Bund will Elektroautos mit 4.000 Euro pro Stück fördern

(Bild: Volkswagen)

Die Bundesregierung ist bereit, mehr als eine Milliarde Euro zusätzlich zu investieren, um strombetriebenen Autos in Deutschland zum Durchbruch zu verhelfen. Die Vorschläge hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Vorstandschefs der deutschen Autobauer BMW, Daimler und Volkswagen erörtert.

Der Plan der Bundesregierung sieht nach diversen Medienberichten unter anderem vom Handelsblatt vor, etwa 100 Millionen Euro für kleinere Steuervorteile bereitzustellen, indem etwa auf die Versteuerung des geldwerten Vorteils beim Tanken am Arbeitsplatz verzichtet wird. Außerdem sollen 300 Millionen Euro für den schnellen Aufbau von Schnellladesäulen an Autobahnen vorgesehen sein.

Wichtigste Förderungsmassnahme soll jedoch die umstrittene Kaufprämie sein, die den Verkauf anzukurbeln soll.

Der Bund bietet angeblich 600 Millionen Euro an – wenn die Hersteller ebenso viel einzahlen. Diese wollten aber bislang nur 200 bis 250 Millionen dazu geben, hieß es beim Handelsblatt. Noch ist unklar, ob es überhaupt eine Einigung geben wird.

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Die Prämie solle bei reinen E-Fahrzeugen 4.000 Euro betragen, wobei dies für Fahrzeuge mit einem Netto-Listenpreis (ohne Sonderausstattung) von höchstens 60.000 Euro gilt. Die Förderung soll sinken und nach zwei Jahre eingedampft werden. Hybride mit zusätzlichem Verbrennungsmotor sollen mit 3.000 Euro pro Fahrzeug gefördert werden. Wenn das Geld alle ist, gibt es keine weiteren Fördermittel.

Das Geld für die Kaufprämie soll aus dem Energie- und Klimafonds kommen. Sollte das Geld aus dem Fonds nicht ausreichen, müsste der Bundestag zusätzliches Geld genehmigen.

Kritiker befürchten, dass Elektroautos so schlichtweg um den Förderbetrag teurer werden.

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