Googles DeepMind befasst sich mit einem Medizinprojekt um Kliniken zu unterstützen

(Bild: Shutterstock)

Google hat eine Abteilung für künstliche Intelligenz (KI) namens DeepMind. Diese Abteilung startet nun ein Medizinprojekt um Klinikpersonal mit aktuellen Informationen zu Patienten zu versorgen. DeepMind Health soll zahlreiche Apps hervorbringen, um Risikopatienten zu priorisieren.

Google hat angekündigt, dass seine KI-Abteilung DeepMind sich nun mit einem Medizinprojekt befasst. Bisher arbeitete die Abteilung an einem Projekt zum fernöstlichen Brettspiel Go. Mit DeepMind Health sollen nun Apps entwickelt werden zur Unterstützung von Klinikpersonal und Ärzten. Der Fokus liegt zunächst auf Nierenverletzungen.

DeepMind Health soll Ärzten dabei helfen Risikopatienten zu identifizieren. Zu diesem Zweck stellt es ab sofort eine App namens Streams bereit, die Klinikpersonal jederzeit aktuelle Informationen zu Patienten liefern soll. Eine Möglichkeit, Patienten zu priorisieren und in Gruppen aufzuteilen, wird folgen. Zu diesem Zeitpunkt könnten auch erstmals Algorithmen für Maschinelles Lernen eingreifen und aus den Daten Risiken zu extrapolieren versuchen, denn zunächst fehlt der App Streams ein solches Element.

„Es ist noch zu früh, um sagen zu können, wo KI hier angewandt werden könnte“, heißt es in der Beschreibung. Die eigentliche Klinik-App hat Googles Abteilung nicht entwickelt, sondern zugekauft: Sie basiert nämlich auf der App Hark des Imperial College London und liegt bisher ausschließlich für iOS vor.

Hier ein Video zu DeepMind Health:

Ebenfalls in London wird DeepMind das Programm testen, nämlich am Royal Free Hospital London, in Zusammenarbeit mit dem staatlichen National Health Service. Zuvor hatte die Universität ein Pilotprojekt an einem weiteren Londoner Krankenhaus durchgeführt, dem St Mary’s Hospital, wo es damit Pager ersetzte und eine 37 Prozent schnellere Reaktionszeit ermittelte.

Das Projekt sichert zu, dass seine Entwicklungen immer offen und interoperabel mit anderen Angeboten sein werden. In einer Datenschutzerklärung heißt es zudem, Patientendaten würden stets ausschließlich im Vereinigten Königreich gespeichert und nie mit Google-Konten, -Produkten oder -Diensten verknüpft.

Zuletzt hatte Google DeepMind ein Go-Programm namens AlphaGo entwickelt. Ihm gelang es im Herbst erstmals, einen Profispieler zu schlagen, nämlich den für Frankreich startenden Europameister Fan Hui. Go gilt als weit komplexer zu berechnen als etwa Schach. Für März ist ein Spiel gegen Lee Sedol angesetzt, der den 9. Profi-Dan besitzt.

Tags :Via:Mit Material von Florian Kalenda, ZDnet.de

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