Tesla Model 3: Über 276.000 Vorbestellungen und neue Details

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Damit hat Tesla Motors nicht gerechnet. Der Ansturm auf das letzte Woche vorgestellte Model 3 übertrifft alle Erwartungen des Unternehmens. Über 276.000 Vorbestellungen sind für den Tesla Model 3 allein innerhalb der ersten zwei Tage eingegangen. Außerdem sind einige weitere Details zum Display und dem Antrieb des neuen Elektroautos bekannt geworden.

Tesla Model 3

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(Foto: Tesla)

Analysten rechneten mit um die 100.000 Bestellungen. 276.000 Pre-Orders zählte Tesla Motors schon am Samstagabend, wie CEO Elon Musk via Twitter mitteilte. Erst am Freitag in der Früh stellte der Autobauer das neue Fahrzeuge zu einem Preis von 35.000 Dollar vor und schaltete die Vorbestellung weltweit frei. Nur in einigen Ländern wie Australien konnte man das Fahrzeug schon vorher reservieren.

„Wir müssen die Produktionsplanung überdenken“

Würde jede Vorbestellung zu einem Kauf des Wagens führen, wäre das Model 3 das sich am schnellsten verkaufende Modell von Tesla. Das Unternehmen schätzt, dass sich der durchschnittliche Verkaufspreis inklusive Extras auf rund 42.000 Dollar belaufen wird. Dies würde einem Umsatz von fasst 11,6 Milliarden US-Dollar entsprechen. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 machte der Elektroautobauer insgesamt weniger als 4 Milliarden Dollar Umsatz.

Und die Chancen stehen gut. Schließlich musste jeder Vorbesteller eine Gebühr von 1000 Dollar (in Deutschland 1000 Euro) bezahlen. Der erfolgreiche Vorverkaufsstart schlägt sich auch im Aktienkurs von Tesla nieder. Dieser ist seit der Vorstellung am Freitag um gut 10 Prozent gestiegen.

Der große Ansturm auf das bislang günstigste Telsa-Fahrzeug bedeutet aber auch, dass das Unternehmen seine Produktion deutlich hochfahren muss, um all seine Kunden bis Ende 2017 bedienen zu können. „Wir werden definitiv die Produktionsplanung überdenken müssen“, räumt Musk per Tweet ein. Für das Jahr 2016 plante Tesla mit der Produktion von insgesamt 500.000 Fahrzeugen für alle Baureihen.

„Es fühlt sich wie ein Raumschiff an.“

Inzwischen sind zudem weitere Details zum Model 3 bekannt geworden. Das Standard-Modell verfügt über einen Heckantrieb, soll aber auch als Version mit Allradantrieb erhältlich sein. Aber selbst die RWD-Variante soll aufgrund des schnellen Drehmomentverhaltens des Tesla-Antriebs eine hervorragende Traktion auf Eis besitzen, so Musk. Zudem wird es verschiedene Extras wie eine Anhängerkupplung geben.

Das zentrale Display des Tesla Model 3, das in der Mitte des Fahrzeuges positioniert ist, und zumindest im vorgestellten Prototyp das übliche Dashboard samt Tacho hinter dem Lenkrad ersetzt, soll von LG gefertigt sein.

Allerdings hat Tesla nun erwähnt, dass der horizontale Bildschirm in der Mitte noch nicht dem finalen Design entspricht. Auf einige Beschwerden über den fehlenden Tacho hin antwortete der Tesla-CEO via Twitter: „Wartet ab, bis ihr die tatsächliche Lenkkontrolle und das System des Model 3 seht. Es fühlt sich wie ein Raumschiff an.“

Der Model 3 hat eine Reichweite von 215 Meilen beziehungsweise 345 Kilometern und beschleunigt in 6 Sekunden von 0 auf 100 Km/h. Das Dach besteht aus einer Glasscheibe, die von der Windschutzscheibe bis nach hinten verläuft. Weitere Informationen hält nachfolgender Link bereit:

Lies auch: Tesla Model 3: Elon Musk enthüllt sein günstiges Elektroauto

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  1. Tesla Motors, Inc. ist erst seit 2003 auf dem Markt und konnte mit dem Tesla Roadster mit einer limitierten Auflage von 2500 Stück zu einem Kaufpreis (von/ab) € 100.000,- Kunden, Autofreunde und die Konkurrenz gleichermaßen beeindrucken. Im vergangenen Jahr 2015 hat Tesla immerhin insgesamt rund 50.000 Elektroautos produziert.

