Gibt Apple Musikdownloads auf? Mitnichten!

(Bild: Apple)

Apple soll angeblich in wenigen Jahren keine Musik mehr verkaufen wollen. Das verbreitete die Website Digital Music News. Nun hat Apple dementiert. Daran sei nichts Wahres.

Der Schock war groß, als Digital Music News vermeldete, dass Apple in zwei bis vier Jahren aus dem Verkauf von Musikdownloads aussteigen wolle. Das stimme nicht, sagte Apple-Sprecher Tom Neumayr der Website Recode.

Abobasierte Streamingdienste gelten als Zukunft des Musikgeschäfts. Auch Apple hat sich mit der Übernahme von Beats darauf eingestellt und bemüht sich derzeit, seinen Servics Apple Music attraktiver zu machen. Die musikorientierte Nachrichten-Website hatte mit Verweis auf Quellen geschrieben, Steve Jobs hätte Downloads wahrscheinlich schon abgeschafft. Sein Nachfolger sei zögerlicher, aber zu einer Aufgabe binnen zwei Jahren entschlossen. Allerhöchstens vier Jahre werde es dauern, bis Apple den iTunes Store für Musik schließen werde.

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Als Grund wurde die drohende Verwechslung der parallel existierenden Apple-Angebote genannt: ein wohl berechtigter Einwand, versucht Apple doch stets, sein Produktangebot überschaubar und unverwechselbar zu halten. So ändern sich die Produkte häufiger als die Namen, wie das kürzlich eingeführte Notebook-Modell belegt, das einfach nur Macbook heißt.

Download-Käufe sind ein zwar rückläufiger, aber immer noch riesiger Markt. 2015 war der Streaming-Umsatz 2015 um 45 Prozent gestiegen, blieb aber mit einem Anteil von 43 Prozent an den Online-Umsätzen noch einmal hinter den Downloads mit 45 Prozent des Bereichs zurück. Insgesamt brachte „digitale“ Musik 6,7 Milliarden Dollar Umsatz weltweit. „Physikalische“ Medien (wozu für den Branchenverband IFPI auch die unbestreitbar digitalen CDs gehören) brachten 2015 immer noch 5,7 Milliarden Dollar Umsatz.

Daraus lässt sich ablesen, dass Musikkonsumenten unterschiedliche Präferenzen haben: Würde Apple Downloads streichen und durch Streaming ersetzen, entspräche das nicht etwa der Einführung eines neuen Macbook-Modells mit aktuelleren Komponenten, sondern einem Beschluss, das Macbook durch ein iPad mit Tastaturhülle abzulösen.

Allerdings erfuhr Bloomberg diesen Monat von Quellen, Apple plane eine Neugestaltung seines Musikdiensts, deren Ziel eine bessere Verbindung von Apple Music und dem iTunes-Musikangebot sei. Ergebnisse sind für die Konferenz WWDC im Juni zu erwarten. Außerdem beschränken sich Apples Exklusivverträge mit Musikern auch heute schon nicht auf eines der Angebote: Das neue Album „Views“ von Drake war zuletzt exklusiv bei iTunes und Apple Music gestartet. Trotz verfügbarer Streaming-Option verkaufte Apple eine Million Downloads.

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Tags :Quellen:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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