HTC Vive: Die VR-Brille wurde nach 10 Minuten schon 15.000 Mal vorbestellt

(Bild: HTC)

Seit dem 29. Februar kann die VR-Brille HTC Vive vorbestellt werden. Und der Andrang ist offenbar groß: 15.000 Vorbestellungen gingen in weniger als 10 Minuten bei HTC ein. Und das obwohl die VR-Brille mit 799 Dollar teurer ist, als die Brillen der Konkurrenten.

Die Erfolgsmeldung hat Sher Wang, der für die Koordination der Virtual-Reality-Sparte zuständig ist, über Twitter verkündet. „Woah, mehr als 15.000 Exemplare in weniger als zehn Minuten“, schreibt er. Geht man von dem US-Preis von 799 Dollar aus, hat HTC innerhalb von 10 Minuten mal schnell einen Umsatz von 12 Millionen Dollar erwirtschaftet haben. Mit seiner Virtual-Reality-Brille Vive scheint der taiwanische Hersteller HTC also offenbar einen großen Erfolg hinzulegen.

Die HTC Vive wurde in Zusammenarbeitmit dem Spielepublisher Valve entwickelt. Der Vorverkauf startete am 29. Februar um 16 Uhr. Wir müssen in Deutschland knapp 900 Euro für die HTC Vive zahlen.  Zum Lieferumfang gehören zwei kabellose Bewegungscontrollern zur Bedienung, zwei Lichtfeldsensoren zur Erfassung der Position des Nutzers im Raum sowie die drei Virtual-Reality-Applikationen „Job Simulator: The 2050 Archives“ von Owlchemy Labs und „Fantastic Contraption“ von Northway Games und „Tilt Brush“ von Google.

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Für den Betrieb wird ein rund 1.000 Euro teurer PC benötigt, der die Hardware-Anforderungen der VR-Brille erfüllt. Ein Vorteil der HTC Vive gegenüber der für nur 599 Dollar vorbestellbaren Oculus Rift, die einen vergleichbaren Funktionsumfang bietet, ist, dass sich Anwender dank des Tracking-Systems nicht nur in der virtuellen Realität bewegen, sondern auch begrenzt im physischen Raum herumlaufen können. Bei Systemen wie der Oculus Rift, aber auch Sonys Playstation VR oder Samsungs Gear VR müssen Nutzer hingegen sitzen oder stehen.

HTC Vive (Bild: HTC)

HTC hatte vergangene Woche auf dem Mobile World Congress in Barcelona noch eine neue Zusatzfunktion der Vive vorgestellt: Mit Vive Phone Service kann der Nutzer über das VR-Headset Telefonate annehmen, entgangene Anrufe beantworten, SMS empfangen und versenden sowie Kalendereinträge abrufen. Weitere Verbesserungen der Endkundenversion gegenüber des Vorabmodells Vive Pre sind laut der HTC Corporation optimierte Controller mit kabellosem Tracking und haptischem Feedback sowie ein stabileres und nun mit Hinterkopfstütze besser ausbalanciertes Befestigungssystem.

Auch das Display mit 2.160 x 1.200 Bildpunkten Auflösung bei 90 Hz und 110-Grad-Sichtfeld wurde nochmals optimiert und bietet nun unter anderem eine größere Helligkeit. Eine Frontkamera liefert ein kleines Bild der realen Umgebung, um beim Tragen der Brille Kollisionen mit einer Wand oder anderen Hindernissen zu vermeiden.

Auch wenn die Vive in erster Linie als Spielgerät vermarktet wird, betont die HTC Corporation auch die Einsatzmöglichkeiten im Bildungs- oder Gesundheitssektor. Zugleich lasse sich das Headset zum Erzählen interaktiver Geschichten einsetzen, sagte HTCs Chief Content Officer Phil Chen Anfang November auf dem TechCrunch Summit in Peking. Nach eigenen Angaben arbeitet HTC zusammen mit Softwareentwicklern an Inhalten für Unterhaltung, Handel, Bildung, Design, Gesundheitswesen und Automobilindustrie.

HTC will sich künftig mehr auf VR-Produkte als auf Smartphones konzentrieren und hofft damit den fortlaufenden Verlusten des Unternehmens entgegenzuwirken. Im vierten Quartal 2015 schrieb der taiwanische Hersteller zum dritten Mal in Folge rote Zahlen. Der operative Verlust belief sich auf 4,1 Milliarden Taiwan-Dollar (110 Millionen Euro), die operative Marge liegt bei minus 16,1 Prozent.

Unterm Strich steht ein Nettoverlust von 3,4 Milliarden Taiwan-Dollar (91,5 Millionen Euro) oder 4,10 Taiwan-Dollar je Aktie. Im laufenden ersten Quartal will der Hersteller auch seine Marketing-Aktivitäten rund um UA Healthbox, ein in Kooperation mit Under Armour entwickeltes All-in-One-Fitnesssystem, verstärken. Wir haben uns die Healthbox auf dem MWC für euch angeschaut.

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