google hat ein Project-Ara-Tablet bislang auch noch mit keinem Wort erwähnt.

Der GFXBench führt das Gerät unter der Modellnummer A8A01. Es ist mit einem Qualcomm-Snapdragon-810-Prozessor ausgestattet, dem 3 GByte RAM zu Seite stehen. Der intere Speicher beträgt wohl 16 oder 32 GByte. Die Kamera löst mit verhältnismäßig mageren 4,8 beziehungsweise 0,3 Megapixel auf. Als Betriebssystem wird Android 6.0 angegeben. Ob es sich dabei um ein Gerät, handelt das mit dieser Hardware in den Handel kommen wird, ist nicht klar.

Zuletzt hatte Google im August 2015 verkündet, dass es den Testlauf von Project Ara in Puerto Rico nicht wie geplant durchführen wird. Es sei auf der Suche nach neuen Verfahren, um einen höheren Zusammenhalt der Module gewährleisten zu können. Die Einführung der modularen Smartphones sollte erst 2016 erfolgen. Der erste Test sollte dann voraussichtlich in den USA statt in Puerto Rico durchgeführt werden. Womöglich steht der Testlauf nun kurz bevor.  Bei dem im Benchmark gesichteten Project-Ara-Device könnte es sich demnach um ein Testgerät handeln.

(Screenshot: Übergizmo)

(Screenshot: Übergizmo)

Der Grundgedanke von Project Ara ist, Nutzern eine Möglichkeit zu geben, ihr Smartphone selbst zusammenzustellen. So könnte die Kamera von einer Firma, das Display von einer anderen und das Zentralmodul mit der CPU von einer dritten kommen. Anwender können sich auch für eine Tastatur, eine bessere oder zusätzliche Kamera, einen besonders ausdauernden oder einen zweiten Akku entscheiden. Zum Start will Google 20 bis 30 Module diverser Hersteller anbieten können.

Defekte Module lassen sich wechseln, und um eine bessere Kamera zu bekommen, ist dann nicht mehr gleich ein Neukauf des kompletten Geräts notwendig. Google erwartet eine Nutzungsdauer von bis zu sechs Jahren. Die Entwicklung von Project Ara begann bei Motorola in dessen Forschungsabteilung Advanced Technology and Projects (ATAP), die nicht mit an Lenovo verkauft wurde.

Lies auch: GOOGLE PROJECT ARA VERSAGT IM DROPTEST

Tags :Quellen:GFXBenchVia:Tabletmonkeys
  1. Hallo,

    eine Art Phablet vom Ara wäre doch super!

    Ich warte eh auf die Maxi‐Version des Ara.
    13.8″ wäre vielleicht etwas groß (…zum Telefonieren – aber man könnte auch via Headset telefonieren, also kein Problem).

    1 großes Gerät wäre sicher vielseitiger einsetzbar.

    LG
    JoDa64

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