Erstmals trägt ein Patient während einer Operation eine VR-Brille

(Foto: Shutterstock)

Bei manchen Gehirnoperationen muss der Patient wach sein. Das ist etwa dann der Fall, wenn ein Tumor entfernt wird, der nahe an Gehirnregionen liegt, die für die Steuerung von Sprache, Bewegung oder Sicht verantwortlich sind. Jetzt wurde ein Patient am Gehirn operiert, der dabei nicht nur wach war, sondern auch eine VR-Brille trug.

Die Operation fand in Paris statt und stellt eine Weltpremiere dar. Neurochirurg Philippe Menei erklärt, was es damit auf sich hat: „Indem wir für den Patienten eine komplexe künstliche Welt schaffen, konnten wir bestimmte Gebiete und Verbindungen in seinem Gehirn vermessen; diese stehen mit Funktionen in Verbindung, die wir bislang auf dem OP-Tisch nicht so einfach testen konnten.“

Indem kontrolliert wurde, was der Patient sieht, konnten ihn die Ärzte in bestimmte Situationen versetzen und sehen, wie er darauf reagiert. „Wir haben leuchtende Objekte im Sichtfeld des Patienten erscheinen lassen“, so Menei. So konnte dem Patient ein Tumor entfernt werden, der das Sehzentrum zu beschädigen drohte, ohne dass er sein Augenlicht verlor.

Tags :Via:ubergizmo.com

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