Gesichtserkennung: Klage gegen Facebook in Illinois ist zulässig

Gesichtserkennung bei Facebook

Nach heftigem Druck von Datenschützern hatte Facebook bereits 2012 seine Gesichtserkennung in Europa abgeschaltet. In den USA ist das System, welches beim Upload von Bildern die Namen der darauf zu sehenden Freunde vorschlägt, weiterhin aktiv. Im Bundesstaat Illinois führte das zu einer Zivilklage gegen das soziale Netzwerk, welche ein Richter in San Francisco nun offiziell für zulässig erklärte.

Im Rahmen der Klage werfen drei Nutzer Facebook vor, „heimlich und ohne Einverständnis“ ihre biometrischen Gesichtsdaten gesammelt zu haben. Die Gesichtserkennung von Facebook vergleicht neue Bilder mit bereits veröffentlichten Fotos, um Personen zu identifizieren. Die Kläger sehen darin eine Verletzung ihrer Privatsphäre und fordern deshalb Schadensersatz von dem sozialen Netzwerk. Die geforderten (unbekannten) Summen seien laut dem Richter „plausibel“. Die Kläger berufen sich in ihrer Anklage auf ein in Illinois gültiges Gesetz zum Schutz von biometrischen Daten aus dem Jahr 2008.

In den Nutzungsbedingungen von Facebook wird die Gesichtserkennung aufgeführt, inklusive dem Hinweis, dass die Möglichkeit besteht, die Funktion abzuschalten. Ob das ausreicht, muss nun vor Gericht entschieden werden.

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Tags :Quellen:Deutsche WirtschaftswocheVia:Engadget

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