Genfer Auto Salon – Die Hersteller setzten auf Elektro-, Hybrid- und Gasmodelle

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Am 13.03.16 ging der 86. Internationale Auto Salon in Genf zu Ende. Die Hersteller zeigten Weltpremieren, neuen Sportwagen, Kombis und auch jede Menge umweltbewusste Automodelle. Wir waren für euch in Genf und haben die Neuheiten angesehen.

Seit 1905 findet jedes Jahr der Genfer Auto Salon statt. Die Geneva International Motor Show ist eine der weltweit wichtigsten Automobilmessen. Dieses Jahr fand sie vom 03. bis zum 13. März statt. Wir waren für euch in Genf und sind für euch die 100.000 Quadratmeter große Messe abgelaufen.

Rund 200 Aussteller präsentieren hier ihre neuen Hochglanz-Karosserien. In der Halle beläuft sich das Gelände auf rund 100.000 Quadratmetern, gepaart mit den Besuchermassen kann hier jemand leicht verloren gehen. Zusätzlich gibt es noch knapp 20.000 Quadratmeter Außengelände. Neben den Autos wird in einer extra Halle Zubehör wie zum Beispiel Felgen, Reifen, Lacken, Klebstoffe und Reinigungsmittel ausgestellt.

Besonders beeindruckend und vor allem auch faszinierend für die Besucher ist die Tatsache, dass jeder hier in Genf die Autos nicht nur ansehen, sondern sie auch anfassen und sich in sie hineinsetzen kann. Damit trotzdem keine Fingerabdrücke zu sehen sind, kommen immer wieder Angestellte und wischen Staub oder polieren die Autos zurück auf Hochglanz.

Neben den Informationstafeln der Autos stehen Mitarbeiten der einzelnen Autohersteller bereit, um jegliche Art von Fragen zu beantworten. Bei Interesse lassen sich natürlich auch Probefahrten vereinbaren und Kataloge zu senden.

Genfer Auto Salon (Bild: http://www.salon-auto.ch/de/)

Alle namenhaften Autohersteller sind dort vertreten. Aber auch ganz neue Konzepte und Automarken können sich in Genf präsentieren. Hier wird der Unterschied zwischen PS-starken Benzin- beziehungsweise Dieselfressern und Hybrid-, Elektro- und Gas-Autos deutlich.

Besonders beeindruckt haben uns die Quant-Modelle. Hierbei handelt es sich um ein Elektroauto, welches mit Salzwasser betrieben wird. Salzwasser? Ja genau! Wenn Salze sich in Wasser lösen, entstehen so genannte Ionengitter, welche positiv oder negativ geladen sein können. Ein Gemisch aus beiden (Redox-Reaktion) erzeugt Strom, welche die Elektromotoren antreiben und sogar ganze 653 PS ermöglichen soll.

Bisher fahren diese zwar noch nicht wirklich verbreitet auf der Straße herum, haben allerdings die Genehmigung und können auf Wunsch gebaut werden. Preislich sind sie natürlich kein Schnäppchen, dafür verspricht der Hersteller lebenslanges kostenloses Salzwasser tanken.

Quantino (Bild: Übergizmo)

Quantino (Bild: Übergizmo)

Bisher gibt es den Quant E eine Sport-Limousine und die erste der Entwicklungen. Der Quant Fe, die Neuheit des Herstellers, soll auf Reichweiten bis zu 800 Kilometern kommen. Und den kleinsten der Quant-Modelle den Quantino, der jedoch auch eine Höchstgeschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde vorzuweisen hat.

Quant E (Bild: Quant)

Quant E (Bild: Quant)

Zum Thema autonomes Fahren hat zum Beispiel Kia seinen neuen Soul EV vorgestellt. Es ist ein kleiner Elektroflitzer, der in 11,2 Sekunden von Null auf Hundert beschleunigt und eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 145 Kilometern pro Stunde erreicht. Das Elektroauto kommt auf eine Reichweite von bis zu 212 Kilometern. Knapp fünf Stunden dauert es den kleinen Flitzer voll aufzuladen, doch mit der Schnell-Ladefunktion kommt es nach circa einer halben Stunde schon auf 80 Prozent Akku.

Kia Soul EV (Bild: Übergizmo)

Kia Soul EV (Bild: Übergizmo)

Der Elektro-Autohersteller Tesla hat auf dem Auto Salon in Genf keine Neuheiten vorgestellt. Das neue Tesla Modell wird auf einem eigenen Event gezeigt. Dennoch war der Andrang bei den Tesla-Modellen so groß, dass der Ausstellungsbereich teilweise abgesperrt wurde und ein Termin vereinbart werden musste.

Doch Gerüchte um das neue Modell gibt es schon haufenweise, vor allem soll es diesmal weg von Sportwagen und Limousine und hin zu einem Alltagsauto für jedermann gehen. So könnte auch der Umsatz des Unternehmens steigen, was bisher eher rote statt schwarzer Zahlen schreibt. Doch die Gründer Elon Musk, Martin Eberhard, Marc Tarpenning, JB Straubel und Ian Wright glauben fest an eine Welt mit nur noch Elektroautos auf der Straße.

Tesla Model X (Bild: Tesla)

Tesla Model X (Bild: Tesla)

BMW setzt auch auf Elektroautos mit seinen i-Modelle. Der BMW i8 ist ein Plug-in-Hybrid Auto, welches schon auf der IAA 2013 vorgestellt wurde. Der BMW i3 kommt als komplettes Elektroauto daher. Auch seine gesamte Innenausstattung besteht aus ökologischen Bestandteilen.  BMW setzt im Innenraum auf mit Kohlefasern verstärktem Kunststoff (CFK) und auf der Außenseite auf  thermoplastischen Elastomeren (PP/EPDM).

BMW i8 ( (Bild: Übergizmo)

BMW i8 ( (Bild: Übergizmo)

Den BMW i3 gibt es übrigens in München häufig zu sehen oder zu Fahren bei dem so genannten DriveNow Carsharing. Hier mietet man sich ein geparktes Auto per App und fährt damit zum gewünschten Ziel.

Video zu DriveNow Carsharing:

Hybrid-Autos sind bei fast allen Herstellern zu finden, sie scheinen bisher der Kompromiss zwischen Spritfresser und komplett Elektroautos zu sein. Doch da fehlt doch noch was. Genau, die Biogas Modelle. Auch sie werden uns weiterhin auf dem Automarkt begegnen. Das Biogas wird aus biologischen Abfällen gewonnen und soll den CO2-Ausstoß sowie die Schadstoffe reduzieren. Ob Audi, Fiat, Mercedes Benz, Skoda und noch viele weitere Hersteller, sie alle bauen auch mit Erdgas betriebene Fahrzeuge.

Audi Biogasauto (Bild: Übergizmo)

Audi G-Tron Biogasauto (Bild: Übergizmo)

Zusammenfassend können wir sagen, dass sich ein Besuch auf dem Genfer Autosalon für jedermann lohnt. Neben den ganzen Neuheiten rund um die Autowelt, kann alles angeguckt, angefasst und genau begutachtet werden. Hinzu kommen noch die Verkäufer, die auch alle nötigen Informationen zu jedem Modell parat haben und das Feeling einer so großen Messe gehört natürlich auch zum Programm. Der Eintrittspreis der Messe lag dieses Jahr bei 16 CHF, allerdings nicht zu vergessen die Parkgebühr von 25 CHF, falls mit dem Auto angereist wird.

Alexander Chaikin / Shutterstock.com

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