Google beschleunigt Machine Learning

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Maschinelles Lernen ist aktuell eines der heißesten Themen, in das auch Google massiv investiert. Neben dem neuen Google Assistent, der euch dank Machine  Learning beispielsweise zu einer Konversation passende Antworten vorschlägt, hat der Internetkonzern auf seiner Entwicklermesse I/O auch Hardware gezeigt, die die für das Maschinen-Lernen benötigten Operationen deutlich schneller bewältigt.

Maschinelles Lernen benötigt einen unglaublich hohen Rechenaufwand. Um die Berechnungen zu beschleunigen, setzt Google bereits seit über einem Jahr auf einen Beschleunigerchip, den es TPU (Tensor Processing Unit) nennt. Er ist für Googles Machine-Learning-System TensorFlow optimiert.

Laut dem Entwickler des Chips entspricht die Leistung der TPU in etwa einem Techniksprung von sieben Jahren in die Zukunft. Eine Tensor Processing Unit liefert eine zehnfach besser optimierte Leistung pro Watt für Machine Learning.

Weil der Chip ausschließlich auf maschinelles Lernen zugeschnitten ist, werden an ihn nicht so hohe Anforderungen an die Rechengenauigkeit gestellt wie bei anderen CPUs. Dadurch kann er Rechenoperationen mit weniger Transistoren ausführen. Das wiederum erlaubt letztlich mehr Rechenoperationen pro Sekunde sowie ausgefeiltere und leistungsfähigere Maschinenlernmodelle, die schneller eingesetzt werden können. Unterm Strich erhalten ihr damit mehr intelligente Ergebnisse in kürzerer Zeit.

Eine Platine mit dem Chip passt in einen herkömmlichen Festplattenschacht in Googles Rechenzentrums-Racks. Der Suchmaschinenbetreiber setzt die TPUs beispielsweise für RankBrain und Street View ein, um bessere Suchergebnisse beziehungsweise eine höhere Genauigkeit bei Maps und Navigation zu erzielen. Auch das KI-Programm AlphaGo, das ein Duell mit einem der weltweit stärksten Spieler des chinesischen Brettspiels mit 4:1 für sich entschied, wurde auf TPUs berechnet.

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„Wir innovieren bis hinunter zu Halbleitern, um einzigartige Möglichkeiten für Unternehmen zu schaffen“, sagte Greg DeMichelle, leitender Produktmanager für Googles Cloud Platform, bei einer Präsentation am Rande der I/O-Konferenz. Dieses Leistungsniveau könne Firmen dabei helfen, „die Bruchstücke an Informationen zu finden, die den Unterschied zwischen einem Geschäftswachstum von 10 Prozent und einem von 50 oder 60 Prozent ausmachen.“

Google-CEO Pichai fasste es in seiner Keynote etwas nüchterner zusammen: „Wenn Sie Google Cloud Plattform nutzen, erhalten sie nicht nur Zugang zu großartiger Software, die wir intern nutzen, sondern auch zu spezialisierter Hardware, die wir intern entwickelt haben.“

Tags :Quellen:Google Via:Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de

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