Interner Kampf bei Apple um Siri und iCloud

(Bild: Apple)

Die Apple-Abteilungen die sich um Siri und iCloud kümmern, sind anscheinend verfeindet. Durch den Streit sollen wichtige Probleme nicht behoben werden können, berichtet The Information.<

Dem Bericht von The Information nach hat Apple einen hausinternen Streit zwischen den Abteilungen, die für Siri und für iCloud zuständig sind. Das hindere Apple mit seiner Cloud-Strategie vorwärtszukommend und behindert die Problemlösung bei iTunes und iCloud.

Mindestens ein wichtiger Entwickler habe das Unternehmen aufgrund des Streits verlassen, wird berichtet, nämlich Steve D’Aurora. Sein Vorgesetzter Darren Haas, laut The Information Chef der Cloud-Entwicklung, und andere würden möglicherweise folgen. Die beiden genannten Angestellten kamen durch den Kauf des Sprachassistenten Siri 2010 zu Apple.

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Welche Positionen oder Strategien die Sparten iCloud und Siri verfolgen, ist unklar. Mehrere Medien hatten in den letzten Monaten berichtet, dass Apple unter dem Codenamen „Project McQueen“ eine eigene Cloud-Infrastruktur aufbaut, um seine Abhängigkeit von IaaS-Anbietern wie Amazon Web Services, Google Cloud Platform und Microsoft Azure zu verringern. Übergangsweise soll das früher hauptsächlich auf AWS setzende Apple einen mehrjährigen Vertrag mit Google mit einem Volumen von 400 bis 600 Millionen Dollar geschlossen haben. Insgesamt gibt es Berichten zufolge gut eine Milliarde Dollar jährlich für Clouddienste aus.

An der Migration könnte Macrumors zufolge der chinesische Server-Anbieter Inspur beteiligt sein, der eine Niederlassung nahe der Apple-Zentrale in Kalifornien unterhält. Dort gebe es sowohl eine Forschungsabteilung wie auch ein Produktionszentrum, heißt es. Inspur habe schon Partnerschaften mit IBM, Intel, Microsoft und anderen Technikfirmen geschlossen.

Eigene Rechenzentren baut oder erweitert Apple derzeit in Dänemark, Irland sowie den US-Bundesstaaten Arizona, Nevada und Oregon. 2015 gab es auch Hinweise, dass Apple ein Content Delivery Network baut, um in seinen Rechenzentren gespeicherte Inhalte schneller zum Kunden zu bringen, ohne auf Akamai angewiesen zu sein. Besonders für einen mutmaßlich geplanten Internet-TV-Dienst wäre dies unverzichtbar gewesen.

Aber auch so steht Apple unter Druck, nachdem CEO Tim Cook das Ziel öffentlich gemacht hat, Umsätze mit Internet-Diensten wie dem App Store oder auch Apple Music auszubauen. Dies soll stagnierende iPhone-Umsätze und das rückläufige Tablet-Geschäft ausgleichen. Apples Cloud-Infrastruktur gilt seit vielen Jahren als vergleichsweise anfällig und langsam. Aus diesem Grund ist es eine weiter sehr beliebte Lösung, App-Store- und iTunes-Downloads durch einen alternativen DNS-Server zu beschleunigen.

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Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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