Apple wird von 40 Unterstützern im Streit mit dem FBI gestärkt

(Bild: Apple)

Apple erhält von rund 40 Unternehmen und Organisationen Unterstützung im Kampf gegen das FBI. Die Unterstützer haben einen sogenannten Amicus-Brief geschrieben, in dem sie ihre Solidarität mit Apple bekunden.

In einer Liste, die Recode veröffentlicht hat, ist die Rede von 40 mit Apple solidarischen Organisationen, Firmen und Gruppen. Dazu gehören unter anderem eine Gruppe aus 32 Juraprofessoren (PDF).

Ein sogenannter Amicus-Brief – der eigentlich Amicus Curiae oder „Freund des Gerichts“ heißen müsste, ist im US-Recht eine Eingabe Dritter, die dem Gericht durch Hervorhebung bestimmter Aspekte und fachliche Beratung helfen soll.

Auch bekannte Sicherheitsforscher haben sich für eine Eingabe zusammengetan. Es sind Dino Dai Zovi, Dan Boneh, Charlie Miller, Hovav Shacham, Bruce Schneier, Dan S. Wallach und Jonathan Zdziarski. Ihre Unterstützung war erwartbar – ähnlich wie die von Bürgerrechtsorganisationen wie Access Now, Electronic Frontier Foundation und Wickr Foundation.

Was Technikfirmen angeht, haben AT&T sowie Intel jeweils eigene Erklärungen abgegeben. Auch Airbnb, Atlassian, Automattic, CloudFlare, Ebay, GitHub, Kickstarter, LinkedIn, Mapbox, Medium, Meetup, Reddit, Square, Squarespace, Twilio, Twitter und Wickr stellen sich hinter Apple. Ebenfalls als Gruppe erklärten sich 15 Firmen um Amazon, Cisco, Facebook, Google und Microsoft wie angekündigt für Apples Argumentation.

Apples in der Vergangenheit größter Smartphone-Rivale Samsung hingegen gab zwar eine Erklärung ab, die Privatsphäre der Endanwender sei „extrem wichtig“, und eine Vorschrift für Hintertüren würde das Vertrauen unterminieren, es habe Apple aber keinen Amicus Brief ausgestellt. „Vertrauen in unsere Produkte und Dienste sicherzustellen hat bei uns höchste Priorität“, teilte es Bloomberg mit.

Auch Salihin Kondoker hat sich für Apple ausgesprochen, der Ehemann eines der Opfer des Terroranschlags, dessen Aufklärung das FBI mit der Anweisung an Apple bezweckt, das iPhone 5C von Syed Farook zu entsperren. Farook war einer der Täter, die im Dezember 2015 im südkalifornischen San Bernardino bei einem Anschlag 14 Menschen töteten und 21 weitere verletzen. Kondoker erwartet nicht, dass auf dem Gerät noch wertvolle Daten stecken. Die Privatsphäre sei überdies ein hohes Gut. Er ermutige Apple, bei seiner Weigerung zu bleiben.

Sowohl Apple als auch das FBI streben eine Entscheidung des Kongresses in dem Fall an. Der Interpretation Apples, dass sich der All Writs Act von 1789 nicht auf den Fall anwenden lasse, schloss sich diese Woche schon ein Bundesbezirksrichter an.

Tipp: Wie gut kennst Du Apple? Überprüfe Dein Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de
  1. Meiner Ansicht nach ist es nur Show, die NSA & Co und USA- Firmen nutzt!
    > Schnüfflerdienste wie NSA, täuschen den naiven Nutzer falsche Sicherheit vor.
    > Und Apple und andere USA- Firmen können das schwindende Vertrauen in Hardware und Software von USA- Firmen steigern.
    Wenn aktuell erneut bestätigt wird, das u.a. Apple- Geräte ausspioniert werden, dann laufen viele Kunden weg, und kostet viel Profit.

    Genau betrachtet, müssten schon seit vielen Jahren alle Produkte von durch USA kontrollierten Firmen, in den IT- und Kommunikations- Bereichen, in EU verboten werden.
    Den jede USA Firma ist durch USA Gesetze gezwungen, in ihre Produkte Backdoors und Schadsoftware u.a. für NSA-Ausspähungen einzubauen.
    USA Gesetze zwingen auch USA-Firmen mit Androhung von harten Strafen, darüber Nichts bekannt zu geben. (Maulkorb- Paragraf in „Demokratie“)
    U.a. in Betriebssysteme von Apple, Microsoft, Googels- Android, usw. Aber auch in Hardware, wie iPhone, Motorola, Dlink und viele hunderte weitere.
    Siehe hier PRISM- Liste der bisher bekannten NSA- Schnüffler Starts: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c7/Prism_slide_5.jpg

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising