Drohne soll es regnen lassen

(Screenshot: NetMediaEurope)

Kameradrohnen, Paketdrohnen, Fischfangdrohnen - die kleinen und großen unbemannten Flugobjekte wurden bereits in verschiedensten Kontexten eingesetzt. Nun versuchten Forscher in Nevada, mit einer Drohne das Wetter zu manipulieren.

Die „Sandoval Silver State Seeder“ genannte Drohne ist dem Desert´s Research Institute zufolge letzte Woche auf einem von der FAA geprüften Testgelände für Drohnen in Hawthorne, Nevada geflogen. Die Cloud-Seeding-Drohne (zu deutsch: Wolken besamen/impfen) soll dafür sorgen, dass die Wolken an einer bestimmten Stelle abregnen.

Dieses Prinzip ist nicht neu und wurde in den letzten Jahren schon häufig in verschiedenen Situationen eingesetzt, um etwa Reservoire aufzufüllen oder Nebel zu beseitigen. Dazu wird trockenes Eis oder Silberiodid in den Wolken ausgesetzt, um jeweils die gewünschten chemischen Reaktionen und somit beispielsweise Regen auszulösen.

Für gewöhnlich wird das mit Flugzeugen gemacht, also teuren, bemannten, Kerosin verbrennenden Maschinen. Die Drohne in Nevada war die erste unbemannte Maschine, die für solche Operationen genutzt wurde.

Ein vollständiger Ersatz der herkömmlichen Methode ist der Drohneneinsatz allerdings nicht. Die kleinen Flugobjekte erreichen nämlich nur eine Höhe von bis zu 120 Metern – meist zu wenig, um die Wolken zu beeinflussen. Die Forscher in Nevada haben trotzdem zwei Silberiodid-Geschosse abgesetzt und bewiesen, dass es den Drohnen nun eben nur noch an der Flughöhe mangelt.

Tags :Via:Tyler Lee, Übergizmo.com

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising