Galaxy S7 und S7 Edge – Über-Test: Das beste Android-Smartphone

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Die Erwartungen an das neue Samsung Galaxy S7 und S7 Edge waren hoch. Schließlich hat der Vorgänger von uns volle 5 Sterne verliehen bekommen. Ob uns Samsungs neue Smartphone-Flaggschiffe wieder derart begeistern konnten, das erfahrt ihr im Über-Test.

Samsung Galaxy S7 & S7 Edge: Die 30 besten Tipps und Tricks

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Samsung Galaxy S7 & S7 Edge: Die 30 besten Tipps und Tricks
Wir haben für euch unsere besten 30 Tipps und Tricks rundum das Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge in einer Galerie zusammengestellt. In den folgenden 30 Bildern erfahrt ihr beispielsweise, wie ihr die App-Shortcuts auf dem Sperrbildschirm ändert oder ein unabsichtliches Einschalten des Bildschirms in der Hosentasche verhindert.

Begeistern konnte uns am S6 vor allem das Design und die tolle Verarbeitung, die Kamera und auch die Leistung des Smartphones. Obwohl wir 5 Sterne vergeben haben, war nicht alles perfekt. Kritikpunkte waren ein fehlender microSD-Kartenslot, ein nicht wechselbarer Akku, die nicht überragende Akkuleistung oder das Fehlen von Frontlautsprechern. Beim Galaxy S7 (Edge) hat Samsung offenbar auf das Feedback der Nutzer geachtet und vieles besser gemacht. Samsung hat das Design sogar noch leicht verbessert, das Smartphone wasserfest gemacht, einen microSD-Slot integriert, eine lichtstärkere Kamera verbaut und die Akkulaufzeit verlängert. Alle Details lest ihr im Test.

Design & Verarbeitung

Das Samsung Galaxy S7 und S7 Edge sehen bis auf wenige Veränderungen im Grunde genauso aus wie seine Vorgänger. Und das ist auch gut so, denn das Design hatte uns schon damals unglaublich gut gefallen. Auch das neue Modell ruft wieder ein absolutes Premium-Gefühl hervor. Beide Smartphones besitzen wieder einen Aluminiumrahmen, der ihnen Stabilität und eine wertige Haptik verleiht. Auf der Vorder- und Rückseite verbaut Samsung wie zuvor kratz- und bruchsicheres Gorilla Glass 4, das für einen stylischen Look sorgt. Leider ist es aber immer noch sehr anfällig für Fingerabdrücke. Auf einem Metallgehäuse, wie es beispielsweise das neue LG G5 bietet, sind Tapser so gut wie nicht zu sehen. Wer das S7 kauft, muss daher damit leben, es häufiger abzuwischen.

(Foto: Ubergizmo)

Im Vergleich zum Vorjahr gefällt uns das Design sogar noch besser. Eine feine, aber spürbare Verbesserung ist ein insgesamt abgerundeteres Gehäuse. Die rückseitige Glasabdeckung ist an den Seiten gebogen, was für einen geschmeidigeren Übergang in den Aluminiumrahmen sorgt. Dadurch fühlt sich das Smartphone angenehmer in der Hand an. Besonders beim S7 Edge, das einen recht dünnen Rahmen besitzt, führt der Effekt zu einer besseren Haptik.

Für eine bessere Optik sorgt beim Samsung Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge noch eine deutlich weiter in das Gehäuse eingelassene Kamera. Diese steht bei den Vorgänger-Modellen noch stark hervor. Neben der Linse sitzt wieder ein Dual-LED-Blitz und der Herzfrequenzmesser.

(Foto: Ubergizmo)

Außerdem ist das S7 wie schon das Galaxy S5 wieder wasser- und staubgeschützt. Es kann laut Samsung nach der IP68-Zertifizierung 30 Minuten lang bei einer Wassertiefe von 1,5 Meter aushalten. Samsung hat das Gehäuse von Innen abgedichtet, sodass die Anschlüsse nicht von Abdeckungen geschützt werden müssen. Wie auch andere Hersteller garantiert Samsung den Schutz aber nur bei klarem Wasser. Für Salzwasser und andere Flüssigkeiten, insbesondere Seifenlauge, Alkohol oder erhitzte Flüssigkeiten übernimmt Samsung keine Garantie. Im Inneren sind Indikatoren verbaut, die ein Eindringen von Flüssigkeiten durch Verfärbung anzeigen. Falls ihr das Gerät einmal in Wasser tunkt solltet ihr jedenfalls darauf achten, dass der SIM-Karten- sowie Speicherkartenslot vollständig verschlossen ist, da durch diese Wasser eindringen kann.

Ein Nachteil: Um das Gerät staub- und wasserdicht zu machen, hat Samsung die Platine tiefer in das Telefon eingebaut. Sie ist nun direkt mit dem Display verbunden – und zwar mit Klebstoff statt mit Schrauben. Um Komponenten wie USB-Anschluss oder Mikrofon austauschen zu können, muss nun das OLED-Display entfernt werden, was dabei wahrscheinlich zerstört wird. Schon das Öffnen des Geräts über die Glasrückseite wird durch den Einsatz eines starken Klebemittels erschwert. Ein Austausch des Displayglases ohne dabei das Display zu beschädigen, ist wahrscheinlich auch nicht möglich, was die Reparierbarkeit verschlechtert. Erfreulicherweise lässt sich aber der Akku ausbauen, ohne dass zuvor die Hauptplatine entfernt werden muss.

(Foto: Ubergizmo)

Das neue Samsung-Smartphone ist allerdings etwas dicker und schwerer geworden. Das Galaxy S7 kommt auf eine Bauhöhe von 7,9 Millimeter und ein Gewicht von 152 Gramm. Das S6 ist 6,8 Millimeter dick und wiegt nur 138 Gramm. Das S7 Edge ist 0,7 Millimeter dicker und 25 Gramm schwerer geworden. Allerdings dürfte dies mitunter dem stärkeren Akku geschuldet sein, was das Ganze verschmerzbar macht.

Während das normale S7 mit 142,4 mal 69,6 zu 143,4 mal 70,5 Millimetern sogar einen Hauch kürzer und schlanker geworden ist, hat das S7 Edge an Größe zugelegt. Samsung hat dem neuen Edge-Modell ein 5,5-Zoll-Display verpasst. Der Vorgänger ist mit einem 5,1 Zoll großen Bildschirm ausgestattet. Die Maße des neuen Modells betragen nun 150,9 mal 72,6 statt vorherigen 142,1 mal 70,1 Millimetern. Eine Bedienung mit einer Hand wird euch dadurch schwerer fallen. Dank des Fingerabdruckscanners könnt ihr es aber einhändig entsperren. Außerdem können wir euch den neuen Ein-Hand-Modus von Samsung nahelegen, den ihr durch ein dreifaches Betätigen des Home-Buttons aktivieren könnt.

