Fitbit Alta im Test: Das Fitnessarmband für Einsteiger

(Bild: Übergizmo)

Fitnessarmbänder gibt es mittlerweile jede Menge. Einer der Pioniere, dessen Name fast jedes dritte Handgelenk mit einem "Wearable" schmückt, ist Fitbit. Das Unternehmen aus Kalifornien hat jetzt das Fitbit Alta auf dem deutschen Markt herausgebracht. Wir haben das bewusst schlicht designte Armband ausprobiert und meinen Schritt und Tritt eine Woche lang aufzeichnen lassen.

Fibit Alta im Test

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Fitbit Alta
(Bild: Übergizmo)

Nach der Blaze hat Fiitbit wieder einen Tracker herausgebracht, der für Einsteiger gedacht ist. Das fällt sofort beim schlichten Display und dem Silikonarmband des Alta auf, das im Standardmodell mit Rillen überzogen ist. Die Technik sitzt in einem kleinen Edelstahlgehäuse, das sehr solide ist und das Touch-Display einfasst.

Bedienung per Touch und eine durchdachte App

Auf dem kleinen Display gibts mit einem Double-Tap verschiedene Daten zu sehen, die das Alta im Laufe des Tages aufzeichnet. Wie auch bei anderen Fitnesstrackern zeigt das Fitbit Alta nach jedem Touch die Uhrzeit, gelaufene Schritte und die zurückgelegte Entfernung sowie verbrannte Kalorien, meine sportlich aktive Zeit, den Akkustand und die nächste Erinnerung an. Die wird automatisch vom Smartphone per Bluetooth an das Alta geschickt. Viel cooler lässt sich die Anzeige übrigens aktivieren, indem man das Handgelenk zum Gesicht dreht, worauf das Display aufleuchtet.

(Bild: Übergizmo

Die Erinnerungsfunktion des Fitbit Alta (Bild: Übergizmo)

Die Reminder lassen sich in der Fitbit-App einstellen und als Weck- oder Erinnerungsfunktion nutzen. Das Alta vibriert dann und weckt mich jeden Morgen sehr sanft… zumindest deutlich sanfter als mein brutaler Handywecker. Zudem könnt ihr noch Erinnerungsvibrationen einstellen, um euch an eine Serie erinnern zu lassen oder wenn es Zeit für Fitnessaktivitäten wird. Denn genau dazu soll euch das Alta schließlich animieren. In der Werkseinstellung vibriert das Armband dafür ein Mal stündlich, um mich dazu zu animieren, ein paar Schritte zu laufen. Tue ich das, bekomme ich den Fortschritt in Form einer netten, kleinen Grafik auf dem Display angezeigt.

Die Schrittmessung funktioniert übrigens ziemlich exakt. Besonders große Abweichungen konnte ich nicht feststellen und neben normalem Gehen misst die Alta jede sportliche Aktivität automatisch. Ob Fahrradfahren, Joggen oder andere aktive Bewegungen: die SmartTrack genannte Technologie weiß, was ich gerade tue und loggt diese sportlichen Aktivitäten mit. Solange ich also mehr als zehn Minuten am Stück aktiv bin, wertet das Alta dies als Sport.

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Die Anzeige der täglich verbrannten Kalorien (Bild: Übergizmo)

Verbrannte Kalorien und zurückgelegte Kilometer werden im virtuellen Herz des Fitness-Trackers anschaulich dargestellt: der App. Hier seht ihr in Graphen, wie aktiv ihr in den letzten Tagen wart und ob ich eure selbst gesteckten Ziele erreicht habt. Dazu zählen Wunschgewicht, Schritte und auch die Schlafdauer. Im Idealfall tragt ihr das Alta auch nachts und lasst Leicht-, Tief- und Aufwachphasen messen und in einem Balkendiagramm darstellen.

Fitbit Alta: Schön designt und gute Funktionen für Sportanfänger

Das Gute ist hier wirklich, dass man mal anschaulich sieht, wie viel man sich in den letzten Tagen und Wochen bewegt hat und ob man genug regenerieren konnte. Im Grunde eine simple Methode, um Fitnessanfänger zu motivieren, mehr auf sich zu achten. Wer möchte, kann in der App noch eingeben, was er gegessen hat und wie viel er am Tag trinken möchte und sich dann erinnern lassen. Für mich persönlich ist das aber etwas viel Aufwand, jede Mahlzeit und jeden Snack einzutragen oder wenn ich eine Flasche Wasser vernichtet habe. Für noch nicht ganz bewusst aktive lebende Menschen mag diese Funktion aber sehr hilfreich sein.

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Die „Ladeklammer“ am Fitbit Alta (Bild: Übergizmo)

Und damit diese das Alta auch öfters und nicht nur beim Sport tragen, gibt es leicht austauschbare Armbänder aus Leder oder Edelstahl. Quasi als kleines Fashion-Statement, wie man es von der Apple Watch her kennt. Geladen wird das Fitbit Alta übrigens per USB über eine Klammer, die das Display umgreift und an die drei Kontaktpunkte andockt. Das Kabel ist leider proprietär und in der Form auch nicht bei anderen Geräten von Fitbit zu finden. Voll aufgeladen hält das Fitbit Alta dann etwa fünf Tage.

Zum Synchronisieren eurer Fitnessdaten mit dem Fitbit-Account solltet ihr euer Smartphone nutzen. Der Dongle, der dem Gerät beiliegt und das Armband mit dem Rechner verbinden soll, hat nämlich leider eine Reichweite, die sich im einstelligen Zentimeterbereich bewegt und sehr lange braucht, um die Daten rüberzufunken. Warum Fitbit hier nicht einfach die Bluetooth-Funktion des PCs oder Macs nutzt, bleibt ein Rätsel. Beim Smartphone funktioniert es ja schließlich auch.

Fazit

(Bild: Übergizmo)

Das Fitbit Alta ist perfekt für alle, die einen einfachen Tracker tragen möchten, der alle relevanten Daten auf einem schicken und schlichten Gerät anzeigt, dass nicht laut „Smartwatch“ schreit. Die Messungen funktionieren gut, die App ist aufgeräumt und dass die Armbänder austauschbar sind, ist ein nettes Feature, das das Alta nicht schnell langweilig werden lässt.

Per Bluetooth bekommt ihr zudem Benachrichtigungen und Kalendereinträge angezeigt und an-vibriert. Für einen Preis von etwa 140 Euro muss jetzt zwar kein GPS-Tracker eingebaut sein, ein Pulsmesser wäre aber ganz nett gewesen. Zumal der auch bei anderen Geräten für weniger Geld verbaut werden wird, wie der Acer Liquid Leap Fit.

Pro

(Bild: Übergizmo)Schönes Design und verschiedene Armbänder

(Bild: Übergizmo)App und Konzept sind durchdacht

(Bild: Übergizmo)Weckfunktion und Erinnerungen per Vibration

(Bild: Übergizmo)Trägt sich angenehm, unauffällig und ohne zu stören

(Bild: Übergizmo)Displayanzeige bei Drehen des Handgelenks

Contra

(Bild: Übergizmo)Nicht wasserdicht

(Bild: Übergizmo)Kein Pulsmesser

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  1. „Eine Life-App wacht über mein Leben.
    In Sicherheit soll ich mich wiegen.
    Macht mich gläsern fürs Gewinnstreben.
    Versicherungsprämien sind bald gestiegen….“

    Der Song „nur virtuell“ bringt es auf den Punkt:

    http://youtu.be/WzvpF6JR1cE

    Viel Spaß beim Zuhören und: lasst Euch die Realität nicht vermiesen!

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