iOS-App von Google Fotos zeigt Live Photos

(Bild: Google)

Google hat seine Fotos-App für iOS aktualisiert. Sie kann nun Apples Live-Fotos anzeigen, die einen kurzen Videoschnipsel vor der Aufnahme mit speichern. Auch Facebook und Tumblr unterstützten Apples Videoformat.

Google hat die Fotos-App für iOS aktualisiert und für Apples Live-Fotos fit gemacht. Das proprietäre Format wird auch von anderen Apps unterstützt – bisher aber nicht von Android-Geräten.

Die neue Version der iOS-App trägt die Nummer 1.8.0. Sie erfordert iOS 8.1 oder neuer. Zusätzlich bringt sie verbesserte Navigation und Leistung, belegt weniger Cache, wenn der Gerätespeicher knapp wird, und ist erstmals auch fürs iPad Pro optimiert.

Live Photos hatte Apple im September auf den Smartphone-Modellen iPhone 6S und 6S Plus eingeführt. Deren Kamera hält standardmäßig auch die Momente unmittelbar vor und nach Drücken des Auslösers fest. Dadurch soll man Apple zufolge auf eine lebendige Erinnerung zurückgreifen können, statt nur auf einen einzigen Moment.

Letztlich handelt es sich um ein 1,5 Sekunden langes Video, sogar mit Ton. Die Aufnahme solcher Bilder ist den beiden jüngsten Apple-Smartphones vorbehalten, sie können aber mit jedem Apple-Mobilgerät angesehen beziehungsweise abgespielt werden, das iOS 9 einsetzt.

Der Nachteil von Live Photos ist die Größe: Aufgrund des Formats belegen Live Photos wesentlich mehr Speicherplatz als ein Foto. 3 oder 4 MByte sind keine Seltenheit. Zusätzlich legt Apples Kamera standardmäßig zwei Dateien an, um sie mit High Dynamic Range zu einem dynamischeren Gesamtbild zu kombinieren. So führt einmal den Auslöser drücken beim hochauflösenden iPhone 6 Plus zu durchschnittlich 13,2 MByte Platzverbrauch, wie CNET ermittelt hat.

Google Fotos bietet unbegrenzten Speicher für Bilder und Videos. Apples eigenes iCloud ist in der kostenlosen Variante hingegen auf 5 GByte pro Nutzer beschränkt. Kein Wunder also, dass die Google-App nicht einmal ein Jahr nach dem Start von über 100 Millionen Anwendern genutzt wird.

Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising