Vision Next 100: BMW will das intelligenteste Auto bauen

(Foto: BMW)

Tech-Unternehmen werden wohl in ein paar Jahren eine wichtige Rolle in der Automobilindustrie einnehmen. Googles Entwicklungen im Bereich der selbstfahrenden Autos sprechen für sich und Apple arbeitet Berichten zufolge an einem eigenen Elektrofahrzeug. Dies stellt eine Bedrohung für traditionelle Autobauer wie BMW dar, die länger im Geschäft sind als es diese Technologie-Unternehmen überhaupt gibt. Trotzdem müssen sie sich anpassen oder befürchten, überholt zu werden.

In einem Interview mit Reuters hat BMW-Vorstandsmitglied Klaus Froehlich auf dem Genfer Automobilsalon Anfang dieser Woche klar gestellt, dass es eine Kernkompetenz für das Unternehmen sei, das „intelligenteste Auto“ zu haben. „Unsere Aufgabe ist es, unser Geschäftsmodell zu bewahren, ohne uns einem Internet-Player geschlagen zu geben“, so Fröhlich. Sonst wird BMW als ein Foxconn für ein Unternehmen wie Apple enden, das nur die Karosserien für sie liefert, fährt er fort.

BMW hat eine klare Vision, wie es sein Ziel erreichen will. Für den Anfang wird es sein Team verstärken, sodass die Hälfte seiner Forschungs- und Entwicklungsabteilung aus Software-Ingenieuren besteht. Diese werden mit der Entwicklung von KI-Systemen beauftragt sein, die in den autonomen BMWs der Zukunft das Steuer übernehmen werden.

Damit zeigt das Unternehmen, dass es nicht hinter Google oder Apple zurückfallen will und bereit ist, in der autonomen Zukunft mitzuspielen, die näher ist als wir es denken.  Einen Ausblick auf die Zukunft gibt der Autohersteller mit dem Visionsfahrzeug BMW Vision Next 100. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus sportlichem Coupé und Limousine. BMW sieht Autos in der Zukunft nicht mehr als anonyme Transportmittel, sondern als persönliche, komplett auf ihre Fahrer ausgerichtete Fahrzeuge.

„Eine Alive Geometry schafft die Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug, die Fahrmodi Boost und Ease ermöglichen sowohl Selbst- als auch pilotiertes Fahren und verändern den Innenraum des Autos: Im Boost Modus fokussiert sich das gesamte Fahrzeug auf den Piloten und unterstützt ihn für ein maximales Fahrerlebnis, zeigt ihm Ideallinie, Einlenkpunkte und optimale Geschwindigkeit. Im Ease Modus verändert sich der Innenraum: Lenkrad und Mittelkonsole ziehen sich zurück, die Kopfstützen schwenken zur Seite, Sitze und Türverkleidung bilden eine Einheit, damit Fahrer und Mitfahrer sich einander zuwenden können,“ heißt es in der Beschreibung von BMW.

Das Konzept Visions Next 100 feierte heute, am 7. März 2016, im Rahmen der Auftaktveranstaltung des 100. Jahrestags des Handelsregistereintrags der heutigen BMW AG seine Weltpremiere.

Tags :Quellen:Reuters, BMWVia:Ubergizmo

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