Viel Kleber und wenig Schrauben – Das Samsung Galaxy S7 lässt sich schlecht reparieren

ifixit Galaxy S7 (Bild: iFixit)

Die Reparaturexperten von iFixit haben das Samsung Galaxy S7 auseinander gebaut, getestet und bewertet. Und das Ergebnis ist ernüchternd. Die S7-Generation lässt sich am schlechtesten von allen Galaxy-Modellen reparieren. 

Samsung Galaxy S7 & S7 Edge: Die 30 besten Tipps und Tricks

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Samsung Galaxy S7 & S7 Edge: Die 30 besten Tipps und Tricks
Wir haben für euch unsere besten 30 Tipps und Tricks rundum das Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge in einer Galerie zusammengestellt. In den folgenden 30 Bildern erfahrt ihr beispielsweise, wie ihr die App-Shortcuts auf dem Sperrbildschirm ändert oder ein unabsichtliches Einschalten des Bildschirms in der Hosentasche verhindert.

iFixit prüft sämtliche neuen Smartphones auf Herz und Nieren. Getestet wird die Reparierbarkeit und in einem 10-Punkte-System bewertet. Das neue Samsung Galaxy S7 erhielt im Test nur 3 von 10 Punkten. Grund für die schlechte Bewertung ist der Einsatz von viel Klebstoff. Dieser verhindert das Ausbauen und Austauschen von Bauteilen, ohne das andere Komponenten beschädigt werden.

Um das Gerät nach der Schutzklasse IP68 staub- und wasserdicht zu machen, habe Samsung die Platine „tiefer in das Telefon“ eingebaut, schreibt iFixit in einem Blogeintrag. Sie sei nun direkt mit dem Display verbunden, allerdings mit Klebstoff statt mit Schrauben. Um Komponenten wie USB-Anschluss oder Mikrofon austauschen zu können, müsse das OLED-Display entfernt werden, was dabei wahrscheinlich zerstört werde.

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Schon das Öffnen des Geräts über die gläserne Rückseite wird demnach durch den Einsatz eines starken Klebemittels erschwert. Ein Austausch des Displayglas‘ ohne dabei das Display zu beschädigen, sei wahrscheinlich ebenfalls nicht möglich.

(Bild: Übergizmo.de)

(Bild: Übergizmo.de)

Als positiv bewertet iFixit indes, dass sich der Akku ausbauen lässt, ohne zuvor die Hauptplatine zu entfernen. Der Akku selbst sei jedoch verklebt und schwerer zu entfernen als notwendig. Zudem seien einige Komponenten modular aufgebaut, wodurch es möglich sei, sie einzeln auszutauschen.

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Die Analyse von iFixit gibt auch Auskunft über die von Samsung verbaute Hardware. Da es sich um die US-Variante des Galaxy S7 handelt, wird sie von einem Snapdragon 820 von Qualcomm angetrieben. Ihm stehen 4 GByte LPDDR4-RAM von SK Hynix zur Seite. Den 32 GByte großen internen Hauptspeicher bezieht Samsung aus dem eigenen Sortiment. Das WLAN-Modul stammt wiederum von Murata, der Audiochip von Qualcomm und der Sechs-Achsen-Sensor von STMicroelectronics.

Abschließend weist iFixit darauf hin, dass sich die Reparierbarkeit der Galaxy-S-Reihe seit dem Modell S4 kontinuierlich verschlechtert habe. Das Galaxy S4 erhielt 2013 noch 8 von 10 Punkten – Abzüge gab es lediglich für einige mit dem Display verklebte Bauteile. Das Galaxy S5 erreichte im Jahr darauf nur noch 5 Punkte, das Galaxy S6 im letzten Jahr sogar nur noch 4 Punkte.

Tags :Via:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDnet.de

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