Gigantisch: Uber will angeblich 100.000 S-Klassen kaufen

(Bild: Mercedes)

Es wäre ein Megageschäft: Uber will angeblich 100.000 Mercedes S-Klassen kaufen, meldet das Manager Magazin. Das wären grob 10 Milliarden US-Dollar. Bestimmt gäbe bei dieser Menge Rabatt, aber eine Bestellung gibt es wohl doch nicht.

Der Fahrdienstvermittler habe 100.000 S-Klasse-Limousinen im geschätzten Wert von 10 Milliarden Dollar bei Mercedes-Benz bestellt, meint das Manager-Magazin. Kann man glauben, muss man aber nicht. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass Uber lediglich eine Anfrage gestellt habe, die auch bei anderen Autoherstellern einging. Eine Bestellung habe es nie gegeben.

Das wäre auch kaum möglich gewesen, allerdings aus technischen und nicht aus finanziellen Gründen: „Sie wollten selbstlenkende Autos“, zitiert Reuters seinen Informanten. Keiner der deutschen Autohersteller hat derzeit jedoch ein vollautomatisch steuerndes Fahrzeug im Angebot – auch wenn viele mit dieser Technik experimentieren: Die Agentur nennt die Firmen Audi/Volkswagen, BMW, die Daimler-Tochter Mercedes-Benz sowie die Zulieferer Bosch und Continental.

Allerdings gebe es bei den deutschen Herstellern Vorbehalte, mit Start-ups und Technikfirmen zu kooperieren, heißt es weiter. Ein Vertreter einer der Firmen habe gesagt: „Wir wollen nicht wie Nokias Handyabteilung enden, die einmal höchst profitabel war … und dann verschwand.“

Auch das Manager-Magazin kann nicht beantworten, was Uber mit 100.000 S-Klasse-Fahrzeugen vorhat und wann es überhaupt mit der Lieferung rechnet. Die Zeitschrift hält nur fest, mit selbstlenkender Technik könnten die Autos nicht vor 2020 geliefert werden. Mit Travis Kalanick und Dieter Zetsche sollen die Chefs von Uber und Daimler übrigens direkt verhandelt haben.

In Deutschland scheiterte Ubers Mitfahrdienst UberPop an den von Taxifirmen eingeklagten geltenden Regeln. Zum 9. November 2015 stellte es seinen Dienst in Hamburg, Frankfurt am Main und Düsseldorf offiziell ein. Deutschlandchef Christian Freese erklärte: „Wir mussten erkennen, wie aufwändig es unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen in manchen Städten ist, ein Produkt zu entwickeln, das unserem Anspruch gerecht wird. Insbesondere die Unsicherheiten und Ermessensspielräume auf lokaler Ebene haben wir unterschätzt.“

Mercedes ist die für Taxen übliche Marke. Sollte Uber eine Mercedes-Flotte bestellen, so würde sich dies offensichtlich gegen die Taxibranche richten. In Ubers Produktangebot dürften sie am ehesten in UberX einen Platz finden, mit dem man ein Auto samt Fahrer mieten kann. Uber betreibt ihn in Deutschland derzeit zusammen mit Mietwagenfirmen. Laut Website kommen Mittelklassefahrzeuge zum Einsatz.

Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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