Sony-Projektor soll alles zum Touchscreen machen

(Bild: Karissa Bell/Screenshot: de.ubergizmo)

Wie wäre es, wenn alles um euch herum ein Touchscreen wäre? Sony hat eine entsprechende Technik als Prototyp entwickelt und auf dem SXSW 2016 gezeigt. Das "Interactive Tabletop" ist ein Projektor, der mit einer Kamera verbunden ist.

Kennt ihr das Buch „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll? Die Entwickler von Sony haben das Buch mit ihren Touchscreen-Projekt zum Leben erweckt. Der Nutzer kann animierte Figuren aus den Seiten herausziehen, auf dem Tisch herumspazieren lassen und mit ihnen interagieren. Auch mit realen Gegenständen wie einem Satz Spielkarten oder einer Untertasse sind Interaktionen möglich.

Sony betont, dass Prototypen seines Future Lab nicht notwendig zu fertigen Produkten führen müssen. Auch enthält die Demonstration keinerlei Hinweise auf einen produktiven Einsatz der Technik, der über interaktive Geschichten und Spiele hinausgehen würde.

Das Projekt erinnert an virtuelle Lasertastaturen, wie sie seit 2002 existieren. Samsung hat dazu 2006 ein Patent beantragt, wobei es einen in ein Smartphone eingebauten Projektor beschreibt. Und ein verwandter Antrag von Google aus dem Jahr 2013 sah vor, die virtuelle Tastatur auf dem Arm oder der Hand einzublenden.

The Verge fühlt sich zudem an ein Projekt von Bastian Broecker erinnert. Es handelte sich um einen Augmented-Reality-Tisch, der für die Erkennung von Objekten und Bewegungen eine Playstation-Eye-Kamera und einen Microsoft-Kinect-Sensor verband. In eine ähnliche Richtung gehen Augmented-Reality-Brillen wie Microsofts HoloLens, nur dass dieses Modell mit dreidimensionalen virtuellen Objekten arbeitet, während zumindest Sonys Tischprojektion sich auf zwei Dimensionen beschränkt.

Die ersten Entwickler haben HoloLens inzwischen in den Händen. Der Preis des Vorabmodells beträgt 3000 Dollar.


In eine ähnliche Richtung wie Sonys Projektion gehen Tischcomputer: Microsofts Surface, der seinen Namen später an die Tablet-Reihe abgeben musste, konnte bereits auf seinem Touchscreen abgestellte Gegenstände identifizieren. Ein jüngerer Vorstoß in diese Richtung kommt von Dell und stammt vom November 2015. Microsoft hingegen hat seinen Tischcomputer von der Horizontale in die Vertikale befördert und zum „Digital Whiteboard“ namens Surface Hub umgewidmet.

Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de
  1. Seit ihr euch sicher, dass das neu ist?

    Ich meine sowas schon vor Jahren mal auf der IFA gesehen zu haben. Es war definitiv ein Buch auf der Projiziert wurde und man konnte Seiten umblättern und das rein virtuell um Infos zu einem Produkt oder sowas zu bekommen.

    Und Kameras die mit Projektion gekoppelt sind für Interaktion, kenne ich auch schon seit langem aus dem Messebereich.

    Sony scheint das nun nur in eine art All-in one Lösung zu verwandeln.

    1. Niemand sagt Sony hätte das Rad neu erfunden. Natürlich gehts nur darum, dass das in einem Produkt – eher Projekt – vereint wird. Manchmal hilft auch lesen…

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