Microsoft Surface Book seit heute im Handel [Hands-On-Video]

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Microsoft hat sein bereits im Oktober 2015 in den USA präsentiertes Surface Book nun auch in Deutschland vorgeführt. Auf einem Event in München konnten wir das erste Notebook von Microsoft in die Hand nehmen und uns einen ersten Eindruck des Gerätes verschaffen. 

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Microsoft Surface Book

[UPDATE 18.02.16] Seit heute gibt es das Microsoft Surface Book im Handel. Wer jedoch zuschlagen will, muss tief in die Tasche greifen. Zwischen 1.650 und 2.9120 Euro soll das Surface Book kosten.

Das Microsoft Surface Book im Hands-On:

Das Microsoft Surface Book kommt diese Woche in Deutschland in den Handel. Ab dem 18. Februar könnt ihr es über Microsofts Webseite kaufen. Wer es schon vorbestellt hat, kann sich ab Donnerstag auf die Lieferung freuen. Preislich beginnt das Microsoft Surface Book bei 1649 Euro. Für das Geld erhaltet ihr die Version mit Core-i5-CPU, 8 GByte RAM und 128 GByte SSD-Speicher. Mit einer größeren 256 GByte SSD und Nvidia-GPU kostest das Gerät 2069 Euro. Ein Upgrade auf einen Core i7 schlägt mit insgesamt 2319 Euro zu Buche. Die in Deutschland erhältliche Top-Konfiguration mit Core-i7-CPU, 16 GByte RAM, 512 GByte SSD und Nvidia-Grafik ist für 2919 Euro erhältlich. Das absolute Spitzenmodell mit 1 TByte Speicher gibt es bei uns leider nicht zu kaufen.

Design

Das Microsoft Surface Book kommt mit einem schicken silbernen Gehäuse, das wie beim Surface Pro aus einer Magnesium-Legierung besteht. Das Gehäuse macht einen sehr stabilen und auch verwindungssteifen Eindruck. Die Abmessungen betragen 232,1 mal 312,3 mal 13,0 bis 22,8 Millimeter. Mit einem Gewicht von gut 1,5 Kilogramm ist das Surface Book allerdings recht schwer. Dafür hat es aber auch einen soliden Stand. Das Display lässt sich meist problemlos mit einer Hand öffnen.

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Im zugeklappten Zustand schließen Display und Basis allerdings nicht ganz ab, sodass im hinteren Bereich stets ein Zwischenraum bleibt, der beim Transport in der Tasche oder im Rucksack womöglich für eine verstärkte Ansammlung von Schmutz sorgt. Schick sieht es aber trotzdem aus.

Display

Das Display des Surface Book macht auf den ersten Blick einen ziemlich guten und auch scharfen Eindruck. Dank verhältnismäßig dünner Displayränder weiß auch das Design des Screens zu gefallen.

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Das Notebook kommt mit einem 13,5 Zoll großen PixelSense-Bildschirm mit einer Auflösung von 3000 mal 2000 Bildpunkten, was einer hohen Pixeldichte von 267 ppi entspricht. Damit kommt die Schärfe des Surface Book schon an so manch ein Smartphone heran. Den Kontrast gibt Microsoft mit 1800:1 an. Zudem stellt die Anzeige 100 Prozent des sRGB-Farbraumes dar.

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Das Display ist zugleich ein 10-Punkt-Multitouchscreen und lässt sich auch mit dem Surface Pen ansteuern, der übrigens magnetisch an der Seite des Bildschirms verstaut werden kann. Geschützt ist die Anzeige von Gorilla Glas. Das Bildformat ist wie beim Surface Pro 4 3:2.

Dynamic-Fulcrum-Scharnier

Die Besonderheit des Surface Book ist sein sogenanntes Dynamic-Fulcrum-Scharnier. Drückt ihr auf der Tastatur die entsprechende Taste könnt ihr das Display ablösen und es als Tablet verwenden. Der Mechanismus erinnert an das Toshiba Portégé Z20t, funktioniert hier aber elektronisch. Zudem ist das Scharnier sehr solide, sodass hier nichts wackelt oder wippt, wenn man das Notebook auf dem Schoß verwendet oder auf den Touchscreen tippt. Das Surface Book vermittelt trotz Detachable-Funktion echtes Notebook-Feeling.

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Der Vorteil gegenüber einem reinen Umklappen des Displays ist, das die Tastatur nicht mehr mit am Gerät hängt und das Tablet damit nicht unnötig schwerer und dicker macht, wenn man es beispielsweise auf dem Schoß nutzen will. Die Tablet-Einheit kommt dann nur auf 220,2 mal 312,3 mal 7,7  Millimeter, womit sie sogar noch dünner ist als das neue Surface Pro 4. Das Gewicht ist mit 726 Gramm ebenfalls etwas geringer. Außerdem lässt sich das Display auch verkehrt herum auf das Keyboard stecken, sodass man es im Standmodus beitreiben kann.