Etwas schade ist, dass beim Galaxy S7 weniger Farben zur Auswahl stehen. Blau beziehungsweise Grün sind nicht mehr im Angebot. Ansonsten sind die Optionen gleich. Es gibt Schwarz, Weiß und Gold.

(Foto: Ubergizmo)

Wie sein Vorgänger ist auch das neue Flaggschiff-Modell der Samsung Galaxy-Reihe sehr gut verarbeitet. Es machen sich keine großen Spaltmaße bemerkbar und alle Bedienelemente haben sehr gute Druckpunkte. Unter dem Display sitzt Samsung-typisch ein Home-Button, der zugleich als Fingerabdruckscanner dient. Die Tasten für „Zurück“ und „Menü“ sitzen rechts und links daneben und nehmen anders als On-Screen-Buttons keinen Platz auf dem Display ein. Praktisch ist auch, dass diese dadurch immer direkt erreichbar sind und man sie in manchen Applikationen wie Spielen nicht erst mit einem Fingerwisch nach oben auf den Schirm holen muss.

Die Tasten für die Lautstärke befinden sich an der linken, oberen Seite. Der Power-Button ist rechts, etwas über der Mitte angebracht. Er lässt sich gut erreichen, wenn das Smartphone in einer Hand gehalten wird. Auch die Lautstärke kann etwa beim Telefonieren bequem mit dem Zeigefinger angepasst werden.

Samsung Galaxy S6 / Edge vs Galaxy S7 / Edge – Design

Samsung Galaxy S6 / Edge Samsung Galaxy S7 / Edge
Farben Schwarz, Weiß und Gold,Blau / Grün Schwarz, Weiß und Gold
Gehäuse Aluminiumrahmen, Gorillas Glass 4 Aluminiumrahmen, Gorillas Glass 4
Abmessungen (Millimeter) 142.4 mal 69.6 mal 7.9 mm / 142,1 mal 70,1 mal 7,0 mm 143,4 mal 70,5 mal 6,8 mm / 150,9 mal 72,6 mal 7,7 mm
Gewicht (Gramm) 138g / 132 g 152g / 157 g
Wasserfest nein ja, IP68

Display

Während Samsung die Dispalygröße beim S7 bei 5,1 Zoll belassen hat, hat es dem S7 Edge einen größeren 5,5-Zoll-Bildschirm verpasst. Das S6 Edge kommt wie das normale S6 und S7 mit 5,1 Zoll. Die QHD-Auflösung hat sich aber nicht verändert. Beide neuen Samsung-Smartphones lösen mit identischen 2560 mal 1440 Pixel auf. Die Pixeldichte ist beim Galaxy S7 Edge aufgrund der größeren Diagonale mit 535 zwar etwas niedriger als zuvor, bemerken werdet ihr die geringere Schärfe im Alltag aber nicht. Die Seiten des Displays sind wie üblich beim Edge-Modell gebogen und beim normalen flach.

(Foto: Ubergizmo)

Sein überragendes AMOLED-Panel hat Samsung hinsichtlich der Helligkeit sogar noch verbessert. Die Helligkeit des S7-Screens übertrifft die seiner Vorgänger und auch die meisten LCDs. Die maximale Helligkeit beträgt bei den neuen Modellen jetzt 855 cd/m². Bei den Vorgängern waren es rund 750 cd/m². Den Maximalwert erreicht ihr allerdings nur, wenn ihr die „automatische Helligkeit“ nutzt. Samsung hat die manuelle Einstellung begrenzt, da sonst vermutlich der Akku zu schnell leer gesaugt würde, wenn ihr das Display stets mit voller Leuchtkraft betreibt.

In Situationen, die eine hohe Helligkeit des Displays erfordern, solltet ihr also am besten die automatische Helligkeitseinstellungen verwenden, da diese bei Bedarf das Maximum herausholen kann. Im Freien ist das Display durch gut ablesbar. Die „automatische Helligkeit“ hat Samsung beim S7 noch weiter verbessert. Sie lernt nun von euren manuellen Einstellungen und beruht nicht mehr auf einem einprogrammierten Profil.

Das Display des Galaxy S7 zählt auch in den Bereichen Reflektionen zu einem der besten seiner Klasse. Im Vergleich zu einem LCD bietet es knalligere Farben, dafür aber hohe Schwarzwerte und bessere Kontraste. Ein Nachteil des AMOLED-Panels ist bei den Blickwinkeln festzustellen. Zwar sind alle Inhalte auch dann erkennbar, wenn man von der Seite auf das Display schaut, weiße Flächen erscheinen allerdings etwas bläulich.

(Foto: Ubergizmo)

Eine Neuerung ist eine Always-On-Funktion für das AMOLED-Display. Auf dem Galaxy S7 (Edge) werden euch stets das Datum und die Uhrzeit, ausgewählte Benachrichtigungen von System-Apps, der Akkustand und wahlweise auch der Kalender auf dem Screen anzeigt. Dadurch müsst ihr den Bildschirm nicht mehr einschalten, um diese Informationen abzurufen. In den Einstellungen könnt ihr noch Anpassungen wie etwa Uhrenstil oder Hintergrundbild vornehmen. Dank AMOLED-Technologie müssen dabei auch nur die Pixel beleuchtet werden, die tatsächlich verwendet werden, wodurch der Stromverbrauch niedrig ist.

Dennoch hält der Akku im Standby-Betrieb durch die Always-On-Anzeige kürzer. Samsung hat die Funktion auch noch nicht zu Ende gedacht. Denn es lassen sich keine Benachrichtigungen von Drittanbieter-Apps wie WhatsApp anzeigen, was wohl für die meisten von euch nützlicher wäre, als die angezeigten Kurznachrichten. E-Mails werden leider auch nur dargestellt, wenn ihr den Mail-Client von Samsung verwendet. G-Mail bleibt außen vor. Aber immerhin die Anzeige von Uhrzeit und verpassten Anrufen finden wir recht praktisch.

