Popslate 2 ist ein E-Ink-Bildschirm fürs iPhone 6s und 6s Plus

(Bild: Indiegogo)

Mit dem Popslate 2 wurde ein Zusatzbildschirm für das iPhone 6s und das 6s Plus entwickelt, der die stromsparende E-Ink-Technik nutzt, die ihr vielleicht vom Kindle her kennt. Gegenüber dem Vorgänger wurde die Größe nicht nur an die neuen iPhones angepasst sondern auch die Auflösung erhöht.

Popslate 2 heißt eine neue iPhone-Hülle mit E-Ink-Bildschirm, auf dem Informationen angezeigt werden können, die sich der Nutzer merken will – beispielsweise einen Einkaufszettel, Kartenausschnitte, Fahrpläne oder ähnliches, für das das Smartphone nicht jedes mal eingeschaltet werden muss.

Die neue Hülle behebt die Mehrzahl der Kritikpunkte am Vorgänger, enthält nämlich einen Zusatzakku und lässt sich zusammen mit dem iPhone selbst über den Lightning-Port statt per MicroUSB laden.

Der Preis wird 129 Dollar fürs iPhone 6S und 149 Dollar fürs iPhone 6S Plus betragen. Zunächst muss die Herstellung aber per Schwarmfinanzierung gesichert werden. Wer auf Indiegogo dazu beiträgt, kann das Gerät ab 69 Dollar erhalten. Der internationale Versand wird allerdings mit 25 Dollar in Rechnung gestellt.

Für das Geld bekommt man einen 4,3 Zoll beziehungsweise beim Plus-Modell 4,7 Zoll großen E-Ink-Bildschirm, der an der Geräterückseite angebracht wird; das Popslate 2 dient zugleich als robuste Smartphonehülle. Die Auflösung beträgt 200 Punkte pro Zoll (dpi), gegenüber dem Vorgänger mit 4 Zoll und 115 dpi ist also ein deutlicher Fortschritt erkennbar.

Den in die Displayhülle eingebauten Akku kann sie nicht nur selbst nutzen, sondern stattdessen auch die Laufzeit des Hauptgeräts um bis zu 9 Stunden verlängern – oder beim Surfen im Web um bis zu sechs Stunden. Apples eigene Akkuhülle, die wegen ihres Designs in die Schlagzeilen kam, liefert bis zu 18 Stunden zusätzliche Laufzeit bei Internetnutzung, enthält aber natürlich keinen Bildschirm.

Laden per Lightning-Port (Bild: Popslate)Laden per Lightning-Port (Bild: Popslate)Aber auch bei der Funktionalität gibt es wesentliche Verbesserungen. So kann man nun zwischen fünf App-Bildschirmen wechseln, und am unteren Bildschirmrand stehen virtuelle Buttons für Basisfunktionen wie Blättern zur Verfügung. Der Rest des E-Ink-Bildschirms ist nicht Touch-fähig – aber beim Vorgänger konnte man überhaupt nur über einen Button die Anzeige durchschalten. Außerdem lassen sich die iOS-Benachrichtigungen an den Bildschirm schicken. Unter den Funktionen sind E-Reader mit Unterstützung von Project Gutenberg und eine Wallet-App für digitale Dokumente wie Boardingpass oder Zugticket die vielleicht attraktivsten.

Mit dem iPhone selbst kommunizierte das erste Popslate noch über eine Bluetooth-Verbindung. Das ist mit der Neuauflage nicht mehr nötig, die direkt auf den Lightning-Port aufgesteckt wird. Dadurch verkürzt sich die für die Übertragung eines Bildes auf den E-Ink-Bildschirm benötigte Zeit von etwa zwei Sekunden auf 0,1 Sekunden.
(Bild: Indiegogo)
Auch optisch erfolgte eine gründliche Überarbeitung: Die Popslate 2 ist an der Oberfläche leicht gekrümmt. Die maximale Dicke wird mit 4 Millimetern angegeben, während der Vorgänger noch 6,5 Millimeter dick ausfiel. Falls Popslate seinen Zeitplan einhalten kann, beginnt die Auslieferung im Juli 2016. Als Farben werden Weiß und Schwarz erhältlich sein.

Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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