Kaum einer will mehr Tablets kaufen

(Bild: Microsoft)

Tablets besitzt gefühlt jeder und das ist ein Problem für die Hersteller, die kaum noch neue Geräte verkaufen können. Im ersten Quartal 2016 waren es laut IDC nur noch 39,6 Millionen Stück weltweit. Das sind 14,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Microsoft Surface Pro 4 Test

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Microsoft Surface Pro 4 mit Pen & Type Cover

Es herrsche allgemeines Desinteresse an Tablets, so die Marktforscher von IDC: Bei den knapp 40 Millionen verkauften Einheiten im ersten Quartal 2016 sind sowohl klassische Tablets wie das iPad aber auch Modelle mit abnehmbarer Tastatur wie das Microsoft Surface enthalten.

Richtige Tablets hatten zwischen Januar und März einen Anteil von 87,6 Prozent am gesamten Tabletmarkt. Laut IDC decken sie inzwischen vor allem das untere Preissegment ab. Modelle mit abnehmbarer Tastatur erreichten indes ein dreistelliges Wachstum auf mehr als 4,9 Millionen Einheiten und damit einen Rekordwert in einem ersten Quartal. Hat Microsoft aufs richtige Pferd gesetzt?

„Microsoft hat den Markt für Detachable Tablets mit dem Start der Surface-Produktreihe wohl gestartet“, sagte Jitesh Ubrani, Senior Research Analyst bei IDC. Verbraucher und auch Unternehmen betrachteten die Produktkategorie als möglichen PC-Ersatz. Apple sei es zwar gelungen, sich mit seinem erfolgreichen Einstieg die Führungsposition in diesem Segment zu sichern, der langfristige Erfolg sei durch die hohen Preise des iPad Pro und fehlende Akzeptanz von iOS im Enterprise-Segment aber nicht gesichert. Für Microsoft und seine Hardwarepartner bleibe genug Raum, sich neu zu etablieren.

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Jean Philippe Bouchard, Research Director für Tablets bei IDC, sieht indes Detachables von klassischen Smartphoneherstellern wie Samsung und Huawei als ernste Konkurrenz für PC-Hersteller an. „Wahrscheinlich werden diese Smartphoneanbieter das Detachable-Segment nutzen, um ein neues Endnutzererlebnis zu schaffen, wenn Verbraucher ihre Detachables zusammen mit ihren Smartphones benutzen.“

Apple führt den Tabletmarkt weiterhin mit 10,3 Millionen ausgelieferten Einheiten und einem Anteil von 25,9 Prozent an. Die Verkaufszahlen des Unternehmens aus Cupertino schrumpften jedoch um 18,8 Prozent. Noch größere Einbußen musste Samsung hinnehmen, dessen Marktanteil um 2,8 Punkte auf 15,2 Prozent schrumpfte.

Amazon erzielte den Marktforschern zufolge ein nahezu unglaubliches Wachstum von 5421,7 Prozent. Sein Marktanteil stieg in zwölf Monaten von 0,1 auf 5,7 Prozent. „Amazons günstiges Fire-Tablet ist bestimmt nicht das Erste seiner Art, aber sein Erfolg spricht für die Stärke von Amazon als Haushaltsmarke und Vertriebsspezialist.“ IDC weist zudem darauf hin, dass Amazons Tablet-Portfolio im ersten Quartal 2015 nur aus einem 6-Zoll-Tablet bestand, das aufgrund der Displaygröße nicht in der Statistik auftauchte.

Auf den weiteren Plätzen folgen Lenovo und Huawei. Letzteres verbesserte sich um 82,2 Prozent auf 2,1 Millionen Einheiten und einem Marktanteil von 5,2 Prozent. Es liegt damit nur noch knapp hinter seinem chinesischen Rivalen Lenovo, der zwischen Januar und März 5,5 Prozent des Tabletmarkts kontrollierte.

(Bild: IDC)

Tags :Quellen:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de
  1. Ich habe mein Tablet erst entsorgt und bin mir sicher das ich mir nie mehr eins Kaufe. Da nutz ich lieber wieder vermehrt meinen Desktop PC oder meinen Laptop. Mit dem kann ich auch alles was ich am Tablet gemacht habe, nur schneller und stressfreier.

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