Samsung Galaxy S6 / Edge vs Galaxy S7 / Edge – Display

Samsung Galaxy S6 / Edge Samsung Galaxy S7 / Edge
Displaytyp gebogenes AMOLED gebogenes AMOLED
Displaygröße 5,1 / 5,1 Zoll 5,1 / 5,5 Zoll
Displayauflösung 2,560×1,440 Pixel 2,560×1,440 Pixel
Pixeldichte 577ppi 577 / 534ppi
Helligkeit bis zu 750 Nit bis zu 855 Nit
Glasabdeckung Gorilla Glass 4 Gorilla Glass 4
Always-On-Display nein ja

Hardware

Auch bei der Hardware hat sich beim Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge etwas getan. Das Smartphone wird von dem noch schnelleren 64-Bit-Octa-Core-Prozessor Exynos 8890 angetrieben. Dabei handelt es sich um einen im 14-Nanometer-FinFET-Verfahren gefertigten Chip mit vier 2,3/2,6 GHz schnellen M1-Kernen und vier 1,6 GHz schnellen Cortex-A53-Kernen. Das Galaxy S6 kommt mit dem langsameren Exynos 7420 Octa, der vier 2,1 GHz schnelle Cortex-A57- und vier 1,5 GHz schnelle Cortex-A53-Kerne integriert. Samsung hat beim S7 weiterhin eine Heatpipe verbaut, die für eine bessere Wärmeverteilung und damit Kühlung sorgen soll. Unter Volllast wird aber auch noch das S7 merklich warm – aber nicht heiß.

Das S7 verfügt außerdem über eine bessere Grafikeinheit als das S6. Beim 2016er-Modell kommt eine ARM Mali T880MP12-GPU zum Einsatz, während beim letztjährigen Modell noch die Mali-T760MP8 für die Grafikberechnung zuständig ist. Der neue Grafikchip unterstützt bereits die Vulkan-API, was ihm eine bessere Gaming-Performance als dem Vorgänger beschert. Vulkan kann im Gegensatz zu OpenGL ES unter anderem besser mit Multithreading umgehen, was für ein Leistungsplus sorgt. Außerdem bringt es einige Elemente der Grafiktechnologie von High-End-Konsolen auf mobile Geräte und erlaubt es Entwicklern, plattformübergreifende 3D-Inhalte zu erstellen. Einen Ausblick auf die Verbesserungen, die die Vulkan-API mit sich bringt, hat Epic Games mit einer Demo auf Basis der Unreal-4-Engine namens Protostar geliefert. Bis erste Titel für Android erscheinen, die die Vorteile der neuen Programmierschnittstelle ausnutzen, wird aber noch Zeit vergehen.

Samsung stattet das S7 Edge außerdem mit 4 statt vorherigen 3 GByte RAM aus. Auch der Speichercontroller ist schneller geworden. Der interne Speicher ist beim Galaxy S7 und S7 Edge aber nur 32 GByte groß. Beim Galaxy S6 gab es Varianten mit 32, 64 und 128 GByte. Allerdings hat Samsung dem neuen Modell nun wieder einen microSD-Kartenslot spendiert, der eine Erweiterung um bis zu 200 GByte erlaubt. Das Samsung Galaxy S6 hat keinen Speicherkarteneinschub. Daher gibt es das Smartphone in unterschiedlichen Varianten. Der Speichervorteil ist aber dennoch nicht ganz so groß, wie man es sich vielleicht gewünscht hätte, da Samsung auf die größeren Versionen beim S7 verzichtet.

Abzüglich des System beleiben für Nutzerdaten gerade einmal 20,21 GByte übrig. Schade ist in dieser Hinsicht, dass Samsung die Funktion „Adoptable Storage“ von Android 6.0, mit der sich eine Speicherkarte so formatieren lässt, dass sie wie interner Speicher behandelt wird, beim S7 nicht zumindest optional zur Verfügung stellt. Sie ist leider deaktiviert. Benutzt man den Speicher nur für Musik, Videos und Bilder ist das aber ziemlich egal.

Samsung Galaxy S6 Edge vs Galaxy S7 Edge – Hardware

Samsung Galaxy S6 / Edge Samsung Galaxy S7 / Edge
Prozessor Samsung Exynos 7420 Samsung Exynos 8890
Fertigungsprozess Samsung 14 nm LPE Samsung 14 nm LPE
CPU-Kerne Octa-Core, 4 mal ARM Cortex A57 mit bis zu 2,1 GHz und 4 mal Cortex-A53 mit bis zu 1,5 GHz Octa-Core, 4 mal M1 (Mongoose) mit bis zu 2,29/2,6 GHz und 4 mal Cortex-A53 mit bis zu 1,586 GHz
Speichercontroller 2x 32-Bit LPDDR4 @ 1555 MHz 2x 32-Bit LPDDR4 @ 1794 MHz
GPU Mali T760MP8 @ 772 MHz Mali T880MP12 @ 650 MHz
RAM 3 GB 4 GB
AnTuTu-Benchmark ~80000 130762 / 129286
Geekbench 3 1464/5079(Single-/Multicore 2083/ 6466 / 2152/6291 (Single-/Multicore)
3DMark Slingshot ES3.1 1236 1923 /1934
Interner Speicher 32, 64, 128 GB 32 GB
MicroSD nein ja, bis zu 200 GB

Leistung

In Sachen Performance steckt das S7 seinen Vorgänger leicht ein die Tasche. Es kommt im AnTuTu-Bench auf einen Score von 130762 Punkten. Das S6 schafft nur knapp 80000 Punkte. Auch im Geekbench 3 und 3DMark Slingshot ES3.1 schneidet das S7 besser ab. Hier kommt das S7 Edge auf 2152 im Single- und 6291 im Multicore-Test beziehungsweise 1934 Punkte. Das Galaxy S6 Edge schafft zum Vergleich nur 1464 und 5079 respektive 1236 Punkte.

Im Vergleich hat die Konkurrenz aber deutlich aufgeholt und den Samsung-Prozessor sogar überholt. Das S7 ist nur ungefähr genauso schnell wie das inzwischen ein halbes Jahr alte iPhone 6S Plus. Das LG G5, das mit Qualcomms High-End-Chip Snapdragon 820 ausgestattet ist, hat in Sachen Geschwindigkeit sogar leicht die Nase vorne. Im AnTuTu-Benchmark schafft es 134469 Punkte.

