Kostenlose Apps für kreative Fotos und Videos

Bild: Georgejmclittle (bearbeitet)

Die meisten Smartphone-Kameras sind heute verdammt scharf und lichtstark. Bei der Gestaltung eurer Fotos und Videos setzt euch nur noch eure Kreativität Grenzen. Um die anzukurbeln, stellen wir euch einige Apps vor, mit denen ihr eure Schnappschüsse und Bewegtbilder zu kreativen Meisterwerken macht.

Die meisten von uns nutzen ihre Smartphone-Kameras täglich. Ob für Updates in Social Media-Netzwerken, Urlaubsfotos oder für Dinge mit Gesicht. Für das gewisse Etwas bieten sich einige der zahlreichen Smartphone-Apps an, mit denen ihr eure Bilder artistisch nachbearbeiten oder störende Hintergrundmenschen entfernen könnt. Hier sind einige der beliebtesten Apps.

Kostenlose Kamera- und Foto-Apps für dein Smartphone

Camera MX (Android)

(Foto: Appic Labs Corp.)Camera MX ist eine App, die mit Features vollgepackt ist. Ihr könnt mit ihr Fotos knippsen und sie anschließend direkt in der Anwendung bearbeiten. Camera MX lässt euch die Fotos zuschneiden, die Auflösung ändern, Farbwerte anpassen, sowie den Kontrast verändern oder Overlays über die Bilder legen. Wer auf künstlerische Fotos steht, kann sich softwareseitig HDR-Fotos oder Bilder im Lomografie-Stil generieren lassen.

Ein besonders cooles Feature ist, dass Camera MX bereits Bilder aufnimmt, bevor ihr den Auslöser drückt. Diese Funktion gibt es beispielsweise auch bei Kompaktkameras von Nikon. Dabei werden die Sekunden, bevor ihr den Auslöser drückt, mitgespeichert. Ihr habt so die Möglichkeit, sich bewegende Live-Fotos zu erstellen, wie man sie auch von Apples iPhone kennt.

Die App richtet sich vor allem an Hobbyfotografen, die gerne unkompliziert ausgefallene Versionen ihrer Bilder erstellen möchten. Mit Camera MX könnt ihr übrigens genauso kreativ Videos bearbeiten, was die App zu einem universellen Tool macht und definitiv mehr als nur einen Blick wert ist. Die App ist kostenlos und bietet gegen Bares weitere Features als In-App-Käufe an.

Camera 360 (Android / iOS)

(Bild: PinGuo Inc.)Wer auf Selfies steht, für den ist Camera 360 die App der Wahl. Ähnlich wie beim Messenger Snapchat könnt ihr Sticker, Filter und Effekte über eure Fotos legen. Die App ist also weniger als professionelle Software zur Bildbearbeitung anzusehen, als eher eine spaßige Anwendung, mit der ihr abgefahrene Bilder machen könnt.

Neben den Stickern, mit denen ihr Snapchat-typisch alle möglichen cartoonigen Objekte im Gesicht und um euch herum platzieren könnt, bringt Camera 360 noch „Smart Sticker“ mit. Die sind deshalb smart, weil sie sich bei Videos mit euren Gesichtszügen mitbewegen. Und euch somit zu einer bewegten Cartoon-Figur machen.

Laut dem Hersteller von Camera 360 ist die App weltweit bereits mehr als 500 Millionen Mal heruntergeladen worden. Die Chancen sind also hoch, dass ihr sie schon habt. Falls nicht, solltet ihr sie euch definitiv mal ansehen, wenn ihr in Bierlaune oder auf einer Party seid. Dann macht die quietschbunte App nämlich am meisten Spaß. Wer auf diese Art von Apps steht, dem sei noch MSQRD für Android und iOS ans Herz gelegt.

Snapseed (Android / iOS)

(Bild: Google)Snapseed ist eine App von Google, mit der ihr eure Bilder professionell bearbeiten könnt. Neben Helligkeit und Farbsättigung lassen sich eure Bilder drehen, zuschneiden, verzerren oder mit einem Vignetten-Effekt versehen. Mit der „Healing“-Funktion entfernt ihr per Touch unerwünschte Objekte im Bild. Das Feature funktioniert genau so, wie die das gleichnamige Tool in Adobes Photoshop CC für den Desktop.

