DDos-Attacken explodieren förmlich

(Bild: Shutterstock /Evlakhov Valeriy)

Die Zahl der DDoS-Angriffe, mit denen Websites und Webdienste durch enorme Mengen an Datenanfragen lahmgelegt werden, ist massiv angestiegen. Im letzten Jahr wurden 85 Prozent mehr solcher Angriffe als im Vorjahr verzeichnet.

Wie die Sicherheitsdienstleister von Verisign berichten, sind Distributed Denial of Service-Angriffe total im Trend. Die Angreifer suchen sich nicht wahllos Ziele aus sondern attackieren eine Website oftmals mehrmals hintereinander.

Ein Opfer war sogar 16 Angriffen innerhalb von drei Monaten ausgesetzt. Die größte von Verisign beobachtete Attacke galt einer Telekommunikationsfirma und umfasste 125 Millionen Pakete pro Sekunde (Mpps) sowie nach Bandbreitenvolumen 65 GBit/s.

In dem Verisign-Bericht heißt es: „Die Überschwemmung mit 125 Mpps ist eine der höchsten je von Verisign beobachteten, höher als eine mit 91 Mpps, die Verisign im zweiten Quartal 2014 abschwächen half. Dieser Angriff, der kritische Netzwerkdienste zum Erliegen bringen sollte, bestand aus vielfachen kurzen Wellen an DDoS-Traffic und hielt mit Unterbrechungen mehrere Wochen an.“

Auch wenn diese Attacke einem Telekommunikationsunternehmen galt, können Firmen in allen Branchen zum Opfer „wahlloser“ Angriffe werden. Die häufigsten Opfer sind IT-, Cloud- und Software-Dienstleister, auf die es 32 Prozent aller Angriffe abgesehen haben. Dahinter folgen laut Verisign Firmen im Bereich Medien und Unterhaltung mit 30 Prozent, der Finanzbereich mit 15 Prozent und der öffentliche Sektor mit 10 Prozent. Tatsächlich gelten insgesamt nur etwa 8 Prozent aller DDoS-Angriffe Telekommunikationsfirmen.

Um solchen Angriffen zu begegnen, empfiehlt Verisign ergänzend zu bestehenden DNS-Diensten ein in der Cloud gehostetes DNS oder einen Managed Service.

Ergänzend zu Verisigns Bericht lohnt ein Blick in die Statistik von Arbor Networks, das 2015 DDoS-Attacken mit bis zu 500 GBit/s beobachtete. 25 Prozent aller gemeldeten Angriffe lagen Arbor Networks zufolge über 100 GBit/s. Im Jahr zuvor kamen erst 20 Prozent der Angriffe über 50 GBit/s. 35 Prozent aller Angriffe ging ein Erpressungsversuch voraus.

(Bild: Verisign)

Eine interessante Perspektive auf das Thema liefert eine ebenfalls von Arbor durchgeführte Ermittlung, der zufolge 24 Stunden DDoS-Angriff durch ein von einem Russen betriebenes Botnetz nur 60 Dollar kosten. CloudFlare beobachtete parallel, dass immer mehr Angriffe am Wochenende auftreten. Es scheint sich um eine Art Nebenerwerb zu handeln.

Tags :Quellen:ZDNet.comVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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