Microsoft Edge bekommt eigenen Adblocker und Extension-Store[UPDATE]

(Bild: Ed Bott/ZDNet.com).

Der Microsoft-Browser Edge wird künftig mit einem eigenen Adblocker ausgestattet sein, der es euch erlaubt, Werbung während dem Surfen zu unterdrücken. Das hat Microsoft auf seiner Entwicklerkonferenz Build 2016 offiziell verkündet. Außerdem hat es noch eine Reihe weiterer Features für den Edge angekündigt.

Insgesamt 10 Neuheiten führte der Windows-Macher während seines Vortrags zum Microsoft Edge an. Die Feature-Liste wurde auf Basis von Nutzer-Anfragen erstellt. Gewünscht haben sich Anwender demnach auch ein modernes Erweiterungs- und Plug-in-Modell sowie einen Store, wo man diese herunterladen kann. Beides plant Microsoft mit der nächsten Version des Browsers einzuführen. Damit macht es auch Adblocker wie AdBlock Plus verfügbar. Ende 2015 war dies bereits durchgesickert.

Außerdem wird der neue Edge euch die Möglichkeit bieten, heruntergeladene Files auch unter einem anderen Namen beziehungsweise an einem Ort euer Wahl zu speichern. Microsoft verspricht auch eine höhere Stabilität seines Browsers und seltenere Abstürze.

Ebenso wie der Adblocker ist auch die Integration des Bing-Übersetzers in Edge für das nächste Release geplant. Auf Geräten mit Touchscreen werdet ihr außerdem auch wieder per Wischgeste vor und zurück navigieren können. Diese Funktion fehlt vor allem Smartphone-Nutzern nach dem Update auf Windows 10 Mobile.

Microsoft will aber auch die Darstellung bestimmter Webseiten in Edge verbessern und die Sortierung von Favoriten erleichtern. Business-Kunden sollen zudem eine Funktion erhalten, die es erlaubt, Favoriten zentral zu verwalten und Nutzern zur Verfügung zu stellen. Fest eingeplant hat Microsoft auch ein Kontextmenü, das sich mit einem Rechtsklick auf den Zurück-Button des Browser aufrufen lässt. Es soll eine schnelle Navigation durch den Browserverlauf ermöglichen.

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Adblocker werden immer beliebter und finden schon bei mehreren großen Herstellern Einzug. Kostenlosen Newsseiten, die sich durch Werbung finanzieren, schaden diese allerdings erheblich. Einer im August 2015 veröffentlichten Studie zufolge sollten der Werbebranche im vergangenen Jahr Einnahmen in Höhe von 22 Milliarden Dollar entgehen, weil rund ein Drittel der Nutzer inzwischen Adblocker einsetzt.

Dennoch haben Nutzer das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und den Schutz vor einer Verfolgung durch Werbetreibende. Das sieht auch das Landgericht München so, wie Heise Online berichtet. In der vergangenen Woche hat es eine Klage des Süddeutschen Verlags, Herausgeber der Süddeutschen Zeitung, gegen die Kölner Softwarefirma Eyeo abgewiesen hat.

Eyeo soll mit seinem Werbeblocker AdBlock Plus gezielt die Verteilung von Werbung auf der Website „süddeutsche.de“ behindert haben. Das Unternehmen greife so in einen „impliziten Vertrag zwischen Verlag und Leser ein, der die Anzeige kostenlos abrufbarer Artikel vorsehe“, heißt es in dem Bericht. Das Gericht verneinte auch das unterstellte Vertragsverhältnis mit dem Verlag, das den Leser verpflichten soll, sich Werbung anzuschauen.

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Update:

Microsoft hat widersprochen, es bereite einen eigenen Adblocker für seinen Browser Edge vor. Gegenüber Venturebeat sagte ein Sprecher: „Wir haben keine Pläne, einen nativen Adblocker in Edge zu integrieren.“ Eine auf der Konferenz Build gezeigte Folie sei missverstanden worden. Microsoft zufolge bezieht sich der Eintrag auf der Liste nur auf die Verfügbarkeit von Erweiterungen, die unter Edge – wie unter jedem anderen Browser – auch Adblocker von Dritten ermöglichen.

Tags :Quellen:MicrosoftVia:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de
  1. Hallo wie wird jetzt beim S7 edage SD mit Speicher verknüpft mit Kabel am PC wie unter den 30 tipps gesagt wird wie und wo was muss ich thun.
    Danke für eure genaue info

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