Zum kreativen Austoben bringt Snapseed eine Reihe Filter mit, mit denen ihr aus euren Bildern schwarz-weiß-Aufnahmen macht oder sie „alt“ aussehen lasst. Die Filter lassen sich bearbeiten und abspeichern und ihr könnt sie dann auf andere Bilder anwenden. Damit lassen sich beispielsweise eine Reihe Urlaubsbilder im gleichen Look erstellen. Und falls die Bilder nicht perfekt gerade geknippst wurden, bietet Snapseed eine Funktion an, die eure Aufnahmen automatisch am Horizont ausrichtet.

Adobe Lightroom (Android / iOS)

(Bild: Adobe)Adobe ist auf dem Desktop der De facto-Standard, was die Bildbearbeitung angeht. Für Mobilgeräte bietet Adobe seine Foto-Anwendungen Photoshop und Lightroom in abgespeckten Versionen kostenlos an.

Adobe Lightroom bringt eine eigene Kamera mit, bei der ihr schon beim Fotografieren aus fünf voreingestellten Kamerasets auswählen könnt. Hier seht ihr schon bevor ihr abdrückt, wie das Bild später aussehen wird. Diese Funktion heißt „Shoot-through“ und ist momentan auf allen Android-Smartphones verfügbar, die OpenGL ES 3.0 unterstützen.

Neben zahlreichen Funktionen, wie ihr sie auch aus der Desktop-Anwendung kennt, wird Adobe Lightroom vor allem dann interessant, wenn ihr ein Creative Cloud-Abo habt. Die App verbindet sich dann mit eurem Account und ihr habt Zugriff auf alle Bilder, die in der Cloud liegen und mit der Desktop-Version bearbeitet wurden. So könnt ihr auch RAW-Aufnahmen, die ihr mit eurer DSLR gemacht habt, auf dem Smartphone oder Tablet bearbeiten.

VSCO (Android / iOS)

(Bild: VSCO)Die Hersteller von VSCO bezeichnen das Tool als den Standard unter den Bildbearbeitungs-Apps. Und tatsächlich punktet VSCO mit einer übersichtlichen Oberfläche und den typischen Bildbearbeitungswerkzeugen. Von Zuschneiden, über die Anpassung der Farbtemperatur und Vignetten gibt es noch eine Reihe von Farb-Presets, die jedoch nur per In-App-Kauf erhältlich sind.

Besonders großen Wert legt VSCO auf die Community, die in der App zugänglich ist. Dort könnt ihr eure eigenen Kreationen präsentieren oder euch von den unzähligen Fotos inspirieren lassen. Diese sind in den meisten Fällen höchst professionell und weniger wie ein Instagram, als eher wie eine digitale Hobby-Kunstausstellung anzusehen.

Die App ist also genau das Richtige für Enthusiasten, die gerne das Maximum aus ihren Fotos herausholen und sich gerne mit anderen austauschen wollen. Dazu könnt ihr Leuten aus der Community folgen, ihre Gallerien durchstöbern und so weiter.

Kostenlose Video-Apps fürs Smartphone

Replay (iOS)

(Bild: Stupeflix)Wer keine Lust hat, seine Videos händisch zu bearbeiten, wird mit Replay glücklich. Hier wählt ihr einfach nur Videos und Fotos aus, die ihr bereits gemacht habt. Wahlweise könnt ihr auch Fotos von Facebook oder Instagram einbinden. Jetzt noch ein Theme ausgewählt und Replay rödelt euch vollautomatisch ein nettes Video mit eurer Musik zusammen.

Die App unterstützt neben Zeitlupenaufnahmen auch Live-Fotos, bietet 27 verschiedene Themes an und bringt eine Auswahl von über 70 lizensierten Songs mit. Damit ihr euch hinterher keine Sorgen wegen Rechten machen müsst, wenn ihr eure Werke aus der App heraus auf den üblich verdächtigen Social Networks teilt. Leider speichert Replay eure Videos nur in 720p. Für HD-Videos müsst ihr euch auf die Premium-Version hoch kaufen.

