Airbus A380 der Lufthansa kollidiert beinahe mit Drohne

(Bild: Lufthansa)

In der Nähe des Flughafen Los Angeles wäre ein Airbus A380 der Lufthansa um Haaresbreite mit einer Drohe zusammen gestoßen. Sie näherte sich auf ungefähr 50 Meter an das riesige Verkehrsflugzeug an.

Ein Lufthansa-Verkehrsflugzeug vom Typ A380 Airbus hätte beinahe einen Zusammenstoß mit einem Quadcopter gehabt. Der Zwischenfall passierte beim Landeanflug auf Los Angeles in 1.500 Metern Höhe. Verletzt wurde niemand, das Flugzeug landete planmäßig.

Die Angaben stammen von Ian Gregor, einem Sprecher der Luftaufsichtsbehörde FAA. Diese hat ihm zufolge sofort nach Meldung das Los Angeles Police Department eingeschaltet, um den Besitzer der Drohne ausfindig zu machen. Laut der Regeln von 2015 dürfen sich Drohnen keinen bemannten Flugzeugen nähern und generell nicht ohne Absprache mit dem Tower innerhalb von fünf Kilometern Radius um einen Flughafen eingesetzt werden. Zudem herrscht eine Registrierungspflicht.

Die kalifornische Senatorin Dianne Feinstein von den Demokraten fordert aus diesem Anlass eine zügige Einführung des Gesetzes Consumer Drone Safety Act. Sie sagte: „Das ist ein weiterer Zwischenfall, der ein Linienflugzeug zum Absturz hätte bringen können, und das ist vollkommen inakzeptabel. Eine Beinahekollision um 60 Meter sollte als deutliche Erinnerung dienen, welche Gefahren von rücksichtsloser Drohnennutzung ausgehen.“

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Das von Feinstein geplante Gesetz zur privaten Drohnennutzung sieht verpflichtende Sicherheitsvorkehrungen vor. So sollen Geobarrieren einen Einsatz in bestimmten Gebiete, vor allem im Umkreis von Flughäfen, unmöglich machen. Die Drohne würde solche Grenzen per GPS erkennen. Auch die Flughöhe würde mit der vorgeschriebenen Technik automatisch beschränkt: In 1500 Metern Höhe dürfte die Drohne kaum wie vorgeschrieben „in Sichtweite“ des Lenkers gewesen sein.

Erlaubt sind ohnehin nur 120 Meter Flughöhe für private und 150 Meter für kommerzielle Drohnen. Beide Arten können bis zu 25 Kilogramm schwer sein, weshalb eine eventuelle Kollision wesentlich schwerwiegendere Folgen haben könnte als eine mit einem Vogel. Der Senat wird kommenden Monat über den Consumer Drone Safety Act beraten.

Nach Schätzungen der FAA wurden in den Vereinigten Staaten allein zu Weihnachten 2015 rund 400.000 Drohnen verkauft. Zusätzlich gibt es starkes Interesse an einem professionellen Einsatz: Einzelhändler wie Amazon und Walmart, aber auch Google wollen Waren spätestens ab 2017 mithilfe unbemannter Flugobjekte ausliefern. Neben technischen müssen zunächst noch regulatorische Hürden genommen werden.

Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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