Android Wear erhält bislang größtes Update

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Android Wear bekommt ein großes Update - laut Googles Ankündigung auf der I/O das bislang umfangreichste in der zweijährigen Geschichte des Wearable OS.  Zu den Neuerungen zählen sich ein neues Userinterface, Standalone-Apps, Komplikationen oder Widgets für Ziffernblätter, ein fürs Messaging optimiertes Keyboard sowie Verbesserungen für die Fitness-Anwendung Google Fit.

Android Wear 2.0 ist die umfangreichste Aktualisierung für Googles Smartwatch-Betriebssystem seit seinem Release am 18. März 2014. Eine der größten Verbesserungen sind Apps, die ohne ein gekoppeltes Smartphone laufen und Smartwatches eigenständiger machen. Sie funktionieren in vollem Umfang und können direkt via Bluetooth, WLAN oder Mobilfunknetz auf das Internet zugreifen – ganz ohne eine Verbindung zu einem Android-Telefon oder Apple iPhone. Außerdem erhalten die neuen Anwendungen Push-Benachrichtigungen via Google Cloud Messaging und greifen direkt von der Uhr aus auf den AccountManager zu.

Die neue Benutzeroberfläche nutzt eine dunklere Farbpalette und soll euch die Bedienung erleichtern. Google hat den App-Launcher von Android Wear 2.0 für runde Ziffernblätter optimiert und macht die App-Auswahl nun über ein Karussell möglich, das ihr per Fingerwisch über den Rand des Displays durchblättern könnt. Auch den Wechsel zwischen verschiedenen Zifferblättern hat es simpler und schneller gestaltet. Ein neues Benachrichtigungsdesign soll auch das Ausführen von Aktionen direkt in Benachrichtigungen vereinfachen. Einige der neuen Funktionen setzten allerdings eine Smartwatch mit Hardware-Taste voraus, wie ein Clip demonstriert.

Zu den UI-Verbesserungen zählt auch eine Complications API. Ihr könnt künftig zwischen verschiedenen Widgets auf dem Ziffernblatt wählen und so beispielsweise einen Kalorienzähler durch einen Schrittzähler ersetzen.

Version 2.0 des Smartwatch-Betriebssystems führt auch einen Navigation Drawer und einen Action Drawer ein. Ersterer erscheint am oberern Bildschirmrand, wenn ihr mit dem Finger von dort nach unten wischt. Letzterer wird bei einem Wisch in umgekehrter Richtung am unteren Displayrand angezeigt.

Die bisherige Spracherkennung ergänzt Google durch eine Tastatur- und Handschrifteingabe. Da das vollständige Android-Framework für Eingabemethoden auf Wear portiert wurde, können Entwickler auch angepasste Eingabemethoden entwickeln.

Optimierungen der Google-Fit-Plattform sorgen dafür, dass Fitness-Apps einfacher Daten sammeln und Nutzeraktivitäten erkennen können. Mit eurer Zustimmung sollen sie künftig automatisch feststellen, wann ihr mit dem Gehen, Laufen oder Radfahren beginnt.

Entwickler können Android Wear 2.0 bereits in Form einer Vorschauversion testen und ihre Anwendungen dafür anpassen. Ihr müsst euch leider noch bis zum vierten Quartal gedulden, bis die finale Version erscheint.

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Tags :Quellen:GoogleVia:Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de

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