Adobe repariert amoklaufenden Creative Cloud Installer

(Bild: Adobe)

Mit einem fehlerhaften Mac-Update für die Creative Cloud hat sich Adobe wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Es löschte kurzerhand Dateien in einem Ordner des Anwenders. Ein Update des Updates macht das nicht mehr, doch die Daten sind weg.

Adobe hat einen neuen Installer für den Creative Cloud Desktop veröffentlicht. Das teilte das Unternehmen in einem lapidaren Blogeintrag mit. Ein vorher veröffentlichtes Update mit der Versionsnummer 3.5.0.206 musste zurück gezogen werden, weil es unabsichtlich Daten von Mac-Nutzern löschte.

Nutzer sollen die Aufforderung zur Installation des Updates innerhalb von 24 Stunden sehen. Wahlweise ist auch der direkte Download und die Installation des Updates für Mac (Version 3.5.1.209) möglich. Auch für Windows steht eine aktualisierte Version bereit, obwohl der Lösch-Bug hier nicht auftrat. Bei Mac OS X hingegen konnte es vorkommen, dass ein Skript den Inhalt des in alphabetischer Reihenfolge ersten Ordners im Root-Verzeichnis eines Macs löschte. „In einer kleinen Anzahl von Fällen könnte der Updater fälschlicherweise einige Dateien aus dem Root-Verzeichnis des Systems mit den Schreibrechten des Nutzern gelöscht haben“, räumt Adobe vorsichtig ein.

Der Softwarehersteller bedankt sich bei Backblaze, einem Anbieter von Backup-Diensten, für die Hilfe beim Aufspüren des Problems. Die Kunden dieses Unternehmens waren offenbar besonders häufig betroffen, da seine Anwendung Daten in einem versteckten Ordner mit dem Namen „.bzvol“ ablegt, der alphabetisch sortiert oftmals der erste Ordner im Root-Verzeichnis ist.

„Das hat viele Kunden verärgert“, sagte Yev Pusin, Marketing Manager von Backblaze. In mehreren Videos demonstrierte das Unternehmen, wie Adobe Creative Cloud Dateien von einer Mac-Festplatte löschte – unter anderem aus einem neu angelegten Ordner mit dem Namen „.a“, der vor dem von der Backblaze-Anwendung erzeugten Systemordner liegt.

Auch viele Creative-Cloud-Nutzer, die Backblaze nicht einsetzten, vermissten offenbar den Inhalt eines Ordners namens „.Document-Revisions-V100“. Er ist für Daten vorgesehen, die Mac OS X für die automatische Speicherung von Dokumenten und den Versionsverlauf benötigt. Betroffen sollen auch Nutzer gewesen sein, die Leerzeichen in Namen von Ordnern verwenden, da diese in der Sortierung unter Umständen ebenfalls an erster Stelle erscheinen können.

Tags :Quellen:Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de

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