    Top Premium Hersteller wie BMW konnte 2015 vom Typ BMW i3 hingegen nur 1.051 Elektroautos in Deutschland verkaufen. Wie viele davon in Privathände gekommen sind, oder ob ein Großteil der verkaufen BMW i3 in Flottenbeständen landeten, ist ebenso unklar wie enttäuschend. Kritiker sprechen bei BMW i3 vom visuellen Katastrophen-Design und mangelnder Alltagstauglichkeit (z. B. Reichweite).

    Die Journalisten, die von der Deutschen Autoindustrie kommerziell abhängig sind, äußern sich vorsichtig: „Über das Design mag man streiten.“ Andere sind in Punkto Design ehrlicher und deutlicher: „Der BMW i3 polarisiert. Das liegt vor allem am Design, das ein bisschen so aussieht wie eine Kreuzung aus Kugelfisch und Raumschiff. Besonders auffällig sind die gegenläufig öffnenden Selbstmörder-Türen (O-Ton!) für den Fond.“

    Für mich wirkt der BMW i3 in Punkto Design wie ein besserer Elektrorollstuhl für eine Reha-Klinik. Kein Wunder: der BMW i3 floppt und ist nicht marktfähig. Beim Mittelstand und bei ganz normalen Verbraucherfamilien kommt der BMW i3 nicht an. Auch der Preis von durchschnittlich € 37.940,- pro Fahrzeug ist indiskutabel. Der Hersteller, die Marke BMW i der BMW AG, produziert folglich „Ladenhüter auf Halde.“

    Der BMW i8, mit den „Genen eines flachen Hightech-Renner“, so einige Autojournalisten, sollte eine „Trendwende im Sportwagenbau einläuten.“ Hochgejubelt von Autojournalisten, geht das Hightech-Produkt allerdings glatt am Markt vorbei, sorgen doch bereits die Anschaffungskosten (von/ab) € 126.000,- pro Einheit für Kopfschmerzen bei den Kunden des Mittelstandes. Den Rest besorgt die anspruchsvolle Sitzschale mit Verspannungen bei Nackenmuskulatur, Schulterblätter und Lendenwirbel. Die Bodenfreiheit ist sehr gering bei diesem Plug-in-Hybrid-Sportwagen i8, Beschädigungen an Spoilern oder Unterboden im Alltagsbetrieb sind sehr wahrscheinlich, Parkhäuser und Bordsteinkanten sind strikt meiden. Alltagstauglich ist das definitiv nicht.

    Mercedes kam 2015 auf insgesamt 1.161 reine Elektrofahrzeuge, davon 676 Elektro-Smart. VW Wolfsburg konnte dem Markt 1.648 Einheiten v on sog. „reinen E-Autos“ anbieten. Der VW Up! stellte mit 853 Fahrzeugeinheiten den Großteil der Auslieferungen.

    „Ein Auto muss die Leute anziehen – und das geht über das Design“, sagen die Experten und Design-Spezialisten. Der Tesla Model 3 bietet dieses Design und lässt im Preis-Leistungs-Verhältnis die Konkurrenz der internationalen Automobilhersteller in diesem E-Segment weit hinter sich. Die Aussage von Tesla-Gründer Elon Musk, „Sie werden kein besseres Auto um 35.000 Dollar finden, nicht einmal ansatzweise“, trifft zu. 500.000 Einheiten bis zum Jahr 2020 sind durchaus möglich und realistisch, insbesondere bei aktuell 230.000 Vorbestellungen, nur fehlen Tesla noch die hierfür notwendigen Produktionskapazitäten. Sandro Valecchi

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