KI – Atomwaffenkontrolle durch künstliche Intelligenz

(Bild: Screenshot aus Youtube)

Künstliche Intelligenz verarbeitet nicht nur Suchanfragen. Bald soll sie auch für Cybersicherheit und nukleare Kontrollsysteme eingesetzt werden.

Zusammen mit IBM führt das Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) ein Supercomputing-System ein. Basierend auf künstliche neuronale Netze könnte es bald für Cybersicherheit und die nuklearen Kontrollsysteme der LLNL-Abteilung National Nuclear Security Administration (NNSA) eingesetzt werden.

Das kalifornische LLNL war 1952 für Kernwaffen-Forschungen gegründet worden. Mittlerweile ist es auch für Abrüstprogramme verantwortlich. In der Rangliste der größten Supercomputer weltweit ist es seit geraumer Zeit namhaft vertreten. Das auf IBM BlueGene/Q basierende System Sequoia ist derzeit der im Benchmark Linpack drittschnellste Supercomputer der Welt.

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Über das neue Projekt heißt es nun, es „könnte die Weise verändern, wie wir Wissenschaft betreiben“. Der nach dem Vorbild des menschlichen Gehirns konstruierte Rechner wird über das Äquivalent von 16 Millionen Neuronen und vier Milliarden Synapsen verfügen. Sie werden durch 16 IBM-TrueNorth-Chips gebildet. Diese neurosynaptischen Chips bestehen aus je 5,4 Milliarden Transistoren, die zusammen eine Million digitale Neuronen ergeben und über 256 Millionen elektrische Synapsen kommunizieren.

Die neurosynaptische Konzeption verspricht besondere Vorteile bei kognitiven Aufgaben wie Mustererkennung oder Verarbeitung von Sensordaten. Sie ist aber auch besonders effizient: Die 16 TrueNorth-Chips nehmen nicht mehr als 2,5 Watt auf.

Die Realisierung erfolgt innerhalb des Programms Advanced Simulation and Computing (ASC), das die Aufgabe hat, neue Techniken wie Maschinelles Lernen für die Atomwaffenforschung zu nutzen. Vertreter von LLNL und IBM Research feierten die Zusammenarbeit in Wortmeldungen als Meilenstein bei der Entwicklung hin zu Exascale-Computing und kognitivem Computing. Auch das US-Energieministerium ist an dem Forschungsprogramm beteiligt.

Auf neuronale Netze führte kürzlich auch Googles Tochter DeepMind den Sieg ihres Programms AlphaGo über den wohl weltbesten Go-Spieler Lee Se-dol zurück. Ihr Gründer Demis Hassabis sieht als spielentscheidend auch Intuition an, die der Künstlichen Intelligenz durch neuronale Netze ermöglicht worden sei. Das auf einem Brett aus 19 mal 19 Feldern gespielte, aus China stammende Brettspiel Go ist etwa 2500 Jahre alt. Es gilt als ungleich komplexer zu berechnen als etwa Schach. Laut MIT Technology Review war ein Algorithmus auf dem Niveau von Profispielern erst in etwa zehn Jahren erwartet worden.

(Bild: Screenshot aus verlinktem Video)

  1. Ja wenn das mit dem Chat-Bot Tay schon so super funktionierte, dann ist die Idee mit den Atomwaffen echt beruhigend^^…………..Syntax Error………..Boooooom^^

  2. Wer sagt uns denn, dass eine hochentwickelte KI den Menschen nicht als Virus klassifiziert und dessen Auslöschung, bzw. Reduzierung als unabdingbar ansieht, weil er seinen Lebensraum (Wirt) Erde sukzessive zertört? Oder aber, dass sie den Menschen als elementare Bedrohung für die eigene Existenz ansieht? Ich bin jedenfalls angesichts des Gebarens unserer Art weniger frenetisch was die Entwicklung einer solchen Technologie angeht, zumal die Menschen in der Regel nicht ansatzweise verstehen, welche möglichen Gefahren mit neuer Technologie einhergehen. Wenn man diesbezüglich allein mal an den (aus heutiger Sicht) geradezu grenzenlos naiven Umgang mit der damals neu aufgekommenen Atomtechnologie denkt…

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