So macht ihr aus der NVIDIA SHIELD Android TV ein Videomonster

(Bild: NVIDIA)

Nachdem wird neulich die NVIDIA SHIELD Android TV getestet haben, möchten wir euch jetzt zeigen, wie ihr aus der Konsole ein Mediacenter macht. Und zwar eins, dass euch Inhalte aus so vielen Quellen bietet, dass ihr im Grunde keine anderen Geräte mehr braucht. Außer einem Fernseher und einer Popcornmaschine. Mit diesem Guide werden alle Serienjunkies und Binge-Watcher wunschlos glücklich.

NVIDIA SHIELD Android TV im Test

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NVIDIA SHIELD Android TV
(Bild: Übergizmo)

Die Fernbedienung für die SHIELD Android TV

(Bild: Übergizmo)

Die schick designte Fernbedienung für die NVIDIA SHIELD Android TV (Bild: Übergizmo)

Alle Apps auf der SHIELD Android TV sind natürlich mit dem mitgelieferten Controller bedienbar. Für echtes TV-Feeling sorgt aber dann doch eher eine Fernbedienung. NVIDIA bietet eine Bluetooth-Variante für die SHIELD Android TV an, die ein wenig aussieht, wie eine größere und schwarze Apple TV-Fernbedienung der zweiten Generation. NVIDIA hat das gute Stück hochwertig verbaut, was man bei einem etwas hohen Preis von rund 50 Euro auch erwarten kann. Die Buttons lassen sich knackig drücken und auch ein Mikrofon zur Sprachsteuerung ist auch eingebaut. Besonders cool: Die Lautstärke könnt sich ihr mit einem Touchpad regeln, indem ihr den Daumen nach oben oder unten darüber schiebt.

Der solide Standfuß für die SHIELD Android TV

(Bild: Übergizmo)

Der Standfuß für die NVIDIA SHIELD Android TV ist sehr solide (Bild: Übergizmo)

Damit die SHIELD Android TV auch auf dem TV-Board eine schicke Figur macht, bietet NVIDIA noch einen Standfuß als Zubehör an. Der sorgt nicht nur durch sein relativ massives Gewicht für festen Stand der schlanken Konsole. Auch die Unterseite ist mit einer Art Klebefläche beschichtet, die die Nano-Saugtechnologie nutzt. Die SHIELD Android TV hält damit so bombenfest auf der TV-Bank, dass sie gefühlt selbst bei Erdbeben stehen bleiben würde (beim nächsten Erdbeben wird dieser Artikel entsprechend aktualisiert). Designtechnisch sieht die Kombination aus der Konsole und dem Standfuß übrigens aus wie einem Guss. 35 Euro sind nicht geschenkt, aber aufgrund der Qualität auf jeden Fall ihr Geld wert.

YouTV – Die Mega-Mediathek

(Bild: YouTV)

YouTV zeigt die Sendungen aller großen Sender der letzten sieben Tage an (Bild: YouTV)

Die App YouTV könnt ihr euch von der Funktion her wie eine Mediathek vorstellen. Es sind alle Aufnahmen der letzten sieben Tage verfügbar. Der Unterschied zu normalen Mediatheken: Die Inhalte sind nicht auf die der Dritten oder die Hauptsender der Privaten beschränkt sondern zeigen alles, was das deutsche Fernsehen an freien Sendern hergibt. Das reicht von den Spartensendern der Dritten, über RTL Nitro bis zum Disney Channel. Aufnahmen von Bezahlsendern, wie sie bei Sky oder den Kabelanbietern zu empfangen sind (TNT, Discovery oder Fox) gibts leider nicht. Ein weiterer Unterschied ist, dass YouTV wie ein Onlinevideorekorder funktioniert und Werbung mit aufzeichnet.

Das ist sowohl bei der kostenlosen Version so, die euch Aufnahmen der letzten 24 Stunden ansehen lässt, als auch bei den kostenpflichtigen Abos. Diese kosten zwischen etwa 6 und 15 Euro monatlich, je nachdem wie weit in die Vergangenheit ihr Zugriff auf die Sendungen haben und wie viele Geräte ihr nutzen wollt. Wer also mit dem Umstand leben kann, dass er die Werbung und meist auch die ersten fünf Minuten „Pufferaufnahme“ vorspulen muss, wird mit YouTV glücklich.

Die App vereinfacht deutlich den Zugriff auf die Inhalte der letzten Tage aller Sender ohne sich einzeln durch die Apps der verschiedenen Sender wühlen zu müssen. Der Wermutstropfen: Die meisten Sendungen gibts leider nicht in HD und nach der Anmeldung ist eure persönliche Mediathek erstmal leer. Sprich: Sendungen von vor sieben Tagen seht ihr erst, nachdem ihr sieben Tage angemeldet wart. Für Menschen, die nicht händisch jede Sendung einzeln aufzeichnen wollen oder ihre Lieblingsshow verpasst haben ist YouTV perfekt. YouTV gibt es sowohl für die SHIELD Android TV sowie für Amazons FireTV, Google Chromecast, Apple TV, als Smartphone-App und im Grunde für jede TV-Box mit Android.