Für alle, die also schnell und einfach ein Video erstellen und teilen möchten, ist die Replay also genau das Richtige.

VidTrim (Android)

(BIld: Goseet)VidTrim richtet sich an den anspruchsvolleren User, der seine Videos professionell bearbeiten will. Neben mehreren Timelines bietet VidTrim alle gängigen Funktionen einer Schnittsoftware an: Schneiden, Drehen und Zusammenfügen von Clips, Konvertieren in MP4, Extrahieren von MP3-Audispuren und Vieles mehr.

Dazu kommt noch eine Auswahl von Effekten, die ihr auf eure Videos legen könnt, damit sie beispielsweise aussehen, wie mit einer Super 8- oder Schwarzweiß-Kamera gefilmt. VidTrim bringt zudem eine übersichtliche Bibliothek für eure Videos mit und macht das Sortieren und Verwalten eurer Clips einfach.

Leider stempelt die kostenlose Version der App ein Wasserzeichen auf eure fertigen Videos. Um das zu entfernen, müsst ihr zur kostenpflichtigen Variante greifen, die aber definitiv ihr Geld wert ist.

Magisto (Android / iOS)

(Bild: Magisto)Wie Replay, ist Magisto eine App, die euch in drei Schritten ein fertiges Video zusammen bastelt. Theme, Videos und Fotos und die Musik auswählen und Magisto kreiert ein fertiges Filmchen.

Laut dem Hersteller findet die KI dabei die besten Teile in euren Videos und baut Filter und Effekte ein. Sollten eure Aufnahmen leicht verwackelt sein, gleicht die App das ebenfalls aus. Dazu könnt ihr außerdem die Kamera-Funktion in der App benutzen.

VideoShow (Android / iOS)

(Bild: EnjoyMobi Creative Studio)VideoShow ist mit mehr als 1,6 Millionen Downloads wohl eins der bekanntesten Video-Schnitttols im Google Play Store und zählt auch in Apples App Store zu den Top Apps. Laut dem Hersteller haben bereits 100 Millionen Menschen die App installiert. Mit VideoShow könnt ihr selbst erstellte Videos schneiden, mit Effekten versehen und durch Bilder ergänzen.

Neben 30 Filtern könnt ihr natürlich eigene Musik, Fotos und Text hinzufügen. Wer mag, sogar seine eigene Handschrift. Als Gimimck könnt ihr zudem aus einem Sack voller Sticker auswählen, die wie bei Snapchat oder der oben erwähnten Camera 360-App funktionieren: Bart und lustiger Hut in die Visage, einen Filter über die Aufnahmen und schon habt ihr euren eigenen Western.

Die App ist komplett kostenlos und ihr könnt eure Meisterwerke direkt aus VideoShow heraus auf euren Social Media-Kanälen sharen. Definitiv einen Download wert.

Splice (iOS)

(Bild: Path 36)Splice ist einer der beliebtesten Video-Editoren für iOS und wurde von Lifehacker als die beste Schnittsoftware für das iPhone ausgezeichnet. Warum? Weil die App mit einer minimalistischen und aufgeräumten Oberfläche punktet. Auch Leute, die nicht täglich Videos schneiden, werden sich so schnell in Splice zurecht finden.

Die App ist wie Replay von GoPro übernommen worden, damit ihr eure Videos eurer Actioncams noch einfacher bearbeiten könnt. Das Schneiden von Clips, Einfügen von Text und der berühmte Ken Burns-Effekt in Bildern sind ebenso an Bord, wie Videoeffekte, Übergänge, Filter und eine Auswahl von Songs, die ihr unter eure bewegten Bilder legen könnt. Die App ist kostenlos und im Grunde ein No-Brainer für jeden Besitzer eines iOS-Gerätes.

Diese Liste zeigt selbstverständlich nur einen Bruchteil der zahlreichen Foto- und Video-Apps, die es für iOS und Android gibt. Welche nutzt ihr? Und sollen wir noch eine Liste mit kostenpflichtigen und umfangreicheren Apps machen? Ab in die Kommentare damit!

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