Smartes „Skalpell“ könnte Tumor-Operationen sicherer machen

(Bild: Uribe)

Das Gehirn ist ein äußerst empfindliches Organ und kann bei Operationen schon durch eine falsche Bewegung der Chirurg*innen schwere Schäden davontragen. Der Forscher David Oliva Uribe hat nun ein Werkzeug vorgestellt, das er smartes "Skalpell" nennt. Damit sollen Gehirnoperationen in der Zukunft deutlich sicherer werden.

Wie schon das Titelbild verrät handelt es sich dabei aber nicht wirklich um ein Skalpell. Das Werkzeug ist weder scharf, noch kann man damit etwas schneiden. Vielmehr fungiert das smarte „Skalpell“ als ein Sensor, der den Chirurg*innen verrät, wo sie schneiden sollen. Dazu wird das smarte „Skalpell“ über das entsprechende Gewebe gehalten und soll binnen einer halben Sekunde mitteilen, welcher Teil des Gewebes tumorös ist und welcher nicht. Die Fehlerrate soll dadurch gesenkt werden.

„Obwohl mithilfe von Techniken wie einem MRT oder Ultraschall der Tumor vor der Operation genau lokalisiert werden kann, gibt es während der kranialen Öffnung und vor allem dem weiteren chirurgischen Eingriff viele Faktoren, die dazu führen können, sich wieder von der richtigen Position zu entfernen“, so Uribe. „Die Resektion (Tumorentfernung) hängt dann von der Erfahrung sowie dem Seh- und Tastsinn der operierenden Person ab.“

Bislang seien die einzigen Möglichkeiten, die Enden eines Tumors zu erkennen, mithilfe mikroskopischer Observation oder Werkzeuge zur Gewebemanipulation – ohne die Sensitivität des Gehirns dabei berücksichtigen zu können. Uribes smartes „Skalpell“ soll die passende Antwort auf dieses Problem sein. Bis man diesbezüglich sicher gehen kann, wird aber noch ein wenig Zeit vergehen. Uribe hat sein Werkzeug bislang nämlich nur an künstlichen Tumoren und Schweinegehirnen getestet.

Tags :Via:Tyler Lee, Übergizmo.com

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