Nachfolgende Videos zeigen einige Benchmarks des Galaxy S7:

In der Praxis fallen diese theoretische Geschwindigkeitsunterschiede aber nicht allzu groß ins Gewicht. Auch das System des S6 war schon richtig schnell. Hier und da lädt das S7 dann aber doch Anwendungen & Co. etwas schneller als sein Vorgänger. Performanceunterschiede sind im Alltag zwischen dem Galaxy S7 und dem S7 Edge übrigens nicht erkennbar.

Kamera

Eine der größten Neuerungen ist die Kamera des Galaxy S7 (Edge). Das Samsung Galaxy S6 (Edge) verfügt über eine 16-Megapixel-Kamera mit einem 1/2.6″-Sensor, 1,12 µm Pixel und einer f/1.9-Blende. Samsung setzt beim neuen Modell nun auf eine niedrig auflösendere 12-Megapixel-Kamera. Allerdings bringt diese einen größeren Bildsensor mit 1/2.5″, 1,4 µm Pixel sowie eine merklich lichtstärkere f/1.7-Blende mit. Das führt dazu, dass die Größe eines einzelnen Pixels um 56 Prozent zugelegt hat. Die größere Blende in Kombination mit den größeren Pixel soll es dem Sensor erlauben, 95 Prozent mehr Licht aufzunehmen, was kurze Belichtungszeiten auch bei schlechten Lichtverhältnissen ermöglichen und zu spürbar besseren Aufnahmen bei wenig Licht führen soll.

(Foto: Ubergizmo)

Außerdem integriert Samsung eine neue Technologie namens Dual-Pixel zum schnelleren Fokussieren. Dadurch soll sich die Schärfe der Fotos verbessern und eine Szene auch schneller scharf gestellt werden. Samsung verspricht eine höhere Bildschärfe durch einen überarbeiteten Phasenerkennungs-Autofokus. Er nutzt alle Pixel des Dual-Pixel-Sensor, statt nur 5 Prozent der Bildpunkte wie bei einem traditionellen Bildsensor. Zusätzlich besteht jedes Pixel aus zwei Photodioden. „Die Dual-Pixel-Technologie, die in ausgesuchten High-End-DSLR-Kameras und eben dem Galaxy S7 zum Einsatz kommt, sendet Licht von der Linse an zwei separate Bildsensoren, um die Schärfe anzupassen, ähnlich wie es das menschliche Auge macht. Nur etwa ein Prozent der Pixel des Galaxy S6 waren in der Lage, Phase und Kontrast zu erkennen, während es beim neuen Gerät 100 Prozent können,“ So Samsung. Im Vergleich soll dies eine Steigerung um 99 Prozent mit sich bringen.

(Bild: Samsung)

Wie beim Galaxy S6 Edge integriert Samsung auch wieder eine Art optischen Bildstabilisator. Es kommt wieder der sogenannte Smart OIS zum Einsatz, der eure Verwackler bei Fotos und Videoaufnahmen per Hard- und Software ausgleicht.

Wir haben einige Testaufnahmen mit dem Galaxy S7 (Edge) und dem S6 (Edge) geschossen, um die Fotoqualität beider Modelle vergleiche zu können.

Testfotos: Samsung Galaxy S7 (Edge) vs Galaxy S6 (Edge)

Die Fotos wurden mit den Automatikeinstellungen unter gleichen Bedingungen kurz nacheinander aufgenommen. Es wurden keine manuellen Anpassungen vorgenommen, was am ehesten der Praxis entsprechen dürfte. Aufgrund der verschiedenen Bildformate sieht es beim Galaxy S7 (Edge) so aus, als wäre man näher am fokussierten Objekt dran, was aber nicht der Fall ist. Die Entfernung ist jeweils möglichst gleich. Die Szenen wurden zum Großteil ohne HDR-Modus geschossen. Die Aufnahmen wurden verkleinert, sodass die Webseite schneller lädt. Die volle Auflösung ist jeweils unter dem Bild verlinkt.

Bei der ersten Aufnahme mit ausreichend Licht fängt die Kamera des neuen Modells die Farben satter und lebendiger ein. Zudem wirken die Kontraste besser und das Bild insgesamt etwas klarer. Dies sieht man besonders gut an dem Haus auf der rechten Seite des Fotos. Betrachtet man das Foto im Detail, zeigt sich jedoch der Vorteil der höheren Auflösung des Samsung Galaxy S6 (Edge). Der Bildausschnitt ist merklich schärfer als beim Galaxy S7. Der Vorteil zeigt sich aber nur, wenn man an einen Bereich eines Bildes stark heranzoomt. Dies könnte sich jedoch zum Beispiel beim Ausschneiden eines Gesichtes aus einem Foto negativ auswirken.

Seine Stärken – den größeren Bildsensor und der lichtstärkere Blende – kann das Galaxy S7 bei weniger Licht ausspielen. Bei dieser Innenaufnahme schießt das Galaxy S7 Edge die hellere Aufnahme mit merklich weniger Rauschen. Besonders zu erkennen ist dies auf der rechten Seite des Fotos.

Noch deutlicher wird der Vorteil, wenn man Fotos vergleicht, die am Abend oder bei Nacht aufgenommen wurden.

Auch beim Fotografieren mit Gegenlicht lieferte das S7 ein besseres Bild. Die Belichtung der Küche bekommt es klar besser hin als das S6 (Edge). Im dunklen Bereich rundum den Kühlschrank macht sich zudem wieder weniger Rauschen bemerkbar. Diese Szene haben wir auch noch mit HDR-Modus aufgenommen. Aber auch hier liegt das Galaxy S7 (Edge) klar vor dem Vorgänger. Die Belichtung bekommt das S6 (Edge) nun zwar besser hin, dafür hat das Rauschen aber stark zugenommen.

Wie bei der Küchen-Szene liefert das Galaxy S7 Edge das deutlich besser belichtete Foto dieses lichtdurchfluteten Korridors. Auch die satteren und lebendiger Farben fallen bei dieser Aufnahme wieder auf. Zudem erfasst das S7 Edge Details klarer, was sich an der Treppe auf der linken Seite verdeutlicht.

Bei dieser Nahaufnahme zeigt sich der Vorteil der neuen Dual-Pixel-Technologie. Das Samsung Galaxy S7 Edge produziert das sichtlich schärfere Foto. Besonders fällt dies bei der Kiwi, dem Apfel oder dem grünen Blatt auf.

Auch auf den weiteren Aufnahmen bestätigt sich die bessere Fotoqualität des Samsung Galaxy S7 Edge gegenüber dem Galaxy S6 Edge.

