Google Home vorgestellt: Heimassistent setzt auf Machine Learning und KI

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Der sprachgesteuerte Heimassistent Google Home wurde offiziell vorgestellt. Wie bereits erwartet, handelt es sich dabei um ein Pendant zu Amazon Echo. Das Herzstück ist der Google Assistent, der wie Alexa maschinelles Lernen nutzt. Der Marktstart soll im späteren Jahresverlauf - vermutlich im Herbst - erfolgen.

Google Home

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Bild: Google

Das Design von Google Home erinnert an eine Blumenvasen. Wie der zuständige Produktmanager Mario Quieroz im Rahmen der Vorstellung auf der I/O erklärte, werdet ihr für die Basis des Gerätes verschiedene Materialien und Farben wählen können. Der obere Bereich wird demnach wohl stets in Weiß gehalten sein. Die auf der Webseite des Heimassistenten zu findenden Bilder zeigen beispielsweise Geräte mit einem grauen, schwarzen und blaugrünen Unterbau.

Das Gerät ist mit Fernfeldmikrofonen und Spracherkennung ausgestattet. Home kann Antworten auf simple Fragen geben und einfache Aufgaben erledigen. Per Sprachbefehl lassen sich beispielsweise Songs von Streamingsdiensten abspielen, Kalendereinträge abrufen oder Smart-Home-Devices wie der Thermostat Nest steuern.

Für eine künstliche Intelligenz sorgt der neue Google Assistent, der auf Maschinen-Lernen setzt, um euch im Alltag zu unterstützen. Er lernt aus euren Gewohnheiten und Verhaltensmustern und soll Aufgaben wunschgemäß erledigen.

„Mit ihm könnt ihr unterwegs Kinokarten kaufen, das perfekte Restaurant für euch und eure Familie finden, in dem ihr vor dem Film noch eine Kleinigkeit zu euch nehmen könnt, und euch im Anschluss den Weg zum Kino zeigen lassen“, nennt CEO Sundar Pichai ein Anwendungsbeispiel. Dahinter stehe die Idee eines personalisierten Google für jeden Nutzer.

Quieroz zufolge kann Google Home deutlich mehr Fragen als Amazons Echo beantworten. „Home beruht auf 17 Jahren Innovation hinsichtlich der Organisation weltweiter Informationen, um Fragen zu beantworten, die für andere Assistenten schwierig zu handhaben sind“, sagte er.

Der Assistent funktioniert geräte- und kontextunabhängig. Neben der neuen Messaging-App Allo ist Google Home das erste Produkt, das den digitalen Assistenten integriert.

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Eine Programmierschnittstelle (API) für Home wird die Google Inc. zunächst nicht verfügbar machen, was die Zahl der Smart-Home-Geräte, mit dem es sich verbinden lässt, einschränkt. Im Direktvergleich mit Amazons Echo könnte dies ein Nachteil sein. Quieroz scheint sich trotzdem keine Sorgen zu machen: „Wir konkurrieren Funktion für Funktion in den meisten Bereichen. Und in den wirklich wichtigen Bereichen für Verbraucher werden wir bessere Arbeit leisten“, sagte er.

Noch lässt sich nicht absehen, ob Home nach dem Marktstart ein Erfolg werden wird. Laut Forrester-Analystin Julie Ask hatte der Internetkonzern mit Now im Bereich digitaler Assistenten schon früh einen beeindruckenden Vorsprung, doch weil sich die Plattform zu langsam entwickelte, konnten Konkurrenten wie Amazon, Facebook oder Apple aufholen. Sollte Google es mit Home besser machen, hat es nach Asks Einschätzung aber das Potential, Amazons Echo auszustechen.

Tags :Quellen:Google HomeVia:Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de

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