Apple will wohl seine iCloud-Verschlüsselung verstärken

(Bild: Apple)

Apple setzt bei seinen Geräten und Anwendungen auf eine starke Verschlüsselung. Jetzt scheint das Unternehmen zu plane, seine iCloud-Verschlüsselung zu verbessern. Ziel ist dabei, dass die Änderungen die Nutzung des Dienstes nicht beeinflussen und die Daten der Nutzer auch vor gerichtlichen Anweisungen geschützt sind.

Das Wall Street Journal hat berichtet, dass Apple eine neue und stärke Verschlüsselung seines iCloud-Dienstes plant. Durch den derzeitigen Rechtsstreit mit dem FBI über die Entschlüsselung eines gesperrten iPhones, scheint Apple sich jetzt absichern zu wollen. Die geplanten Veränderungen sollen sich aber nicht auf die Nutzung und den Nutzer selber auswirken.

Das Unternehmen verschlüsselt zwar schon jetzt die Daten seiner iCloud-Nutzer, der Schlüssel wird jedoch auf den Servern des Unternehmens abgelegt, um eine Wiederherstellung der Kontoinformationen zu ermöglichen – beispielsweise bei Verlust des Passworts. Dadurch ist Apple auch in der Lage, nach Vorlage eines Gerichtsbeschlusses Daten seiner Nutzer an Strafverfolgungsbehörden weiterzuleiten. Die Financial Times hatte schon im Februar berichtet, Apple wolle die Verschlüsselung von iCloud verbessern. Laut WSJ ist aber weiterhin unklar, wann Apple seine Pläne umsetzt.

Derzeit sind auf iCloud abgelegte Datensicherungen eine bei Ermittlern beliebte Quelle, so auch im Fall des Attentäters von San Bernardino. Allerdings enthält das Backup laut FBI möglicherweise nicht alle Daten, die sich auf dem fraglichen iPhone 5C befinden, weswegen die US-Bundespolizei Apples Hilfe bei der Umgehung von Sicherheitsfunktionen des Geräts einfordert. Apple wehrt sich jedoch inzwischen gegen den Beschluss eines Gerichts, wonach es das FBI unterstützen muss. Beide Parteien treffen nun am 22. März bei einer Anhörung vor einem Bundesgericht in Kalifornien aufeinander.

(Bild: Apple)

Auf die in iCloud Keychain abgelegten Informationen wie Passwörter und Kreditkartendaten hat Apple schon jetzt keinen Zugriff. Nutzer können einen Sicherheitscode festlegen, um bei Verlust des Passworts den Zugang zum Cloud-Schlüsselbund wiederherzustellen. Wird der Code zehnmal falsch eingegeben, entfernt Apple das Keychain-Konto von seinen Servern.

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Eine stärkere iCloud-Verschlüsselung würde auf Apples Server abgelegte Daten aber auch besser vor unbefugten Zugriffen schützen. 2014 war es einem Hacker namens Ryan Collins gelungen, auf persönliche Konten von Prominenten zuzugreifen. Er erbeutete unter anderem Nacktaufnahmen, die er auch verbreitet haben soll. Allerdings nutzte er nicht, wie anfänglich vermutet, eine Sicherheitslücke im iCloud-Backup, sondern Phishing-E-Mails, um an die Zugangsdaten für mindestens 50 iCloud-Konten zu kommen.

Tags :Via:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDnet.de

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