Magine TV

(Bild: Magine TV)

Magine TV zeigt das laufende Programm der meisten deutschen Sender (Bild: Magine TV)

Magine TV ist eine App, die euch wie Zattoo all das sehen lässt, was gerade live ausgestrahlt wird. Ihr könnt also im Gegensatz zu YouTV immer nur ins laufende Fernsehprogramm rein schalten, habt dafür aber je nach Abo weitaus mehr Sender zur Auswahl. Im kostenlosen Paket sind die öffentlich-rechtlichen Sender enthalten, in der Basic-Variante für rund fünf Euro die standardmäßigen Privat- und Spartensender. Im Premiumpaket für zwölf Euro monatlich gibt es einen Sack voll von 70 Sendern, darunter auch TNT Film und den Fix & Foxi-Sender, wenn ihr drauf steht. Knapp die Hälfte gibt es in HD.

Wer nicht alle Sender braucht, kann auch einfach das Basic-Paket nehmen und wahlweise für jeweils drei Euro die Sender aus den Paketen „Film & Serie“, „Sport & Action“ oder „Kids“ hinzufügen. Im Grunde funktioniert Magine TV also wie die TV-Angebote der Kabelanbieter oder Sky, nur dass eben einige HD-Sender fehlen. Dafür ist aber das Gesamtpaket viel günstiger und ihr könnt es neben der SHIELD Android TV mit nahezu jeder TV-Box oder jedem Mobilgerät nutzen und auf den Fernseher streamen.

Magine TV ist ähnlich aufgeräumt aufgebaut wie YouTV und macht das Navigieren durch die TV-Sender so einfach wie ihr es von eurem normalen Anschluß gewohnt seid. In meinem Fall gefühlt sogar noch schneller, wenn man sich durch die Kanäle zappt. Das ist bekanntermaßen bei einigen Kabelanbietern manchmal noch etwas träge.

World Rally Championship

(BIld: WRC / FIA)

Mit WRC Plus gibts jede Menge Rallye aus aller Welt (BIld: WRC / FIA)

Wem die Formel 1 zu statisch ist und wer mehr Action haben möchte, wird mit der App der World Rally Championship namens WRC Plus gut bedient. Hier könnt ihr euch alle Rally-Rennen weltweit ansehen, dazu gibt es unzählige Interviews, Zusammenfassungen von Renntagen und mein persönliches Highlight: eine Onboard-Kamera. Hier fahrt ihr live mit und erlebt die Fahrt so, als ob ihr im Beifahrersitz Platz genommen habt.

Die App selbst ist leider ein wenig fummlig mit den ganzen Auswahlmöglichkeiten und Menüs, dafür gibt es aber eben auch jede Menge zu sehen. Momentan gibt es den ersten Monat für die SHIELD Android TV kostenlos zum Testen.

Netflix, Plex und Kodi

(Bild: Kodi)

Das Mediacenter Kodi mit dem Mimic-Skin (Bild: Kodi)

Zu Netflix muss man glaube ich nichts mehr sagen. Es ist der weltgrößte Streamingdienst für Filme, Serien und Dokus und der amerikanische Service produziert mittlerweile eigene Formate. Für rund 10 Euro monatlich ist Netflix im Grunde ein No-Brainer und maximal redundant, wenn man Amazon Instant Video nutzt und auf die Exklusivserien von Netflix keinen wert legt, wie zum Beispiel House of Cards oder Narcos.

Wer sich sein persönliches Netflix bauen möchte, greift zu Plex, das die Inhalte auch ohne NAS von eurem PC auf alle Geräte streamen kann, die sie abspielen können. Dazu zählen Tablets, Smartphones sowie SmartTVs, Laptops und eben auch die SHIELD Android TV. Die App verbindet sich mit der Quelle und zeigt eure hoffentlich legalen Medien schick aufbereitet an.

Das beliebte Mediacenter Kodi gibt es selbstverständlich auch für SHIELD Android TV und es läuft dank der Rechenpower der Konsole sauschnell. Da Kodi generell recht genügsam ist, fühlt sich das Navigieren durch eure private Filmbibliothek an, als ob ihr ein Jet-Triebwerk auf ein Fahrrad schnallt. Folglich könnt ihr auch ausgefallene und grafisch anspruchsvolle Skins installieren. Ich persönlich bin ein Fan von flachen Designs und kann Mimic empfehlen. Die zahlreichen Video-Addons dürften dann auch den allerletzten Wunsch nach Bewegtbildern erfüllen, darunter auch Amazon Instant Video, dass es nicht als native App für SHIELD Android TV gibt.

Es gibt natürlich noch einige Video-Apps mehr, mit denen ihr euer Glotz-Erlebnis noch weiter personalisieren könnt. TED lässt euch beispielsweise durch die gesamte Bibliothek der interessanten Talks wühlen und im Google Play Store werdet ihr dann auch fündig, wenn die anderen Quellen gar nichts mehr hergeben.

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