Kostenloses Opera-VPN nun auch für iOS-Nutzer

(Bild: Opera)

Opera hat nun auch für iOS sein Virtual Private Network (VPN) geöffnet. Limits hinsichtlich des Datenvolumens gibt es beim Opera-VPN nicht. Auch ein Werbeblocker sowie ein Trackingschutz sind eingebaut.

Opera hatte sich die Technik für das VPN durch die Übernahme des Unternehmens SurfEasy im März 2015 einverleibt. Mit der neuen Opera-App für iOS sollen Nutzer anonym online gehen können. Das ist sinnvoll, wenn man an einem öffentlichen WLAN-Hotspot hängt, wie es sie beispielsweise auf Flughäfen gibt. So ist sichergestellt, dass der Traffic verschlüsselt läuft.

Operas System arbeitet mit einem 256 Bit verschlüsselter VPN-Tunnel zwischen dem Endgerät und seinen VPN-Servern, wo der Datenverkehr in das Internet übergeben wird. Nutzer können auch ihre eigene IP-Adresse verschleiern, wenn sie ihren Standort nicht preisgeben und sich vor Tracking durch Dritte schützen wollen. Sie haben die Möglichkeit, zwischen IP-Adressen aus verschiedenen Ländern auszuwählen. Zum Start sind als virtuelle Standorte Deutschland, Kanada, die Niederlande, Singapur und die USA verfügbar. Deutsch zählt auch zu den fünf angebotenen Sprachen.

Durch die Wahl einer anderen IP-Adresse können Anwender unter anderem Streaming-Dienste in Anspruch nehmen, die normalerweise am eigenen Standort nicht verfügbar sind. Allerdings wehren sich Streaming-Anbieter verstärkt gegen solche Versuche, ihre Geoblockaden zu umgehen. So hat Netflix Ende Februar offenbar damit begonnen, den VPN-Zugriff aus Deutschland zu sperren. Dadurch können Nutzer nicht mehr problemlos auf das US-Angebot zugreifen. Auch Hulu blockiert schon seit April 2014 von VPN-Dienstleistern genutzte IP-Adressen, um ausländische Zuschauer fernzuhalten.

Opera nennt aber andere Einsatzzwecke für seine App, und zwar den Einsatz in Firmennetzen oder an Universitäten, wo kostenlos angebotenes WLAN oft „Social Media und Video-Streaming-Websites“ ausnimmt. Die Verschlüsselung verhindert zudem personalisierte Werbung und seitenübergreifende Nutzerverfolgung.

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Einen fast funktionsgleichen VPN-Client gibt es seit Mitte April in der Entwicklerversion des Opera-Browsers. „Jeder Nutzer sollte die Möglichkeit haben, seine Privatsphäre im Netz zu schützen“, sagte damals Krystian Kolondra, Senior Vice President bei Opera. „Durch das Integrieren eines kostenlosen VPN ohne Datenlimit direkt in den Browser werden zusätzliche Downloads oder Erweiterungen unbekannter Drittanbieter überflüssig.“

Operas Privatsphäre-Initiative in den letzten Wochen umfasste außerdem das vor einer Woche gestartete Angebot eines Browsers mit integriertem Adblocker, der vor allem schnelleres Surfen ermöglichen soll: Opera stellt eine durchschnittlich um 62 Prozent schnellere Ladegeschwindigkeit in Aussicht bei gleichzeitig verringertem Speicherbedarf in Aussicht. Der Werbeblocker ist standardmäßig nicht aktiviert; Ausnahmen lassen sich leicht hinzufügen.

(Bild: Opera)

Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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