Das Samsung Galaxy S7 (Edge) hat im Kamera-Vergleich klar bessere Fotos geschossen als der Vorgänger. Dank größerem Bildsensor, einer lichtstärkeren Blende und der Dual-Pixel-Technologie gelingen mit dem Galaxy S7 und Galay S7 Edge hellere, klarere und schärfere Fotos mit lebendigeren Farben und weniger Rauschen bei schwachem Licht. Beim Vergrößern eines Bildausschnitts hat der Vorgänger dank der höheren Auflösungen aber einen Vorteil. Allerdings macht sich dies erst bei starkem Heranzoomen bemerkbar. Aufgefallen ist noch, dass das S7 in manchen Lichtsituationen Probleme mit dem automatischen Weißabgleich hat und weiße Flächen etwas gelblich darstellt. Hier muss dann im Pro-Mode manuell nachgebessert werden. Insgesamt ist die Kamera für uns aber trotz des Nachteils bei der Auflösung besser als zuvor.

Testfotos: Samsung Galaxy S7 (Edge) vs LG G4

Auch im Vergleich mit der Konkurrenz schießt das Galaxy S7 (Edge) die etwas besseren Fotos. Nachfolgende Aufnahmen wurden wieder im Automodus ohne manuelle Anpassungen aufgenommen. Ein Klick holt die volle Auflösung auf den Schirm.

In Low-Light-Situation ist der Unterschied sehr deutlich. Die Aufnahme des Galaxy S7 (Edge) ist mit Abstand die beste.

Front-Kamera:

Die Frontkameras beider Modelle verfügen über eine Auflösung von 5 Megapixel, was kein Spitzenwert ist. Allerdings kommen sie wiederum mit einer lichtempfindlicheren f/1.7-Blende. Hiermit lassen sich bessere Selfies bei wenig Licht aufnehmen. Die Kamera auf der Vorderseite hat Samsung außerdem mit einer „Selfie Flash“ genannten Funktion ausgestattet. Bei schlechten Lichtverhältnissen (weniger als 20 Lux) kann der Nutzer das AMOLED-Display des Smartphones als Kamerablitz einsetzen. Durch die größere Oberfläche soll es eine gleichmäßigere und weichere Ausleuchtung ermöglichen als ein herkömmlicher LED-Blitz. Zudem können laut Samsung Helligkeit und Ausrichtung des Display-Blitzes angepasst werden, um eine möglichst natürliche Ausleuchtung zu erreichen.

Mit Blitz gelingen auch bei annähernder Dunkelheit helle Selbstportraits. Die Selfies erscheinen aber trotzdem bei weniger Licht sehr stark weichgezeichnet. Nutzt man dann noch die Beauty-Funktionen des Galaxy S7 (Edge), die eigentlich eine Verschönerung bewirken sollen, werden die Selfies noch unnatürlicher.

Bei Tageslicht macht die Front-Kamera aber passable Aufnahmen, wie nachfolgender Vergleich mit dem LG G4 zeigt. Die Belichtung ist beim S7 wiederum ausgewogener als bei dem LG-Smartphone, das dafür aber die detailreicheren Aufnahmen liefert.

Videoaufnahme

Um die Video-Funktionen des Samsung Galaxy S7 (Edge) zu testen, wurde wieder das Galaxy S6 Edge und LG G4 zum Vergleich herangezogen. Für den Test wurden beide Smartphones auf dieselbe Halterung gespannt.

Die Frontkamera des LG G4 scheint der Frontkamera des Samsung Galaxy S7 überlegen zu sein. Sie zeigt bei Tag deutlich mehr Details (Minute 0:04) und auch die Nachtaufnahmen (Minute 1:16) sehen im Vergleich besser aus. Die rückseitigen Kameras beider Modelle liefern bei Tageslicht und unter 4K ähnlich gute Ergebnisse. Auch der optische Bildstabilisator scheint auf ähnlich hohem Niveau kleinere Ruckler auszugleichen. Unterschiede zeigen sich bei den Nachtaufnahmen. Während unter 4K beim Samsung Galaxy S7 mehr Details zu erkennen sind (Minute 2:46), kehrt sich das bei Full-HD-Aufnahmen um (Minute 3:36). Unter Full-HD schöpft die Kamera des LG G4 ihr Potenzial deutlich besser aus.

Zwischen der Front- und Hauptkamera des S7 und S6 sind guten Lichtverhältnissen keine großen Unterschiede zu erkennen. Wie erwartet, lässt das S7 bei Nachtaufnahmen das S6 aber ebenfalls hinter sich. Sie sind detaillierter und schärfer.

Schneller Dual-Pixel-Fokus

Beim Fokussieren zeigt sich der Vorteil von Samsungs neuer Dual-Pixel-Technologie sehr deutlich (Minute 4:42). Wie im Video zusehen, fokussiert das Samsung Galaxy S7 merklich schneller als das LG G4. Auch das S6 hängt es locker ab.

Auch das Zeitlupen-Duell gewinnt das Galaxy S7. Alle Kameras nehmen die Slow-Motion-Videos mit 720p auf. Während das LG G4 und S6 „nur“ 120 fps schaffen, knippst das Galaxy S7 240 Bilder pro Sekunde. Außerdem scheint das Galaxy S7 mehr Details darzustellen.

Insgesamt liegt die Kamera des Galaxy S7 damit auch bei Videoaufnahmen leicht vorne. Zwar sind sich die Ergebnisse bei der reinen Videoqualität recht ähnlich, das S7 aht aber einen klaren Vorteil dank eines schnelleren Fokus.

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Kamera-App

Der Kamera-Software hat Samsung bei seinem neuen Smartphone-Flaggschiff einige Neuerungen spendiert. Neu ist, dass ihr Panoramaaufnahmen von bewegten Objekten erstellen könnt. Durch ein Wischen oder Bewegen des Geräts lassen sich die später in der Galerie betrachten. Außerdem gibt es beim Hyperlapse-Modus für Zeitrafferaufnahmen eine neue Option, die die Geschwindigkeit automatisch an die Bewegung des Objekts anpasst. Im Test funktionierte dies aber mehr schlecht als recht. Zudem erfolgt die Geschwindigkeitsauswahl nun vor der Aufnahme. Nachträglich lässt sie sich nicht mehr ändern.

(Foto: Übergizmo).

Beim S7 gibt es eine Anpassungsmöglichkeit für die Auslösgeschwindigkeit (Foto: Übergizmo).

