Infineon-Chef: Das große Ding nach dem Smartphone fehlt

(Bild: Samsung)

Nach dem Smartphone kam.. nichts Großes mehr. Dieser Meinung ist Infineon-Chef Reinhard Ploss und hat natürlich auch die Sorge, dass die Chiphersteller nicht mehr genug zu tun haben.

Infineon-Chef Reinhard Ploss fehlt die nächste große Hardware-Revolution nach der Erfindung des Smartphones. „Die Rally bei den Smartphones ist im Moment vorbei“, sagte Ploss im Interview dem Nachrichtenmagazin Focus. Infineon gehörte früher einmal zu Siemens.

Das Nachrichtenmagazin berichtet, dass die Marktaussichten bei einzelnen Chipherstellern schlecht sind und zu zu hohen Umsatzrückgängen geführt haben. Das Marktforschungsinstitut Gartner hat berechnet, dass 11 von 25 Halbleiterfirmen im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr mit Rückgängen rechnen müssen.

2015 gab es außerdem eine größere Konsolidierungswelle. Ploss sieht Gefahren für die Chip-Hersteller, die vor allem künftig auf fahrerlose Autos und die computergesteuerte Industrie setzen und befürchtet einen härteren Wettbewerb.

„Gefährlichen Wettbewerb sehen Sie in der Regel nicht auf der gleichen Straße, auf der Sie fahren“, sagte Ploss zu Focus. Wettbewerb käme eher plötzlich wie ein Auto aus der Seitenstraße, mit der vorher niemand gerechnet hätte. Darauf müssten die Anbieter gefasst sein. Infineon hatte selbst 2015 den US-Konkurrenten International Rectifier für zwei Milliarden Dollar übernommen.

Wegen der steigenden Zahl intelligenter Autos, den Hybridfahrzeugen und dem wachsenden Chip-Einsatz in Fabriken rechnet Ploss für Infineon in diesem Jahr mit einem Wachstum um acht Prozent im Kerngeschäft.Vielleicht sind ja autonome Autos das nächste große Ding. Bis dahin wird aber noch viel Zeit ins Land gehen. Nicht für jeden Chiphersteller wird das reichen.

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