Zwei-Faktor Authentifizierung jetzt auch bei Instagram

(Bild: Instagram)

Aus Sicherheitsgründen hat nun auch Instagram mit der Einführung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung angefangen. Damit sollen Accounts vor Hackern besser geschützt werden. Notwendig für die freiwillige Maßnahme ist lediglich ein Handy, das SMS empfangen kann.

Für Instagram-Nutzer wird die Welt bald sicherer, zumindest was ihren Account beim Bilderdienst angeht. Instagram führt nämlich ebenfalls die Zwei-Faktor Authentifizierung ein, die ihr vielleicht auch von Google her kennt. Dazu braucht ihr ein Telefon, das SMS empfangen kann und natürlich eine Rufnummer, die ihr bei Instagram eintragt.

Beim Login kommt dann sozusagen der zweite Schlüssel per SMS. Die Maßnahme ist noch nicht bei allen Anwendern sofort verfügbar, weil Facebook sie nach und nach freischaltet, wie TechCrunch berichtet.

Konten bei Instagram haben durch den Erfolg des von Facebook übernommenen Fotodiensts an Wert gewonnen. Ein Angreifer könnte über ein fremdes Konto Spam und Malware-Links verteilen sowie natürlich Bilder des Anwenders löschen. TechCrunch zitiert das Beispiel des Instagram-Stars Rachel Ryle, die nach einem erfolgreichen Hack 35.000 Abonnenten und einen hochdotierten Sponsorenvertrag verlor.

Facebook selbst bietet seit mehr als vier Jahren eine Zwei-Faktor-Authentifizierung an. Vergleichsweise spät war hingegen Apples iCloud dran, das diese Technik 2014 einführte – aber immer noch ein Jahr vor Amazon, das erst im November 2015 nachzog. Auch Dropbox, Google, LinkedIn, Microsoft, PayPal und Twitter ermöglichen eine solche Absicherung.

Als zweiter Faktor für die Authentifizierung kann neben einer SMS oft auch eine spezielle App dienen, beispielsweise Google Authenticator für Android, Sophos Authenticator für Android und iOS sowie Microsoft Authenticator für Windows Phone. Üblicherweise können Nutzer ihre eigenen Geräte als vertrauenswürdig einstufen. Auf ihnen wird dann kein Verifizierungscode abgefragt.

Instagram hatte im Januar 9 Millionen deutsche Nutzer gemeldet – eine Ausnahme, denn soziale Netze wie Facebook und Twitter halten sich meist mit Angaben zu ihrer regionalen Nutzung zurück. Facebooks Foto-Sharing-Dienst fällt schon länger durch sein schnelles weltweites Wachstum auf. Im September 2015 überholte er in dieser Hinsicht Twitter.

Mit ein Grund für das Wachstum war die Aufgabe der Größenbeschränkung auf 640 mal 640 Pixel fünf Jahre nach der Einführung im Sommer 2015. Instagram erhöhte die Bildauflösung zu diesem Zeitpunkt auf 1080 mal 1080 Pixel. Der 2010 gestartete Service war 2012 von Facebook für 715 Millionen Dollar übernommen worden.

Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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