Google Daydream: VR-Plattform für Herbst angekündigt

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Wie erwartet wurde auf der Google I/O auch eine VR-Plattform vorgestellt, die sich Daydream nennt. Sie soll im Herbst für eine Reihe kompatibler Smartphones erscheinen und viele neue VR-Apps, neue VR-Brillen sowie Controller mit sich bringen.

Mit Daydream will Google Virtual Reality für jedermann mobil zugänglich machen, wie der für VR zuständige Vice President bei Google, Clay Bavor, während der Keynote am gestrigen Abend erklärte.  Die Virtual-Reality-Plattform ist offen für Entwickler und soll im Vergleich zu Cardboard in Sachen Hard- und Software eine qualitativ hochwertigere VR-Erfahrung ermöglichen.

Kompatible Smartphones müssen, um als „Daydream ready“ zu gelten, die von Google festgelegten Hardwarevoraussetzungen verfüllen. Welche Hardware Geräte mitbringen müssen, um Daydream ready zu sein und die Vorteile der neuen Plattform nutzen zu können, ist bislang noch nicht ganz klar. Laut Google müssen Smartphones beispielsweise über eine leistungsfähige CPU und natürlich auch Sensoren zur Erfassung der Kopfbewegungen des Nutzers verfügen.

Möglicherweise werden nur neue Geräte zu Daydream kompatibel sein. Jedenfalls lässt dies Googles Ankündigung vermuten. Demnach entwickeln Hersteller wie Samsung, LG, Huawei, ZTE und Asus entsprechende Devices unter den Vorgaben des Internetkonzerns, die teilweise zum offiziellen Start von Daydram im Herbst in den Handel kommen sollen. Das Google-VR-Team hat auch ein Referenzdesign für ein Headset erstellt, das sich mit den „Daydream ready“-Smartphones nutzen lassen wird. Einen Hersteller dafür nannte Bavor jedoch nicht.

In Sachen Software konzentriert sich Google auf bestimmte Leistungsmerkmale wie die Bewegungsverzögerung. Hier will es einen Wert von unter 20 Millisekunden erreichen. „Diese Verbesserungen sind Teil des neuen Systemkerns von Android N, so dass das gesamte Ökosystem profitieren kann“, sagte Bavor.

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Zu den Anbietern, die Inhalte für Daydream liefern werden, zählen auch die Streaming-Dienste Hulu und Netflix sowie IMAX. Sie werden ihre Kataloge für Daydream öffnen. Zudem sollen Nutzer in einer eigenen Google-Play-Kategorie gezielt nach VR-fähigen Apps und Spielen suchen können. Natürlich passt der Suchmaschinenbetreiber auch eigene Anwendungen wie Fotos, Play Filme oder Street View an Daydream an. Außerdem sagte Bavor: „Wir haben Youtube von Grund auf für VR überarbeitet.“

Programmierer können mit der jüngsten Developer-Version von Android N mit der Entwicklung für Daydream beginnen. Dass Google daran interessiert ist, VR allgegenwärtig zu machen, lässt sich bereits an der Agenda der I/O ablesen, die allein 18 Vorträge zu dem Thema umfasst. Damit tritt das Unternehmen unter anderem in Konkurrenz zu Facebook, das mit Oculus in dem Gebiet schon etwas weiter ist.

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Tags :Quellen:GoogleVia:Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de

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