Die für uns wichtigste Neuerung betrifft den Pro-Modus. Beim Galaxy S7 (Edge) kann die Belichtungszeit eingestellt werden. Zwar erlaubt Samsung keine 30 Sekunden wie beim LG G4 oder G5, aber immerhin einen Wert zwischen 1/24000 und 10 Sekunden. Mit einer Auflage oder Stativ lassen sich damit auch bei sehr wenig Licht ansehnliche Aufnahmen schießen.

Im Vergleich zum Automatikmodus (ganz links) sind keine hohen ISO-Werte nötig, was das Rauschen deutlich minimiert. Allerdings sollte dann auch der Weißabgleich manuell justiert werden, da unserer Foto deutlich zu warm geraten ist. An die 30 Sekunden Belichtungszeit des LG G4 (ganz rechts) beziehungsweise G5 kommt das Galaxy S7 (Edge) aber nicht heran. Die nachfolgende Aufnahme des LG-Smartphones ist deutlich heller. Auch der automatische Weißabgleich ist besser gelungen.

Samsung Galaxy S6 Edge vs Galaxy S7 Edge – Kamera

Samsung Galaxy S6 / Edge Samsung Galaxy S7 / Edge
Hauptkamera 16 Megapixel 12 Megapixel
Sensor Sony IMX240 oder ISOCELL, 1/2.6″ Sensorgröße, 1,12 µm Pixelgröße Sony IMX260, 1/2.5″ Sensorgröße, 1,4 µm Pixelgröße
Autofokus Phasenautofokus Dual-Pixel-Phasenautofokus
Front-Kamera 5 Megapixel 5 Megapixel mit f/1.7-Blende
Front-Blitz nein ja, Display
Videoaufnahme 4K 4K
OIS ja, Smart OIS ja, Smart OIS
Software-Highlights lebendige Panoramaaufnahmen, Hyperlapse

Akku

Die Akkulaufzeit war beim Vorgänger zwar gut, aber nicht überragend. Im Samsung Galaxy S6 beziehungsweise S6 Edge ist ein Akku mit einer Kapazität von 2.550 beziehungsweise 2.600 mAh verbaut. Satte 1.000 mAh legt Samsung beim Galaxy S7 Edge nun drauf. Es kommt mit einer Akkukapazität von 3600 mAh. Beim Standard-S7 sind es höhere 3000 mAh. Zudem ist der neue Exynos-Prozessor energieeffizienter als sein Vorgänger-Chip.

Im Video-Test, bei dem ein HD-Video im Flugmodus bei mittlerer Helligkeit in Dauerschleife über das Display flimmert, hat das Galaxy S7 mit einer vollen Akkuladung sehr lange 16 Stunden durchgehalten. Der Vorgänger kam auf 12,4 Stunden. Die Laufzeit des Galaxy S7 Edge ist nochmals deutlich länger. Es kam auf überragende 20 Stunden. Das S6 Edge schaffte 13,5 Stunden. Das Galaxy S7 (Edge) übertrifft beim Anschauen eines Videos auch fast alle Konkurrenten wie das Apple iPhone 6S und sogar das Huawei Mate 8. Diesen ging nach 15,6 respektive 10,5 Stunden der Saft aus.

(Foto: Ubergizmo)

Auch im PCMark-Akkutest schneiden beide Geräte mit einer sehr guten Akkulaufzeit, aber nicht überragenden Akkulaufzeit ab. Im Work-Performance-Bench, der die Laufzeit anhand mehrerer alltäglicher Aufgaben wie Webbrowsing, Videowiedergabe und Fotobearbeitung ermittelt, erreichte das S7 7 Stunden und 53 Minuten, das S7 Edge etwas 9 Stunden und 35 Minuten. Das Huawei Mate 8 hat mit 10 Stunden und 34 Minuten in diesem vielseitigeren Test dann doch die Nase vorne – schließlich hat es auch einen noch größeren 4000-mAh-Akk. Das Nexus 6P und Moto Force X schaffen zum weiteren Vergleich rund 7 beziehungsweise 7,5 Stunden. Damit darf sich das Galaxy S7 Edge aber dennoch zu den Smartphones mit der besten Akkulaufzeit zählen. Aber auch das normale Galaxy S7 hat noch eine überdurchschnittliche lange Laufzeit.

Wechselbar ist der Akku allerdings wie zuvor nicht. LG hat sich hier beispielsweise etwas großartiges einfallen lassen. Dank einer modularen Bauweise lässt er sich bei dem Smartphone trotz Unibody-Metallgehäuse austauschen.

Bei alltäglichen Aufgaben hat das Galaxy S7 (Edge) ebenfalls Ausdauer bewiesen. Ein Youtube-Video lässt sich auf bei halber Helligkeit zwischen 9,5 und 10 Stunden lang streamen. Im Standby-Betrieb hat das Smartphone nur gut 4 Prozent in 16 Stunden verbraucht. Laut Samsung soll die Always-on-Funktion zwar nur wenig Strom verbrauchen, aktiviert man aber beispielsweise aufwendigere Uhrenstile und Hintergrundbilder kann der Verbrauch auf bis zu das vierfache ansteigen. Wer Akku sparen will benutzt also den einfachsten Style oder schaltet die Always-on-Anzeige komplett aus.

Beim Aufladen gibt es auch einen Unterschied. Das S7 Edge bietet Wireless-Charging mit bis zu 15 Watt. Ansonsten bleibt aber alles beim Alten. Das Galaxy S7 kommt noch nicht mit dem neuen USB-Typ-C-Anschluss, sondern wie zuvor mit einem microUSB-Port. Der Vorteil des microUSB-Anschlusses ist allerdings, dass das S7 auch zur Gear VR kompatibel ist.

Dank Fast-Charge-Unterstützung lässt sich der Akku wieder schnell mit Kabel laden, aber nicht schneller als beim Vorgänger. Das Galaxy S7 Edge ist Samsung angaben entsprechend in rund 100 Minuten von 0 auf 100 Prozent aufgeladen. Beim normalen Galaxy S7 geht es noch etwas schneller.

