Signal – der Krypto-Messenger kommt auf den Desktop

(Bild: Open Whisper Systems)

Verschlüsselt ihr eure Chats? Mit dem Messenger Krpto-Messengers Signal ist das nun auch über den Desktop möglich. Die Beta des Programms ist ab sofort verfügbar. Wer WhatsApp kennt wird, auch gleich mit Signal zurecht kommen.

Open Whisper Systems die Desktop-Version seines Krpto-Messengers Signal veröffentlicht. Allerdings handelt es sich noch um eine Beta. Signal setzt auf Chrome auf und benötigt deshalb zwingend den Browser. Der Nutzer muss zudem auf seinem Android-Gerät Signal installiert haben.

Im Gegensatz zum Anfang 2015 eingeführten WhatsApp Web öffnet sich Signal nicht in einem Browsertab, sondern als Chrome-App in einem eigenen Fenster auf dem Desktop. Den Entwicklern zufolge wurde die Oberfläche seit dem Start der Betaphase überarbeitet, um das Look and Feel der Anwendung zu verbessern. Wie gewohnt ist sämtliche Kommunikation Ende-zu-Ende verschlüsselt, inklusive Fotos, Videos und Gruppenchats.

Signal Desktop ist wie WhatsApp Web direkt mit dem Smartphone verknüpft, so dass alle eingehenden und ausgehenden Nachrichten durchweg auf allen Geräten angezeigt werden. Kontakte müssen daher nicht überlegen, wo sie den Gesprächspartner erreichen. Zudem kann bei einem Gerätewechsel die begonnene Konversation nahtlos fortgesetzt werden.

Die Einrichtung von Signal Desktop gestaltet sich ebenfalls ähnlich wie bei WhatsApp Web. Beim ersten Start fordert die Desktop-Anwendung den Nutzer zur Installation der Android-App auf, falls diese nicht schon auf dem Smartphone vorhanden ist. Anschließend muss er einen auf dem Computer angezeigten QR-Code mit dem Telefon scannen, um beide Geräte zu verknüpfen.

Wie schon erwähnt, wird aktuell ausschließlich Android unterstützt. Mac-Nutzer können Signal Desktop zwar beispielsweise auf einem MacBook verwenden, aber eben nicht in Kombination mit einem iPhone. iOS-Support soll aber irgendwann folgen. Informationen dazu will Open Whisper Systems zu gegebener Zeit über sein Twitter-Konto bereitstellen.

Signal war aus den eigenständigen Apps TextSecure und RedPhone hervorgegangen. Sein Code ist Open Source und auf GitHub einsehbar. Dadurch können unabhängige Sicherheitsexperten anders als etwa bei dem Schweizer Krypto-Messenger Threema die verwendeten Protokolle und Implementierungen überprüfen.

WhatsApp unterstützt seit Kurzem ebenfalls Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf Basis des von Open Whisper Systems entwickelten Open-Source-Protokolls TextSecure. Es nutzt Forward Secrecy, eine Technik, die verschlüsselte Nachrichten auch dann noch schützt, wenn Hacker den für den Austausch zwischen den Nutzern verwendeten Schlüssel geknackt haben. Sie steht nicht nur für alle Funktionen der App, sondern auch für alle Plattformen zur Verfügung: Android, iOS, Windows Phone, Nokia S40 und S60 sowie Blackberry 10.

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Tags :Quellen:Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de
  1. Auch für BB10 und das zumindest in Entwicklungs- und asiatischen Ländern noch sehr weit genutzte Symbian? Schöne Alternative zu Whatsapp, denke das setzt sich dort sicher durch, wenn Whatsapp sich für diese Systeme nächstes Jahr tatsächlich versperrt.

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