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Darüber hinaus bietet Microsoft euch aber auch noch zusätzlich die Möglichkeit, das Display – wie von Lenovo-Convertibles bekannt – um 360 Grad umzuklappen, wenn man es beispielsweise auf dem Tisch oder als Clipboard verwendet. Zudem hat dies den Vorteil, dass ihr auch im Tablet-Modus auf eine dedizierte Grafikkarte zurückgreifen könnt, die in der Tastatur-Einheit verbaut ist und sonst nicht zum Einsatz kommt.

Bedienung

Die vollwertige und hintergrundbeleuchtete Tastatur ist laut Microsoft dank perfekten Druckpunkten besonders komfortabel. Im ersten Test ließ es sich mit ihr auch sehr gut schreiben. Auch das 5-Punkt-Glas-Trackpad erlaubt ein sehr präzises Arbeiten.

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CPU und Grafik

Im Gegensatz zu vielen Notebook-Tablet-Hybriden anderer Hersteller hat das Surface Book richtig Power unter der Haube. Microsoft setzt nicht auf den lüfterlosen Intel-Core-M, sondern die leistungsstärkeren Core-i-Prozessoren – natürlich der 6. Generation Skylake. Zur Wahl stehen Konfigurationen mit Core i5 oder i7.

Die integrierte Intel-HD-520-Grafik der Tableteinheit lässt sich optional um einen dedizierten GeForce-Grafikchip von Nvidia mit 1 GByte GDDR-Speicher erweitern. Dieser sitzt dann in der Tastatur. Bei dem Grafikchip handelt es sich um eine speziell für das Surface Book angefertigtes Modell. Microsoft will die GPU-Performance mit Hilfe der Expertise seiner Xbox-Sparte optimiert haben. Die Leistung entspricht Microsoft zufolge in etwa der einer GeForce 940M. Wer wissen will, wie Spieletauglichkeit das Surface Book damit ist, der kann einen Blick auf diesen Artikel unserer Schwesterseite CNET.de werfen.

RAM und SSD

Der Arbeitsspeicher ist mit wahlweise 8 oder 16 GByte ebenfalls ordentlich bemessen. Für normale Anwender dürfte aber auch die Konfiguration mit 8 GByte ausreichend sein. Für System und Daten kann wahlweise eine SSD mit 128, 256 oder 512 GByte Speicher integriert werden. Es gibt zwar auch noch ein Modell mit 1 TByte Speicher, dieses ist in Deutschland bislang aber nicht erhältlich.

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Akkulaufzeit

In der Tablet-Einheit steckt ein Akku mit 18 Wh, 7.5 V und 2387 mAh. Dieser versorgt das Gerät im Tablet-Mode für bis zu vier Stunden mit Strom, was natürlich deutlich weniger ist als bei einem Surface Pro 4. In der Basis steckt allerdings nochmal ein Akku mit 51 Wh, 7,5 V und 6800 mAh. Laut Microsoft kommt ein Model mit Core i5 dadurch auf eine Akkulaufzeit von bis zu 12 Stunden bei der Videowiedergabe. Geladen wird das Surface Book über den SurfaceConnect-Port.

Anschlüsse & Kommunikation

Neben zwei vollwertigen USB-3.0-Anschlüssen verfügt das Microsoft-Notebook über einen SD-Kartenleser und einen 3,5-mm-Kopfhöhereranschluss. Ein externes Display kann das Surface Pro über einen Mini DisplayPort ansteuern. Darüber hinaus unterstützt es Dual-Band-WiFi (2×2 MIMO) nach dem Standard 802.11ac, WLAN IEEE 802.11 a/b/g/n  sowie Bluetooth 4.0. Außerdem sind ein Umgebungslichtsensor, ein Beschleunigungsmesser, ein Gyroskop und ein Magnetsensor integriert.

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Kamera & Sound

Die rückseitige Kamera löst 8 Megapixel auf. Videotelefonate ermöglicht eine 5-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite, die wie beim Surface Pro 4 zu Windows Hello kompatibel ist und einen Login per Gesichtserkennung ermöglicht.

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Für die Soundausgabe sind Front-Stereo-Lautsprecher mit Dolby-Audio-Support an Bord, die fast unsichtbar an den Rändern des Displays versteckt sind. Zur Aufnahme wurden zwei Mikrofone auf der Vorder- beziehungsweise Rückseite verbaut.

Software

Als Betriebssystem ist Windows 10 Pro vorinstalliert. Für Sicherheit auf Enterprise-Ebene sorgt wie beim neuen Surface-Tablet ein TPM-Chip.

Fazit

Mit dem Surface Book hat Microsoft ein richtig spannendes und vielseitiges Notebook-Tablet-Kombi-Gerät entwickelt, das leider aber auch einen sehr hohen Preis hat. Dafür bekommt man jedoch auch ein Gerät, das stabiler und leistungsfähiger ist als die meisten Convertibles oder Detachables der Konkurrenz.

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