Samsung Galaxy S6 Edge vs Galaxy S7 Edge – Akku

Samsung Galaxy S6 / Edge Samsung Galaxy S7 / Edge
Akkukapazität 2500 / 2600 mAh 3000 / 3600 mAh
Akkubauweise festverbaut festverbaut
Akkulaufzeit CNET-Videotest: 12,4 / 13,5h CNET-Videotest: 16 / 20h
Anschluss MicroUSB MicroUSB
Aufladen Fastcharge 90 / 100 Minuten, drahtlos, Qi mit bis zu 7 Watt Fastcharge 90 / 100 Minuten, drahtlos, Qi mit bis zu 15 Watt

Samsung Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge im Vergleich auf dem MWC:

Fingerabdruckscanner

Die Hardware des Fingerabdruckscanners hat Samsung scheinbar nicht verbessert. Die Erkennung funktioniert aber nach wie vor schnell und zuverlässig, wenn der Fingerabdruck beim Einrichten von allen Seiten eingescannt wurde. Nutzer können wie üblich das Gerät per Fingerabdruck entsperren, mit Paypal bezahlen oder den App-Kauf im Google Play Store autorisieren. Leider lässt sich auch das neue Samsung-Smartphone nicht durch auflegen des Fingers auf den Home-Button aufwecken und direkt entsperren. Das klappt beispielsweise beim Huawei Mate 8. Beim Galaxy S7 (Edge) muss erst der Home-Button gerückt werden, um das Gerät einzuschalten. Erst dann klappt das Entsperren per Fingerabdruck.

Neu ist, dass der Fingerabdruckscanner beispielsweise auch zum Verschlüsseln von Daten wie besuchte Webseiten im neuen Inkognito-Modus des Samsung-Browsers genutzt werden kann. Außerdem bietet Android 6.0 nun nativen Support für Fingerabdruckscanner, das beispielsweise auch ein Bezahlen mit Android Pay ermöglicht. Die Fingerabdruck-API der neuen Android-Version können zudem auch Drittanbieter in ihre Apps einbinden. Samsungs hauseigene Fingerabdrucklösung integrierten bislang nur wenige Apps wie Lastpass.

(Foto: Ubergizmo)

Sound

Front-Stereolautsprecher gibt es leider immer noch nicht. Das Samsung Galaxy S7 (Edge) verfügt wieder über einen Mono-Lautsprecher, der an der rechten unteren Kante sitzt. Gegenüber ist eine Buchse für einen Kopfhörer verbaut. Der Sound hat sich jedoch etwas verbessert.

Für die Soundausgabe ist ein Chip mit der Bezeichnung „Lucky CS47L91“ verantwortlich, der wohl von Samsung selbst entwickelt wurde. Die maximale Lautstärke des Lautsprechers ist in Ordnung und reicht aus, wenn man das Smartphone in der Hand hält oder es neben sich auf den Tisch legt. Der Klang des Lautsprechers ist aber auch noch auf maximaler Lautstärke gut und kann im Rahmen seiner Möglichkeiten mehr überzeugen als beim Vorgänger. Auch beim Hören von Musik mit Kopfhörern gibt es nichts zu bemängeln. Im Test ließen sich auch verlustfreie Audio-Files mit 24 Bit abspielen.

Kommunikation

An Kommunikationsoptionen unterstützt das Galaxy S7 beziehungsweise Edge statt zuvor LTE Cat 6 nun LTE Cat 9 mit bis zu 450 MBit/s im Download und maximal 50 MBit/s im Upload. Beim S6 sind nur bis zu 300 MBit/s beim Herunterladen möglich. UMTS mit HSPA+, Dual-Band-WLAN nach IEEE 802.11ac, NFC und GPS sind wie zuvor an Bord.  Statt Bluetooth 4.1 gibt es jetzt das neuere Bluetooth 4.2 LE. Zudem unterstützt das Galaxy S7 USB 2.0 samt OTG-Funktion. Praktisch: Samsung legt dem Galaxy S7 gleich einen USB-OTG-Adapter bei, mit dem sich das S7 mit einem älteren Smartphone verbinden lässt, um die Daten auf das neue Gerät zu übertragen. Außerdem lassen sich beispielsweise USB-Sticks direkt auslesen. Auf eine Infrarot-LED müsst ihr beim Galaxy S7 und dem  Edge leider verzichten. Dual-SIM gibt es beim S7, wie bei den Vorgängern, auch nicht.

Samsung Galaxy S6 Edge vs Galaxy S7 Edge – Kommunikation

Samsung Galaxy S6 / Edge Samsung Galaxy S7 / Edge
Fingerabdruckscanner Ja, Home-Button Ja, Home-Button
Herzfrequenzmesser ja, LED Rückseite ja, LED Rückseite
LTE Cat 6 mit bis zu 300 MBit/s DL, 50 MBit/s UL Cat 9 mit bis zu 450 MBit/s DL, 50 MBit/s UL
WLAN 802.11 ac, Dual-Band-WiFi 802.11 ac, Dual-Band-WiFi
Bluetooth 4.1 LE 4.2 LE
NFC ja ja
Infrarot-LED ja nein

Software

Das neue Samsung-Flaggschiff kommt mit dem neuesten Google-Betriebssystem Android 6.0.1 Marshmallow. Auf dem Samsung Galaxy S6 (Edge) läuft ab Werk Android 5.0 Lollipop als Betriebssystem. Allerdings hat Samsung schon damit begonnen, das Update auf Android 6.0.1 für das ältere Galaxy S6 zu verteilen, womit es die meisten Software-Neuerungen des S7 erhält

(Foto: Ubergizmo)

Verbesserungen betreffen unter anderem den Seitenbildschirm des  S7 Edge. Er bietet Nutzern mehr Displayfläche und dient auch zum Schnellzugriff auf favorisierte Apps oder zur Anzeige von Widgets wie einem Kompass. Bisher war die Seitenleiste des gebogenen Bildschirms 260 Pixel breit. Das neue Panel hat eine Breite von 550 Pixel und kann beispielsweise bis zu zehn App-Verknüpfungen inklusive Ordnern aufnehmen. Die Funktion People Edge kann nun beispielsweise statt nur fünf zehn Kontakte anzeigen. Das neue Tasks Edge Panel enthält Verknüpfungen zu häufig durchgeführten Aufgaben wie das Schreiben von Textnachrichten. Die neuen Quick Tools wiederum blenden Werkzeuge wie Lineal, Kompass oder Taschenlampe ein. Insgesamt ist die Vielfalt an Panelen für den Seitenbildschirm aber immer noch nicht allzu groß. Für Drittanbieter hat Samsung die Funktion bislang nämlich noch nicht geöffnet. Und auch mit den Neuerungen gefällt uns der Curved-Screen immer noch wegen Optik besser – und nicht wegen seiner Nützlichkeit.

