GoPro wirbt Designer von Apple ab

(Bild: GoPro)

Eigentlich hieß es, dass Apple Interesse am Kamerahersteller GoPro habe, doch nun hat das Unternehmen einen Apple-Designer abgeworben und ins Management geholt. Prompt stieg der Kurs des Unternehmens.

Daniel Coster arbeitet nun bei GoPro, nachdem der Designer zuvor in Apples Designabteilung beschäftig war und zu den Vertrauten von Apples Designchef Jony Ive zählen soll. Coster werde bei GoPro eine Führungsrolle einnehmen.

Interessanterweise stiegt nach Bekanntgabe der Nachricht sogar der Aktienkurs von GoPro signifikant. Er legte am Nasdaq um 19 Prozent auf fast 14 Dollar zu. Im Juni 2014 war das Unternehmen für 24 Dollar an der Börse gestartet.

Der aus Neuseeland stammende Designer ist bisher einer von 19 Mitarbeitern in Apples Designteam. Er arbeitete seit 1993 für Apple und wurde in dieser Zeit in 500 Designpatenten genannt. Unter anderem trug er laut Fortune zur Gestaltung von iPhone 4 und der drahtlosen iPad-Tastatur bei.

The Information hatte den Neuzugang bei GoPro vorab gemeldet, der letztlich schon vor einem Monat in der neuseeländischen Publikation Stuff zu lesen war: Coster hatte einem 14-jährigen Interviewer gesagt, er plane, „diese neue Chance bei Go-Pro“ wahrzunehmen.

Ende Januar hatte GoPro den Handel mit seiner Aktie sogar vorläufig aussetzen müssen. Damals strich es auch sein Produktangebot auf drei Modelle zusammen. CEO Woodman bestätigte aber Pläne, 2016 das neue Spitzenmodell Hero 5 und die Drohne Karma mit 4K-Kamera einzuführen. Er sagte: „Das Wachstum hat sich in der zweiten Jahreshälfte verlangsamt, und wir erkennen die Notwendigkeit, Software zu entwickeln, mit der unsere Kunden ihre GoPro-Inhalte leichter überspielen, ansehen und bearbeiten können.“

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Möglicherweise deckt GoPro die Nische der Actionkameras so umfassend ab, dass ihm dies weiteres Wachstum erschwert. Um seinen Käuferkreis zu erweitern, muss es sich für neue Bereiche öffnen – etwa 3D-Kameras für Virtual Reality – oder seine Kameras leichter zugänglich machen, durch bessere Software und einen niedrigeren Preis. Dass jetzt Coster eingestellt wurde, dürfte ein zusätzlicher Hinweis auf eine Entwicklung in Richtung von Heimanwendern sein, die sich bisher nicht mit Actionkameras und deren Funktionen befasst haben.

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Denkbar erscheint auch, dass GoPro sich mit einer ganz neuen Produktkategorie ein zweites Standbein eröffnet. Anfang Februar hatte es ein Patentabkommen mit Microsoft geschlossen. Umfang und Bedingungen blieben geheim – ein Microsoft-Manager stellte aber einen Bezug zu „Wearables“ her. Auch eine GoPro-Software oder der Einsatz des Dateisystems exFAT könnten der Anlass für die Lizenznahme sein.

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Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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