Foxconn übernimmt Sharp für 3 Milliarden Euro

(Bild: Sharp)

Das taiwanesische Fertigungsunternehmen Foxconn übernimmt den japanischen Elektronikkonzern Sharp - für 388,8 Milliarden Yen (ca. 3 Milliarden Euro). Am Samstag besiegelten beide Unternehmen die Übernahme durch Vertragsunterzeichnung. Im Vorfeld hatte Foxconn rund 100 Milliarden Yen mehr für den angeschlagenen TV-Hersteller geboten. Wegen ausstehenden Verbindlichkeiten und einer sich verschlechternden Geschäftsbilanz reduzierte sich der Kaufpreis jedoch.

Im Rahmen der Übernahme erhält Foxconn 66 Prozent aller Sharp-Aktien. Der iPhone-Produzent wird damit zum größten Anteilseigner. Es ist die erste Übernahme eines so großen japanischen Konzerns durch ein ausländisches Unternehmen. Sharp wurde 1912 gegründet und produziert seit 1953 unter dem heutigen Namen Fernsehgeräte. Damals war Sharp das erste japanische Unternehmen, welches TVs in Serie produzierte. Später folgten Mikrowellen, Solarzellen und Taschenrechner. In den letzten Jahren konnte sich das Traditionsunternehmen nur schwer gegen die Konkurrenz aus Korea und China behaupten. Davon betroffen war insbesondere das Kernsegment der Bildschirme für TV-Geräte und Smartphones.

Foxconn aus Taiwan gehört zu den größten Herstellern von Elektronik- und Computerteilen. Es produziert im Auftrag unter anderem die Spielekonsolen von Sony, Microsoft und Nintendo sowie das iPhone von Apple. Durch die Übernahme will sich Foxconn in Zukunft breiter auf dem Markt aufstellen.

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Tags :Quellen:Heise.de

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