(Screenshot: Übergizmo)

Das Galaxy S7 (Edge) kommt mit einem neuen Game Launcher (Screenshot: Übergizmo)

Eine weitere größere Neuerung ist der sogenannte Game Launcher und die Game Tools. Die Funktion ordnet alle installierten Spiele in einer separaten Übersicht an. Um Energie zu sparen, können ihr die Spiele mit einer niedrigeren Auflösung und einer geringeren Framerate starten. Die Game Tools bieten euch in Spielen eine Schaltfläche, mit der ihr die Benachrichtigungen im Spiel abschalten sowie ein Screenshot oder ein Video der Spielszene anfertigen könnt. Ihr könnt in den Einstellungen die Auflösung (bis zu 1080p) und die Bitrate (bis zu 6 Mbps) der Videos anpassen. Außerdem könnt ihr auch das Bild der Front-Kamera mit einblenden und aufnehmen.

Darüber hinaus gibt es noch weitere kleinere Neuerungen und Änderungen. Samsung hat zum Beispiel noch eine neue Option namens „automatisch Zurücksetzen“ integriert. Falls aktiviert, führt das System beim 15. Entsperrfehlversuch einen Wipe des Smartphones durch. In den Einstellungen hat Samsung zudem einige Menüs geändert und noch weniger Apps vorinstalliert. Außerdem bringt Android 6.0 noch zahlreiche neue Features mit. Eine praktische Funktion ist beispielsweise die Möglichkeit, die Berechtigungen von Apps zu beschränken. Nähere Details zu den neuen Funktionen des Lollipop-Nachfolgers hält folgender Artikel bereit.

Preis

Das Samsung Galaxy S7 und S7 Edge sind ab heute, dem 11. März 2016, in Deutschland erhältlich. Das Modell ohne Seitenbildschirm steht zu einer UVP von 699 Euro, das mit für 799 Euro zum Verkauf. Damit kostet das S7 genauso viel wie das S6 im letzten Jahr. Dieses verkaufte Samsung ebenfalls zu Beginn für 699 Euro. Das S7 Edge liegt Preislich unter dem Niveau seines Vorgängers. Der Startpreis des Galaxy S6 Edge lag bei 849 Euro. Inzwischen sind die Vorgänger natürlich schon günstiger erhältlich. Die Standard-Version gibt es ab gut 430 Euro, die Edge-Variante ab rund 520 Euro zu kaufen. Wurde eines der beiden neuen Modelle bis zum 10. März vorbestellt, legte Samsung sogar noch die Virtual-Reality-Brille Gear VR im Wert von 99 Euro kostenlos bei.

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Fazit

Auch das neue Samsung Galaxy s7 (Edge) konnte uns wieder vollends begeistern. Es sieht stylisch aus, hat eines der hellsten Displays am Markt und zählt auch in Sachen Geschwindigkeit zur Spitzenklasse. Besonders sticht die neue Kamera hervor, die mit Abstand die besten Aufnahmen bei schwierigen Lichtbedingungen liefert und schneller fokussiert als alle uns bekannten Smartphones. Das Galaxy S7 (Edge) bietet außerdem eine sehr lange Akkulaufzeit und bringt viele Extras wie ein wasserfestes Gehäuse, einen miroSD-Kartenslot, einen Fingerabdruckscanner oder einen Herzfrequenzmesser mit.

Es gibt aber auch Kritikpunkte. Die Rückseite ist sehr stark für Fingerabdrücke anfällig und das Gerät durch den Wasserschutz sehr schwer zu reparieren. Außerdem gibt es inzwischen noch etwas schnellere und ausdauerndere Konkurrenten am Markt. Auch bei der Front-Kamera kann das Galaxy S7 (Edge) nicht glänzen.

Insgesamt bietet das neue Samsung-Smartphone aber ein hervorragendes Gesamtpaket und ist aktuell das beste Smartphone am Markt. Allerdings kommen erst in den nächsten Wochen und Monaten mit dem LG G5, dem HTC 10 und dem Huawei P9 die neuen Flaggschiffe der Konkurrenz auf den Markt, gegen die sich das Galaxy S7 noch beweisen muss.

Im Vergleich zum S6 hat Samsung nochmals eine Schippe drauf gelegt, und das S7 sich die vollen 5 Sterne ohne hadern verdient. Samsung hat auf das Feedback gehört und viele kleine Verbesserungen vorgenommen. Es hat am Design gefeilt und das Gehäuse an den Seiten abgerundet, wodurch vor allem das S7 Edge angenehmer in der Hand liegt. Das Smartphone ist wieder gegen Staub und Wasser geschützt und die Kamera steht nicht mehr soweit hervor, was der Optik zugutekommt. Das Display ist noch heller und erhält eine Always-On-Funktion. Samsung hat die Hardware inklusive Prozessor aktualisiert und dem Gerät nun wieder einen microSD-Kartenslot verpasst. Der Speichervorteil ist allerdings nicht so groß, da es nun nur noch eine Variante mit 32 GByte internem Speicher gibt. Durch die IP-68-Zertifizierung verschlechtert sich außerdem die Reparierbarkeit. Zudem ist das Galaxy S7 schwerer und dicker geworden. Dennoch macht es bei den relevanten Faktoren alles etwas besser.

Schreibt uns in den Kommentaren, was ihr von dem neuen S7 haltet und ob ihr es euch kaufen werdet oder eher zu einem anderen Gerät tendiert. Reichen euch die Verbesserungen für ein Upgrade vom S6 oder ist euch der Preis dafür zu hoch? Wir sind gespannt auf eure Meinungen!

Pro / Con:

plusliegt dank überarbeitetem Design besser in der Hand

pluswasserfest

plusplushelleres AMOLED-Display mit Always-On-Funktion

plusschnellerer Prozessor

plusmicroSD-Kartenslot

pluspluslichtstarke Kamera mit blitzschnellem Fokus

pluspluslängere Akkulaufzeit

minusGlasrückseite zieht Fingerabdrücke an

minusFront-Kamera

minusAkku nicht wechselbar

Das Zubehör zum Samsung Galaxy S7 im Video:

Tags :
  1. Moin.

    Kann man damit auch telefonieren? Wie gut ist die Empfangs und Sprachqualität? Wie laut ist das Gerät am Ohr, werden Nebengeräusche wirksam rausgefiltert? Wie laut und klar ist der externe Lautsprecher, verzerrt er bei voller Lautstärke beim telefonieren? Wäre nett wenn ihr in euren Tests auch die Grundtugenden eines Telefons ausgiebig mittesten würdet. Danke!

    Gruß Torsten

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