Verschlüsselung: Messenger Viber setzt auf Sicherheit

(Bild: Viber)

Wie bei WhatsApp wurde nun auch beim Messenger Viber eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingebaut. Sie sorgt dafür, dass nicht einmal der Hersteller Nachrichten und Chats mitlesen kann.

Wer Viber verwendet, kann nun auf eine Ende-zu-Ende-Vershclüsselung bauen. Zunächst wird die Funktion in Brasilien, Israel, Thailand und Weißrussland freigehalten, danach auch in anderen Staaten.

Um die Funktion zu erhalten, muss die App auf Version 6.0 aktualisiert werden und der Nutzer sich neu authentifizieren. Neben Android und iOS unterstützt Viber auch Windows Phone, Windows 8 und OS X. Der Dienst hat über 700 Millionen Nutzer.

Ein graues Schloss weist optisch auf die aktive Verschlüsselung hin. Anwender, die sich nicht neuerlich authentifizieren, sind künftig durch ein rotes Schloss markiert. Um aber ein grünes Schloss zugeteilt zu bekommen, müssen Viber-Nutzer eine kontinuierliche Authentifizierung aktivieren.

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Mit der Verschlüsselung reagiert Viber auf eine Erweiterung des zu Facebook gehörenden WhatsApp, das vor eineinhalb Wochen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle eingeführt hatte. Sein CEO Jan Koum sagte damals, er hoffe, dass Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zum Standard für persönliche Kommunikation werde. Eine solche durchgängige Verschlüsselung macht es selbst dem Anbieter des Diensts unmöglich, die Kommunikation der Anwender mitzulesen. Detaillierte Metadaten werden bei WhatsApp aber weiter erfasst.

Verschlüsseltes Messaging gab es natürlich lang vor WhatsApp, etwa in Form von Apple iMessages (Nachrichten), Blackberry BBM, Signal, Threema oder Tor Messenger. Einer der ersten verschlüsselten Messenger kam 2003 von Ipswitch heraus – und zwar als Unternehmenslösung mit 168-Bit-3DES-Verschlüsselung zu einem Preis von rund 800 Euro.

Viber hat gegenüber TechCrunch zudem bestätigt, dass sein Messenger auch zwei andere Trendthemen aufgreifen, nämlich Bots und einen Unternehmensdienst einführen wird. Dafür benötige man aber noch „Wochen und Monate“. Warten wir mal ab, was daraus wird.

Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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