Bildprogramm Picasa wird von Google Fotos ersetzt

(Bild: Shutterstock)

Google hat sich entschieden den Bilderdienst Picasa endgültig durch Google Fotos zu ersetzen. Ab dem ersten Mai wird Picasa nicht mehr verfügbar sein. Google schließt sowohl die Desktopanwendung, wie auch die Webalben. 

Google hat die endgültige Beendung des Dienstes Picasa zur Bilderspeicherung und Bearbeitung bekannt gegeben. Laut einem Blogeintrag ist ab dem ersten Mai nur noch der Nachfolger Google Fotos nutzbar. Grund soll das Fokussieren auf nur einen Bilderdienst sein. Schon seit drei Jahren leitet Google beim Aufruf der Picasa-Webalben Nutzer auf Google Fotos um.

„Nach reiflicher Überlegung haben wir entschieden, Picasa in den kommenden Monaten einzustellen, um uns mit Google Fotos ganz auf einen Fotodienst zu konzentrieren“, schreibt Anil Sabharwal, Chef von Google Fotos, in einem Blogeintrag. „Wir glauben, dass wir ein wesentlich besseres Erlebnis schaffen können, indem wir uns auf einen Dienst konzentrieren, der mehr Funktionen bieten und auf mobilen Geräten und Desktops funktioniert, statt unsere Bemühungen auf zwei unterschiedliche Produkte aufzuteilen.“

Schon seit fast drei Jahren leitet Google nun Nutzer beim Aufruf eines Picasa-Webalbums auf den Nachfolger Google Fotos um. Die Webalben lassen sich aber immer noch über die URL picasaweb.google.com/lh/myphotos?noredirect=1 nutzen. Das soll nun ab dem 1. Mai nicht mehr möglich sein.

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Allerdings bietet Google den verbliebenen Picasa-Fans weiterhin eine Alternative zu Google Fotos an. „Für diejenigen, die Google Fotos nicht nutzen wollen oder die auch künftig in der Lage sein wollen, bestimmte Inhalte wie Tags und Kommentare zu sehen, werden wir eine Möglichkeit schaffen, weiterhin auf die Daten ihrer Picasa-Webalben zuzugreifen. Sie können allerdings keine Alben anlegen, organisieren oder bearbeiten – das müssten Sie jetzt in Google Fotos machen“, ergänzte Sabharwal.

Den Support für die Picasa-Anwendung stellt Google schon am 15. März ein. Die Anwendung lässt sich laut Google aber weiterhin nutzen – es wird aber keine Updates oder neuen Funktionen mehr geben. Zudem müssen Entwickler künftig auf einige Funktionen des Picasa-API verzichten. Details dazu finden sich auf der Google-Website.

Google

Die Einstellung von Picasa sollte für die meisten Nutzer keine Überraschung sein. Das letzte Update für die Desktop-Anwendung wurde mit der Version 3.9 im Dezember 2011 veröffentlicht. Im April 2012 schaltete Google zudem den Web Album Uploader für Mac OS X und das Picasa Web Album Plug-in für iPhoto ab. Parallel baute Google die Fotofunktionen seines sozialen Netzwerks Google+ aus.

Im Mai 2015 lagerte es diese Funktionen schließlich in den Dienst Google Fotos aus, der im Gegensatz zu Picasa auch als App für Android und iOS vorliegt. Desktopanwender müssen allerdings auf eine App, die auch lokal gespeicherte Bilder unterstützt, verzichten. Ihnen steht nur ein Desktop-Uploader zur Verfügung – die hochgeladen Bilder können werden anschließend im Browser verwaltet.

Tags :Via:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDnet.de

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