Microsoft: Video-App soll Inhalte für HoloLens erzeugen

HoloLens (Bild: Microsoft)

Jede Computerbrille benötigt Inhalte, damit die Anwender sie auch nutzen können. Microsoft will für seine Mixed-Reality-Brille HoloLens nun eine Video-App namens Actiongram entwickeln, die Filmmaterial für die Brille aufbereitet.

Was sollen sich Besitzer von Computerbrillen und der Mixed-Reality-Brille HoloLens eigentlich auf dem teuren Gerät ansehen? Diese Frage wird für die Hersteller mittlerweile zur Herausforderung, wenn die die Geräte nicht als reine Spiele-Hardware verkaufen wollen. Das will Microsoft definitiv nicht und arbeitet nach einem Bericht von The Walking Cat an einer Video-App, die Ende Februar 2016 gezeigt werden soll.

Der Codename lautet „Project Burbank“. Demnach waren ausschließlich für HoloLens-Tester bestimmte Unterlagen vorübergehend allgemein zum Download verfügbar. Inzwischen scheint Microsoft den Zugriff unterbunden zu haben.

Bisher war nicht einmal bekannt, dass die Entwicklerversion der Brille schon in den Händen der ersten Tester ist. Microsoft hatte nur angekündigt, sie im ersten Kalendervierteljahr 2016 auszuliefern. Interessenten zahlen 3000 Dollar für ein Exemplar.

Ziel der Freigabe von Actiongram ist es den Unterlagen zufolge „nicht, die Brille zu testen“, wie Microsoft schreibt, sondern ihre Fähigkeiten „zu demonstrieren und zu dokumentieren“. Den Namen Actiongram hatte sich Microsoft schon im Sommer schützen lassen, zusammen mit anderen Namen aus dem HoloLens-Umfeld.

Der enthaltene Zeitplan, der den 29. Februar als Releasetermin für die App nennt, enthält noch weitere Daten. So begann die Beta 1 genannte Phase Anfang Februar und dauert bis 31. März. Von Anfang April bis Ende Mai soll eine weitere geschlossene Testphase laufen, aber mit erweitertem Teilnehmerkreis. Von Juni bis Ende Oktober 2016 sieht Microsofts Zeitplan zudem einen öffentlichen Betatest der App vor.

In den Dokumenten wird auch auf eine Bluetooth-Fernbedienung Bezug genommen. Konkrete Angaben dazu gibt es aber nicht. Sie dürfte als Ersatz für Gesten als Bedienform sein.

Unklar ist bis auf wenige kurze Teaser von Microsoft-Mitarbeitern weiter, wie HoloLens-Videos eigentlich aussehen werden. In einem für Actiongram-Nutzer bestimmten Video ist zudem immerhin ein kurzer Blick auf das ins Gesichtsfeld eingeblendete Startmenü von HoloShell möglich.

Mitte Januar hatte Microsoft bestätigt, dass die Brille HoloLens bei typischer Nutzung bis zu 5,5 Stunden durchhält. Bei intensivem Einsatz sind es aber nur etwa 2,5 Stunden. Es sagte auch, dass das Sichtfeld der Brille der Ansicht auf einem 15-Zoll-Monitor aus rund 60 Zentimetern Entfernung entspricht.

Tags :Quellen:ZDNet.comVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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